Tennis

Karriereende nach Australian Open

SID
© Foto: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Der 33-jährige Belgier will beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne sein letztes Turnier spielen.

Mit James Blake und Nicolas Massu haben zwei Tour-Veteranen in den letzten Tagen die Karriere beendet. Mit Xavier Malisse steht ein weiterer prominenter Rücktritt bald bevor. Der 33-Jährige kündigte in belgischen Medien an, dass er nach den Australian Open 2014 Schluss macht mit dem Profitennis.

„Ich möchte noch einmal die Australian Open spielen, damit ist es auch getan. Es ist Zeit für etwas anderes. Zumindest wenn ich mich direkt für das Einzel und Doppel qualifiziere. Bin ich direkt für das Hauptfeld im Doppel qualifiziert, dann will ich notfalls auch in der Qualifikation für das Einzel spielen. Das Regenerieren für den Sommer fiel mir sehr schwer. Es wird immer schwieriger, mich zum Training aufzuraffen. Das Tennisspielen ist kein Problem. Es wird immer Teil meines Lebens sein. Aber man muss in Top-Form sein“, sagte Malisse, der nach seinem Karriereende als Mentor für junge Spieler arbeiten möchte.

Großes Talent und Heißsporn

Der Belgier gewann in seiner Karriere drei Einzeltitel und stand in neun weiteren Finals. Im Doppel war sein größter Erfolg der French-Open-Titel 2004 an der Seite von Landsmann Olivier Rochus. Im Einzel schaffte er es bis auf Platz 19 in der Weltrangliste. Sein bestes Grand-Slam-Ergebnis erzielte er in Wimbledon, als er 2002 das Halbfinale erreichte. Viele Experten trauten dem talentierten Belgier noch weitaus mehr zu in seiner Profikarriere, die 1998 begann. „Ich höre das, seit ich 13 bin. Ich bin zufrieden damit, was ich erreicht habe. Vielleicht hätte ich etwas früher erkennen müssen, dass sich eine Tenniskarriere entwickeln muss. Aber ein Leben eines Roger Federer würde ich nicht wollen. Ich bin in den Top 20 und Top 30 gestanden. Es war schön.“

Malisse, der auch X-Man genannt wird, ist nicht nur ein extrem talentierter Spieler, sondern auch ein Heißsporn auf dem Platz. Unvergessen ist sein legendärer Wutausbruch beim Turnier in Miami 2005. Der Belgier führte im Match gegen den Spanier David Ferrer mit 6:3, 5:5, ehe ihm eine angebliche Beleidigung zum Verhängnis und er disqualifiziert wurde – hier geht es zum Ausraster! Zuletzt sorgte Malisse beim Turnier im Londoner Queen’s Club für Schlagzeilen, als Schiedsrichter James Keothavong ihm den Handschlag verweigerte. (Text: cab; Foto: GEPA pictures)

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