Tennis

Premierentitel mit 34 Jahren – Paolo Lorenzi schreibt Geschichte

Von Manuel Wachta
KITZBUEHEL,AUSTRIA,23.JUL.16 - TENNIS - ATP World Tour, Generali Open. Image shows Paolo Lorenzi (ITA). Keywords: trophy. Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter
© GEPA pictures/ Andreas Pranter

Der Routinier aus Rom kürt sich beim Event in der Gamsstadt zum ältesten ATP-Tour-Premierengewinner.

Die Generali Open Kitzbühel 2016 haben Geschichte geschrieben, und das gleich in doppelter Hinsicht. Nachdem mit Nikoloz Basilashvili das erste Mal überhaupt ein Spieler aus Georgien ein ATP-Finale erreicht hatte, hat sich nun Paolo Lorenzi zum ältesten Premierengewinner auf der Tour gekürt. Der viertgelistete Italiener (ATP 48) setzte sich im Endspiel der ATP-World-Tour-250-Sandplatzveranstaltung in den Tiroler Alpen Samstagnachmittag gegen Basilashvili (ATP 123), nach 1:23 Stunden Spielzeit, mit 6:3, 6:4 durch. Lorenzi sicherte sich dadurch den Preisgeld-Scheck über 84.250 Euro und 250 ATP-Punkte, mit denen er sein derzeitiges Career High in der Weltrangliste nochmals um sieben Plätze nach unten drücken wird. Mit 34 Jahren, sieben Monaten und acht Tagen löste er so Victor Estrella Burgos (Dominikanische Republik) als ältesten First-Time-Champion ab, zu dem sich dieser erst in Quito 2015 gemacht hatte.

Wenn der Coach nicht mehr hinsehen kann
Die schon überragende Stimmung beim Doppelfinale durften auch die Einzel-Protagonisten in annähernd dieser Form erleben. Sie zahlten es den Fans mit hochklassigem Tennis zurück. Im ersten Satz war Lorenzi zunächst ganz klar überlegen, breakte sofort im ersten (nach 40:30 für Basilashvili) und im letzten Spiel, hatte dazwischen bei 4:2 noch eine weitere Chance und ließ keine einzige gegen sich zu. Im zweiten Durchgang lag anfangs Basilashvili mit 1:0 mit Break und 40:30 voran, Lorenzi stellte allerdings einmal mehr seine großen Kämpferqualitäten unter Beweis und machte daraus seinerseits ein 3:1. Nachdem er den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen musste, schlug er im letzten Spiel nochmal zu und nahm Basilashvili den Aufschlag zum Sieg ab. Dass Lorenzi den ersten Matchball nützte, sah sein Trainer nicht: Claudio Galoppini hatte sich vor Nervosität vom Spielgeschehen abgewandt und stieg erst beim Jubeln wieder ein.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung