Die zehn besten Hartplatzspieler aller Zeiten

Freitag, 12.08.2011 | 12:15 Uhr
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tennisnet.com präsentiert in einer Top-10-Liste die Spieler mit den größten Erfolgen auf dem harten Asphalt.

Von Christian Albrecht Barschel

Die Top 10 auf Sand und Rasen haben wir bereits vorgestellt. Nun ist der Hartplatz dran, der den Spielern wohl bei den Bodenbelägen am meisten abverlangt. Der harte Asphalt beansprucht Bänder, Knochen und Gelenke.

Wer auf Hartplatz erfolgreich spielen will, muss ein Gesamtpaket aus Schnelligkeit, Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft mitbringen. Vor allem die US-Amerikaner lieben das Spiel auf diesem Belag. Anlässlich der anstehenden US Open kürt tennisnet.com die zehn besten Hartplatzspieler seit Beginn der Open Era 1968, in der sowohl Profis als auch Amateure bei den Grand-Slam-Turnieren teilnehmen dürfen.

10. Rafael Nadal

Es war ein enges Rennen um die Plätze zehn und neun in unserer Bestenliste. Doch wir haben uns für die Aktualität entschieden. Rafael Nadal findet sich auf Platz zehn vor und hat damit solche Spieler wie Jim Courier, Patrick Rafter, Michael Chang, Marat Safin, Andy Roddick und Lleyton Hewitt aus den Top 10 verdrängt. Zu Beginn seiner Karriere galt Nadal als typischer spanischer Sandplatzspezialist. Doch schnell wurde deutlich, dass der Spanier auch auf Rasen und Hartplatz zu den Besten seiner Zunft zählt.

Nadal war bislang bei elf Turnieren auf Hartplatz siegreich. Bei den Australian Open 2009 war er ebenso siegreich wie bei den US Open 2010. Damit vollendete der Spanier den Karriere-Grand-Slam und wurde der erst siebte Spieler, der alle Grand-Slam-Turniere mindesten einmal gewinnen konnte. Neben seinen fünf Siegen bei Masters-Turnieren konnte Nadal auch beim olympischen Turnier 2008 in Peking auf Hartplatz die Goldmedaille gewinnen.

"Ich fühle mich, als würde ich über der Erde schweben", gab Nadal nach dem Erringen von olympischem Gold an. Einen Tag später wurde er erstmalig die neue Nummer eins und bewies damit eindrucksvoll und endgültig, dass er kein reiner Sandplatzspezialist ist. Der "Matador aus Monacor" hat in den nächsten Jahren noch ausreichend Gelegenheit, zu den ganz Großen auf Hartplatz aufzuschließen.

9. Novak Djokovic

Mit Novak Djokovic steht der zweite aktive Spieler knapp vor Nadal auf Platz neun. Der "Djoker" ist 2011 der alles überragende Spieler der Saison und hat von seinen bislang 18 Hartplatztiteln in seiner Karriere vier Turniersiege in diesem Jahr geholt - darunter die Australian Open. "Ich widme diesen Titel meiner Familie und dem serbischen Volk. Es sind schwere Zeiten, aber wir versuchen jeden Tag, unser Land so gut wie möglich zu repräsentieren" sagte Djokovic bei der Siegerehrung in Melbourne.

Der Hartplatz ist der Lieblingsbelag des Serben. Bei den Australian Open 2008 gewann er sein erstes Grand-Slam-Turnier. Zudem wurde er auf dem harten Asphalt bislang einmal ATP-Weltmeister und stand zweimal im Finale der US Open. Beim Masters-Turniersieg 2007 in Montreal schaffte "Nole" das Kunststück mit Andy Roddick, Rafael Nadal und Roger Federer hintereinander die Nummern drei, zwei und eins der Weltrangliste zu eliminieren.

Ähnlich wie bei Andre Agassi und Federer kann Djokovic sich in den nächsten Jahren zu dem dominierenden Spieler auf diesem Bodenbelag entwickeln. Alle Voraussetzungen bringt er jedenfalls dafür mit. Überragende Beinarbeit, keine Schwächen bei den Grundschlägen und ein perfektes Konterspiel. Djokovic hat einen regelrechten Tennisboom in Serbien ausgelöst. Zehntausende Menschen feierten ihn in Belgrad nach seinem Wimbledonsieg. Der serbische Staatschef bot dem "Djoker" gleich das Präsidentenamt an. Was Djokovic für das serbische Tennis ist, war Boris Becker für das deutsche Tennis. Und damit hätten wir auch die Überleitung zu Platz acht.

8. Boris Becker

Obwohl der grüne Rasen und der Teppichboden dem Spiel von Boris Becker mehr lagen, gehört der Leimener trotzdem in unsere Bestenliste. 16 Turniersiege auf Hartplatz waren die Ausbeute für den Leimener am Ende seiner Karriere. Dreimal durfte er die Trophäe bei einem Grand-Slam-Turnier in die Luft strecken (US Open 1989, Australian Open 1991 und 1996). "Wenn du ein junger Mann bist, suchst du nach deiner eigenen Identifikation. Gewinnen ist eine Art, sich selbst auszudrücken. Wenn ich verloren habe, wollte ich sterben. Und weil ich dachte, dass ich nur beim Triumph jemand bin, folgte daraus, dass ich bei einer Niederlage ein Niemand bin", erklärte Becker seine Gefühlslage.

Bei seinen Grand-Slam-Siegen auf Hartplatz ging es bei Boris Becker ebenso turbulent zu wie in seinem Privatleben. Bei den US Open 1989 stand er in der zweiten Runde kurz vor dem Aus. Gegen Derrick Rostagno konnte er nach 0:2 Satzrückstand einen Matchball mit einem glücklichen Netzball abwehren und am Ende das Turnier gewinnen. "Das ist das am schwersten zu gewinnende Turnier. Du hast die lauten Zuschauer hier, du hast die Hitze hier, du hast den Lärm hier", schilderte Becker die besondere Atmosphäre bei den US Open.

Der Australian-Open-Sieg 1991 im Finale gegen Ivan Lendl machte ihn zum ersten Mal zur Nummer eins in der Weltrangliste, nachdem er in dritten Runde einen Fünfstunden-Marathon gegen Omar Camporese überstanden hatte. Der Sieg bei den Australian Open 1996 war gleichzeitig der letzte von sechs Grand-Slam-Titeln, die Becker in seiner Karriere gewinnen konnte. Nach seiner Karriere verlor man schnell den Überblick, wer nach der Scheidung von Ehefrau Barbara nun die Freundin an Beckers Seite war. Nach Sabrina Setlur, Patrice Farameh, Caroline Rocher und Sandy Meyer-Wölden ist es Lilly Kerssenberg, die ihn gezähmt hat. Mit der Niederländerin wagte Becker seine zweite Ehe und wurde zum vierten Mal Vater.

7. Stefan Edberg

Bevor die Karriere von Stefan Edberg so richtig losging, musste er schon als Junior einen Schicksalsschlag verkraften. Im Juniorenfinale der US Open traf ein Aufschlag des Schweden einen Linienrichter im Unterleib, sodass dieser vom Stuhl kippte und sich dabei einen Schädelbruch zuzog. Später starb der Linienrichter an den Folgen des Unfalls. Edberg gelang es, in der Folgezeit mit diesem tragischen Erlebnis umzugehen. "Ich musste mir immer wieder sagen, dass dieses Unglück jedem anderen auch hätte passieren können."

Mit Serve-and-Volley in Perfektion gehörte Edberg nicht nur auf Rasen, sondern auch auf Hartplatz zu den Besten. Zwei Siege bei den US Open 1991 und 1992 sowie drei Finalteilnahmen bei den Australian Open stehen für den stillen Schweden zu Buche. Den ersten seiner 23 Siege auf Hartplatz errang er mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles. Der Schwede war ein stiller Zeitgenosse, dem immer wieder seine Farblosigkeit vorgeworfen wurde. "Wenn sie mich mit Andre und Boris vergleichen, sind beide große Stars. Sie wollen große Stars sein und verhalten sich dann auch so wie große Stars sein sollen. Ich bin lieber unbekannt", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste.

Edberg war einer der fairsten und sympathischsten Spieler seiner Zunft. Sein vorbildliches Verhalten auf dem Platz brachten ihm insgesamt fünf Mal die Auszeichnung "ATP Sportsmanship Award" ein. Als Erinnerung an seine Erfolge wurde diese Auszeichnung 1996 in den "Stefan Edberg Sportsmanship Award" umbenannt. "Muss man ein Arschloch sein, um Charisma zu besitzen? Muss man von den Menschen entweder geliebt oder gehasst werden, damit man Charisma besitzt? Nehmen Sie doch Stefan Edberg. Ein wirklich tolles Beispiel für einen Champion. Aber die Menschen halten ihn für gleichgültig oder stumpfsinnig. Der Junge will einfach nichts von seiner Persönlichkeit preisgeben. Aber er ist ein guter Typ. Er ist ein großartiges Beispiel dafür, wie man sich den Tennisnachwuchs wünscht", brachte es Jim Courier auf den Punkt, was Edberg auszeichnet.

6. John McEnroe

"Big Mac" wurde nicht nur berühmt durch sein variantenreiches Spiel, sondern auch durch seine legendären Wutausbrüche gegenüber Schiedsrichtern, Linienrichtern und der Presse. "You cannot be serious" schallte es immer wieder aus dem Mund von John McEnroe der sich im Laufe seiner Karriere vom Bad Boy zum Publikumsliebling entwickelte. "Ich hätte es manchmal geliebt, wenn ein Schieds- oder Linienrichter einfach gesagt hätte: Lass mich in Ruhe du kleines Stück Dreck! Vielleicht hätten sie mich mehr anpflaumen sollen", sagte McEnroe später über seine Ausraster auf dem Platz.

Die beiden Lieblingsturniere des US-Amerikaners waren Wimbledon und die US Open. Vier Mal konnte McEnroe, der in Deutschland in Wiesbaden zur Welt kam, in New York gewinnen. Ein weiteres Mal erreichte er das Finale. Insgesamt 22 Turniersiege auf Hartplatz stehen in der Statistik für den verrückten Linkshänder. "Meine größte Stärke ist, dass ich keine Schwächen habe", war McEnroe zu Beginn seiner Karriere von seinen Fähigkeiten eingenommen.

Das Racket ganz beiseite zu legen, fiel McEnroe nach seinem letzten Einzelmatch im Jahre 1992 jedoch schwer. Ständig war er danach auf der Seniors Tour aktiv und wagte im Alter von 47 Jahren ein Comeback im Doppel. Umso erstaunlicher ist es, dass "Big Mac" gleich mit Jonas Björkman das erste Turnier gewann. Heute ist der ehemalige Davis-Cup-Kapitän der USA einer der beliebtesten Tenniskommentatoren. Und auch als Spieler auf der Seniors Tour hat McEnroe nichts von seinem Gemüt eingebüßt. Schlägerwerfen und Wutausbrüche sind immer noch an der Tagesordnung.

5. Jimmy Connors

Bei Jimmy Connors verhält es sich ähnlich wie bei John McEnroe. Der Amerikaner wurde zu Anfang seiner Karriere gehasst und entwickelte sich später auch zu einem großen Publikumsliebling. Er beleidigte Gegner und Schiedsrichter und versuchte mit unfairen Methoden das Spielgeschehen für sich zu beeinflussen. "Die Leute verstehen nicht, dass es ein verdammter Krieg dort draußen ist. Vielleicht sind meine Methoden nicht sozial, aber das muss ich tun, um zu überleben. Ich gehe nicht raus, um meinen Feind zu lieben. Ich gehe raus, um ihn zu zerquetschen" gab Connors offen zu.

Er weigerte sich anfangs der neu gegründeten Spielervereinigung ATP beizutreten und in deren Turnierserie zu spielen. Stattdessen schloss er sich einer anderen Turnierserie an und verpasste dabei rückblickend weitere herausragende Erfolge in seiner Laufbahn. Die 108 Turniersiege von "Jimbo" sind bis heute unübertroffen. 44 Siege erspielte er sich auf Hartplatz. Mit 1.222 gewonnenen Spielen in seiner Karriere hat er die meisten Siege bei den Herren vorzuweisen und wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt.

