Dominic Thiem vor Duell mit David Goffin bei Australian Open vorsichtig

"Domi" Thiem vor "total hartem Brocken"

Sonntag, 22.01.2017 | 21:27 Uhr
Dominic Thiem kann im Melbourne Park sein zweites Grand-Slam-Viertelfinale erreichen
© GEPA

Kommt Dominic Thiem als der erste Österreicher seit 2002 ins Viertelfinale? Eurosport und Eurosport 2 übertragen die Australian Open, auf tennisnet.com gibt's Thiems Spiel im Liveticker und in den Livescores.

Was auch immer in der kommenden Nacht geschehen mag: Für Dominic Thiem gibt's bei den Australian Open 2017 mindestens drei Premieren. Zum einen sein erstes Night-Session-Match in Melbourne (in der zweiten Runde in der Margaret Court Arena), zum anderen seinen ersten Achtelfinal-Einzug beim "Happy Slam", und nun auch seinen ersten Auftritt in der Rod Laver Arena: Denn Österreichs Youngster darf am Montag im größten Stadion des Turniers um sein zweites Grand-Slam-Viertelfinale nach seinem sensationellen Halbfinale bei den French Open 2016 kämpfen. Dann, wenn dem achtgesetzten Lichtenwörther (ATP 8) mit dem elftgelisteten Belgier David Goffin (ATP 11) ein alter Bekannter und sehr guter Freund gegenübersteht - in der zweiten Partie nach 1:00 Uhr MEZ (Eurosport und Eurosport 2 übertragen aus Melbourne, Thiems Match gibt es auf tennisnet.com im Liveticker und in den Livescores). Es handelt sich hierbei um eine Revanche für sein Drittrunden-Ausscheiden im Vorjahr nach vier Sätzen.

Thiem bestritt gemeinsam mit Goffin in der zweiten Jahreshälfte 2015 nicht nur fünf Turniere im Doppel, die beiden sind sich im Einzel gar bereits acht Mal gegenübergestanden. Inklusive einer Niederlage des Niederösterreichers im Acapulco-Qualifikationsfinale (die fürs offizielle, von der ATP geführte Head-to-head nicht herangenommen wird) hält er bei einer 3:5-Bilanz - mit einem wertvollen Coup beim letzten Duell der beiden, denn im French-Open-Viertelfinale 2016 hatten sie gegeneinander um einen erstmaligen Sprung in die Top Ten der Welt gespielt. Während Goffin diese bis heute nicht erreicht hat, jedoch derzeit einmal mehr an der Schwelle zu diesen steht, ist Thiem seitdem zu einer konstanten Größe in diesem Kreise geworden. Und mit einem weiteren Erfolg könnte der 23-Jährige nicht nur sein Preisgeld von bis dato 220.000 Australischen Dollar und die 180 eroberten ATP-Punkte verdoppeln, sondern auch zum ersten Mal Platz sechs einnehmen, so die anderen Resultate ebenso zu seinen Gunsten ausfallen.

"Er kann mir mit seinem Spiel sehr wehtun"

War hinter Thiems Form nach den für seine Verhältnisse relativ mäßigen Ergebnissen bei den Vorbereitungsturnieren in Brisbane und Sydney (jeweils Viertelfinal-Aus nach einem Freilos) ein kleines Fragezeichen gestanden, so hat der Schützling von Starcoach Günter Bresnik indes Lunte gerochen. "Ich denke, dass das ein sehr offenes Match ist", blickte er dem Wiedersehen mit Goffin laut "Austria Presse Agentur - APA" trotzdem recht vorsichtig entgegen. "Er kann mir mit seinem Spiel sehr wehtun- ich mag das nicht, wenn man die Bälle so früh nimmt wie er." Was freilich auch nicht für ihn sprechen dürfte: "Die Beläge sind ziemlich zügig da. Aber ich konzentriere mich auf mich selber", sagte Thiem und machte freilich dennoch klar, dass er unbedingt als der erste Österreicher seit Stefan Koubek 2002 in Down Under das Viertelfinale erreichen wolle: "Ich habe mir vor dem Turnier das Ziel 'zweite Woche' gesteckt. Jetzt bin ich da, jetzt möchte ich natürlich weitermachen. Da ist kein Zweifel darüber."

Headcoach und Manager Bresnik sieht bei Thiem laut "Austria Presse Agentur - APA" immer noch einigen Steigerungsbedarf: "Dominic spielt prinzipiell gut, aber von seiner Top-Form ist er trotzdem noch relativ weit entfernt", konstatierte der 55-Jährige dazu - "er kriegt sein Spiel noch nicht komplett auf die Reihe, sodass das immer zusammenpasst, er spielt teilweise Kraut und Rüben durcheinander und macht noch relativ viele unerzwungene Fehler." Und außerdem fehle seinem Schützling heuer noch ein Spiel gegen "einen richtig guten Grundlinien-Spieler", abgesehen vom Brisbane-Viertelfinale gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov - dieses würde er nun aber wohl bekommen. "Goffin ist ein total harter Brocken. Wenn er das schafft, würd' ich zumindest eine Kerze in der Kirche anzünden", versicherte Bresnik scherzhaft. Und sollte dies symbolisch erforderlich werden, würde dann ein weiteres Duell mit einem guten Grundlinien-Spieler warten: nämlich wieder gegen Dimitrov (ATP 15) oder aber gegen den Usbeken Denis Istomin (ATP 117), Zweitrunden-Sensationsbezwinger des Serben Novak Djokovic (ATP 2).

Hier die Ergebnisse der Australian Open: Einzel, Doppel, Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

Dominic Thiem im Steckbrief

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