Tennis

Jetzt ist es offiziell – Damenturnier wandert von Bad Gastein nach Gstaad

SID
Gstaad
© (c) GEPA pictures

Die 10. Ausgabe der Gastein Ladies steigt nicht mehr als WTA-Turnier. Dafür erscheint die Schweiz wieder auf der Landkarte.

In der vergangenen Woche hatte tennisnet.com von dementsprechenden Plänen berichtet . Nun ist es offiziell: Die Schweiz erhält erstmals seit 2008 wieder ein WTA-Event. Eine Woche vor dem ATP-Turnier in Gstaad (16. bis 24. Juli) soll auf derselben Anlage, auf der die Damen im Jahre 1983 zuletzt aufgeschlagen hatten, eine WTA-International-Sandplatzveranstaltung über die Bühne gehen – und zwar auf Kosten des bisher zweiten Events in Österreich, Bad Gastein. Die Gastein Ladies scheinen also schon in diesem Jahr nicht mehr im WTA-Kalender auf: Die Lizenzabgabe an Gstaad wurde jetzt von der WTA am Rande der BNP Paribas Open in Indian Wells bestätigt.

Während Österreich derzeit keine einzige Top-100-Spielerin verfügt, hat die Schweiz mit dem Jungstar Belinda Bencic (WTA 8) und Timea Bacsinszky (WTA 21) zwei größere Zugpferde. Doch ob diese dann auch bei den Ladies Championship Gstaad, wie das Turnier benannt wird, spielen werden und welche Stars sich im Berner Oberland die Ehre geben werden, dies konnte Turnierdirektor Jean-Francois Collet erst mal noch nicht sagen.

Reichel bekräftigt Pläne für ITF-Turnier

Das Gasteinertal soll indes keineswegs gänzlich von der Tennis-Bildfläche verschwinden. Die Turnierdirektorin Sandra Reichel bekräftigte gegenüber „sportradio360.de“ die Pläne, künftig stattdessen wenigstens ein ITF-Damenturnier, mit Dotation von 50.000 bis 75.000 US-Dollar, austragen zu wollen. „Das österreichische Damentennis braucht das“, sagte sie überzeugt. „Es gibt 10.000-Dollar-Turniere, dann gibt es Linz und dazwischen gibt es nichts. Ich glaube, dass das jetzt gut dorthin passen würde.“

Dass die Veranstaltung bei den Eidgenossen sicher bestens aufgehoben sei, das wollte Reichel keineswegs bezweifeln: „Ich glaube auch, dass es für die Schweiz ganz wichtig ist, ein WTA-Event zu bekommen. Es bringt nichts, in Österreich eines ohne Hauptsponsor durchzuführen. Natürlich wäre das schön gewesen, aber ich bin überzeugt, dass ein guter Challenger (frühere Bezeichnung für ein ITF-Damenturnier mit über 10.000 US-Dollar Preisgeld; Anmerkung) im Gasteinertal, vor allem für die jungen Österreicherinnen, das Richtige ist und dies die richtige Entscheidung war.“

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