Dreimal triumphiere er bei den US Open (1978, 1982, 1983) auf Hartplatz.
Da in New York das Turnier in den Siebzigern zwischenzeitlich auch auf Rasen und Sand ausgetragen wurde, schaffte Connors das einzigartige Novum die US Open auf allen drei Bodenbelägen zu gewinnen. Die US Open markierten auch seinen letzten Karrierehöhepunkt. Nachdem er in der Saison 1990 kein Spiel gewonnen hatte, gelang ihm 1991 ein beeindruckendes Comeback. Im Alter von 39 Jahren spielte er sich bis ins Halbfinale der US Open und erstaunte die Tenniswelt. Mit 43 Jahren ging Connors schließlich in Tennisrente.
Im nächsten Jahr zu seinem 60. Geburtstag dürfen wir uns auf die Memoiren von "Jimbo" freuen.

4. Ivan Lendl

Ivan Lendl, genannt "Ivan der Schreckliche", verbreitete Furcht und Schrecken bei seinen Gegnern auf den Tennisplätzen dieser Welt. Von seinen 94 Turniersiegen gewann der gebürtige Tscheche, der nun amerikanischer Staatsbürger ist, 30 Turniere auf Hartplatz. Mit seinen 1.070 Siegen während seiner Profikarriere liegt er hinter Jimmy Connors auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Das brachte ihn auch die Bewunderung von Pete Sampras ein: "Wissen Sie, was der Namen Lendl für mich bedeutet. Hingabe, harte Arbeit, alle zu überwinden, obwohl er nicht das Talent anderer Spieler gehabt hatte. Ich bewundere ihn ungemein."

Elf Finalteilnahmen bei Grand-Slam-Turnieren auf dem harten Untergrund hat Lendl in seiner Vita stehen. Dabei stand er von 1982 bis 1989 acht Jahre lange im Finale der US Open. Ein unglaublicher Rekord, der nur sehr schwer geknackt werden kann. Allerdings konnte er nur drei Endspiele in Flushing Meadows gewinnen (1985 bis 1987). Down Under siegte er zweimal bei den Australian Open (1989, 1990) und stand zweimal im Endspiel.

Alle seine Erfolge auf Hartplatz hätte Lendl wohl lieber gegen einen Sieg in Wimbledon eingetauscht. Der große Traum vom Triumph an der Church Road blieb ihm verwehrt. "Bis ich gewinne oder sterbe", antwortete er auf die Frage, wie lange er es in Wimbledon versuchen wolle. Das sportliche Talent hat Lendl an seine Kinder vererbt. Drei seiner fünf Töchter streben eine professionelle Golfkarriere an und wollen in die sportliche Fußstapfen des Vaters treten.

3. Pete Sampras

"Pistol Pete" kanonierte auch auf Hartplatz aus allen Lagen und erspielte sich den dritten Platz in unserer Bestenliste. Mit sieben Grand-Slam-Titeln und insgesamt 36 Turniersiegen gehörte Sampras auch auf diesem Bodenbelag zu der Creme de la Creme. Im Vergleich zu seinen berühmten Landsleuten wie McEnroe, Connors musste sich Sampras immer wieder Kommentare über sein farbloses Charisma gefallen lassen. "Ich wollte meinen Schläger sprechen lassen. Ich fand, die Weise wie Connors und McEnroe sich auf dem Platz verhalten haben, war peinlich. Ich wollte nicht so einen Ruf haben. Ich wollte mich immer als klassischen Spieler präsentieren, nicht die Beherrschung verlieren, nicht jemanden etwas unter die Nase reiben, wenn ich gewonnen habe. Ich wollte nur rausgehen und gewinnen", erklärte Sampras.

Fünf Siege bei den US Open und zwei Erfolge bei den Australian Open stehen für den US-Amerikaner, der mit 286 Wochen an der Spitze der Weltrangliste immer noch diesen Rekord hält, zu Buche. Dreimal erreichte er zudem das Finale in Flushing Meadows und einmal in Melbourne. Daneben wurde Sampras zweimal ATP-Weltmeister auf Hartplatz und triumphierte bei acht Masters-Turnieren.

Legendär sind seine Duelle mit Landsmann Andre Agassi. