French Open

Ernests Gulbis gibt Trennung von Coach Günter Bresnik bekannt

SID
Freitag, 27.05.2016 | 21:42 Uhr
Günter Bresnik - Ernests Gulbis
© (c) GEPA pictures
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Der Balte hat die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Startrainer bereits vor dem Grand-Slam-Turnier in Paris beendet.

Während des French-Open-Vorbereitungsturniers in Nizza hatte Ernests Gulbis erst Mitte Mai 2015 die Rückkehr zu Günter Bresnik verlautbart und diesen später als „besten Techniktrainer der Welt“ bezeichnet . Fast exakt als ein Jahr später hat der Lette nun die – womöglich diesmal endgültige – Trennung von Österreichs Starcoach bekanntgegeben. Just am Rande des Grand-Slam-Klassikers in Paris, wo er 2014 mit dem Einzug ins Halbfinale den größten Erfolg seiner Karriere und den Sprung unter die Top Ten der Welt geschafft hatte und in diesem Jahr schon in der dritten Runde steht. Ohne Bresnik an seiner Seite.

Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses war bereits direkt vor den French Open erfolgt, über die Gründe kann bisher nur gemutmaßt werden. Zumindest mitgespielt haben dürfte auf jeden Fall die Tatsache, dass Bresniks Zeit in erster Linie in die (Weiter-)Entwicklung von Dominic Thiem floss – freilich auch nicht ganz unverständlich, wird dem rot-weiß-roten Jungstar (ATP 15) doch von allen Seiten eine prächtige Zukunft vorhergesagt. Gulbis jedenfalls antwortete in Roland Garros gegenüber der „New York Times“ auf eine entsprechende Nachfrage, ob es für Spieler auf dem Level unmöglich sei, sich einen Coach zu teilen, wie folgt: „Das ist eine gute Frage, und ich möchte nicht über die Situation eines jeden Einzelnen sprechen, denn vielleicht können es manche Leute. Aber in unserer bestimmten Situation bestand da keine Möglichkeit, weiterzumachen. Keine Chance.“

„Ich habe keine Zeit mehr, um hinunterzuschlucken“

Gulbis führte weiter aus: „Mein Charakter ist so, dass ich das verstehen kann, wenn ich in den Interessen von jemandem manchmal an zweiter oder sogar dritter Stelle kommen muss. Okay, aber nicht für ein halbes Jahr oder ein Jahr. Und nicht, wenn ich 27 Jahre alt bin. Wenn du 19, 20, bist und du erst erwachsen wirst, dann kannst du bestimmte Dinge hinunterschlucken. Ich habe jedoch keine Zeit mehr, um hinunterzuschlucken. Ich habe diese vier, fünf Jahre über, in denen ich will, dass mein Physiotherapeut zu 100 Prozent für mich da ist, mein Trainer zu 100 Prozent für mich da ist. Das ist, was ich machen muss. Es war eine Entscheidung, die ich rein auf meinen Interessen basierend getroffen habe.“ Bresniks Sicht der Dinge liegt tennisnet.com noch nicht vor, der 55-Jährige war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar.

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