ITF Larnaka

Ein neues Siegergesicht – Luka Matic triumphiert auf Zypern

SID
Montag, 29.08.2016 | 10:10 Uhr
Luka Matic
© privat
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Ein Schützling von Günter Bresnik sorgt auf der ITF-Tour für Furore - mit einem Titel aus dem Nichts heraus.

Nicht alle Wochen darf man sich über einen österreichischen Erfolg bei einem internationalen U18-Jugendturnier freuen. In der Vergangenen Woche konnte man das jedoch - und zwar mit einem gänzlich neuen rot-weiß-roten Siegergesicht auf der ITF-Tour, denn Luka Matic hat am Samstag völlig überraschend das ITF-Kategorie-5-Sandplatzturnier in Larnaka auf Zypern für sich entschieden. Der 17-Jährige (ITF 1208) setzte sich beim Larnaca Junior Cup im Endspiel gegen den topgesetzten Lokalmatador Menelaos Efstathiou , immerhin die Nummer 185 in der Jugend-Weltrangliste, erstaunlich locker mit 6:4, 6:2 durch. Mit den 30 eroberten ITF-Zählern wird er sich im Ranking mit einem Schlag auf einen Platz um 800 verbessern. Bis dato hatten zehn Ranglisten-Punkte sein bestes Ergebnis bei den Junioren dargestellt.

Bresnik: "Das ist außergewöhnlich"

"Das ist eine richtig großartige Leistung von ihm, sehr, sehr gut", so Österreichs hocherfreuter Starcoach Günter Bresnik, in dessen Tennisschule, in der Südstadt in Maria Enzersdorf, Matic trainiert, gegenüber tennisnet.com. "Aus dem Nichts heraus ein ITF-Turnier zu gewinnen, das ist außergewöhnlich. Wenngleich ich mich ja schon seit Monaten wundere, dass er nicht mehr gewinnt, weil er wirklich ausgezeichnet spielt, teilweise im letzten halben bis Dreiviertel-Jahr auch mit Ernests Gulbis oder Dominic ( Thiem ; Anmerkung) beim Training ganz normal Bälle schlagen und von der Grundlinie vollkommen problemlos mitspielen kann", so der 55-Jährige - "und obwohl er eigentlich einer von den Lieblings-Hittingpartnern von diesen ist, hat er bei den Jugendlichen bisher überhaupt nichts gewonnen." Bis zu diesem Wochenende.

4 Gesetzte im Turnierverlauf besiegt

Bemerkenswert war auch der Weg von Matic zu diesem schönen Coup. In Runde eins hatte er zunächst gleich den sechstgesetzten Griechen Petros Tsitsipas (ITF 820), den jüngeren Bruder von Stefanos Tsitsipas , Nummer eins der Jugend-Weltrangliste und mit 18 Jahren auch bereits Nummer 335 bei den Herren, mit 6:1, 7:5 verabschiedet. Im Achtelfinale zwang er den Briten Douglas Macintosh (ITF 1434) mit 6:3, 5:7, 7:6 (5) in die Knie, im Viertelfinale daraufhin die Nummer vier aus der Setzliste, Constandinos Christoforou (ITF 312) aus Zypern, mit 6:1, 2:6, 6:0. Im Halbfinale ging es zum zweiten Mal ins Tiebreak des dritten Satzes, wieder mit einem positiven Ende: 7:6 (5), 5:7, 7:6 (6) über den zweitgereihten Briten Aidan McHugh (ITF 246). Im Finale besiegte er schon den vierten Gesetzten im Turnierverlauf, mit Efstathiou, der zuvor im Viertelfinale Moritz Thiem (ITF 837) mit 6:3, 6:4 eliminiert hatte. Der jüngere Bruder von Österreichs Jungstar Dominic Thiem, beides Stallkollegen von Matic, erreichte aber immerhin mit drei klaren Zwei-Satz-Siegen das Doppelfinale, das jedoch mit Tsitsipas gegen Efstathiou und dessen Landsmann Eleftherios Neos mit 2:6, 1:6 verloren ging.

"Trainiert wie Ochse, hält den Mund, hinterfragt nicht alles"

"Über solche Erfolge freue ich mich besonders", sagte Bresnik zu Matics Premierensieg, auch wenn der Junior noch heuer gewissermaßen zum Mann wird, am 14. Oktober 18 Jahre alt und 2017 darum nicht mehr länger auf der ITF-Jugend-Tour spielberechtigt sein wird. Den Jungen mit kroatischen Wurzeln stellte er wie folgt vor: "Er ist bereits in Wien geboren, trainiert jetzt, glaube ich, seit drei Jahren bei uns, ist ein richtiger Tennisfanatiker. Er ist gekommen, da war er 14 Jahre alt, komplett unbedarft, keine Ahnung von irgendwas. Und er hat sich nicht davon abbringen lassen, Tennis zu spielen, ist extrem ehrgeizig. Er geht jetzt seit zwei Jahren in der Südstadt in die Schule, ins Leistungszentrum. Er wohnt in Oberwaltersdorf, also ein bisschen südlich von Wien. Ein richtig, richtig netter, ruhiger Bursche mit extremem Ehrgeiz - und er verhält sich so, wie man es sich von einem Profi vorstellt: Er trainiert wie ein Ochse, hält den Mund und hinterfragt nicht alles. Er hat selbst eine lange Durststrecke, wo er nichts gewonnen hat, obwohl er gut gespielt hat, durchgehalten. Also das ist eine Sonderqualität, und das taugt mir." Das gibt Hoffnung, dass die nächsten Schlagzeilen folgen werden - spätestens dann bei den Herren. Doch noch sonntags war Matic wieder im Einsatz, beim nächsten ITF-Kategorie-4-Hartplatzturnier in Nikosia. Die erste Qualifikationshürde wurde dort genommen, die zweite und zugleich letzte am Montag ebenfalls.

Hier die Ergebnisse und Spielpläne aus Larnaka.

Hier die Ergebnisse und Spielpläne aus Nikosia.

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