Oliver Marach und Alexander Peya schaffen den Cut-off für Rio de Janeiro

SID
Freitag, 01.07.2016 | 15:23 Uhr
Oliver Marach - Alexander Peya
© GEPA pictures/ Matthias Hauer

Dass Österreich bei den Sommerspielen in Brasilien im Herren-Doppel vertreten sein wird, ist aber noch nicht restlos sicher.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wollen Oliver Marach und Alexander Peya im Herren-Doppel (6. bis 14. August 2016) für Österreich auf Medaillenjagd gehen. Dass die steirisch-wienerische Paarung mit einem Combined-Ranking von 63 (Stichtag: 6. Juni) provisorisch über die Weltrangliste qualifiziert ist, da der Cut-off erst mal bei Platz 86 liegt, gab die International Tennis Federation (ITF) am Donnerstag bekannt. Peya, aktuell 19. im Doppelranking, war 2013 die Nummer drei und hat 14 Titel auf der ATP-Tour gewonnen, Marach ist derzeit 41., vor sechs Jahren war der 15-fache Turniersieger die Nummer acht. Das Duo ist drei Mal gemeinsam im Davis Cup angetreten, zuletzt 2012 in Spanien.

Marach braucht Ausnahmegenehmigung

Es gibt allerdings einen Haken, der das Antreten des Doppels in Rio noch etwas infrage stellt. Marach spielte in den vergangenen drei Jahren nur zwei Mal im Davis Cup, es fehlt ihm also ein dritter Einsatz, um die von der ITF geforderten olympischen Teilnahmebedingungen zu erfüllen. Die ITF räumt Marach nun eine Frist bis zum kommenden Davis Cup in der Ukraine ein (15. bis 17. Juli), um den fehlenden Einsatz nachzuholen. Nur: Marach teilte Kapitän Stefan Koubek bereits mit, dass er die Reise nach Kiev nicht antreten werde und stattdessen so wie Peya beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Hamburg an den Start gehen werde.

Nun kommen der ÖTV und das ÖOC ins Spiel: Der Tennisverband und das Österreichische Olympische Comité werden an die ITF ein Ansuchen um eine Ausnahmeregelung für Marach stellen. Die ITF wird am 15. Juli entscheiden, ob diesem Ansuchen Folge geleistet werden wird. Peya-Trainer Michael "Elch" Oberleitner versicherte gegenüber tennisnet.com jedoch, dass dies nur eine Pro-Forma-Erforderlichkeit sei, zumal Marach im Davis Cup einige Male gar nicht einberufen worden war, wohl aber zur Verfügung gestanden wäre. Einem Rio-Auftritt von Marach/Peya sollte laut Oberleitner also nichts im Wege stehen.

Keine weiteren ÖsterreicherInnen dabei

Dominic Thiem , der als Nummer acht natürlich ebenfalls die Spielerlaubnis bekommen hätte, verzichtete bereits vor Wochen auf den Start in Rio . Andreas Haider-Maurer , der aufgrund eines Protected Rankings spielberechtigt gewesen wäre, muss verletzungsbedingt passen . Jürgen Melzer , der 2004, 2008 und 2012 mit von der Partie war, arbeitet nach seiner Schulteroperation an einer Fortsetzung seines Comebacks . Österreichische Damen sind nicht qualifiziert.

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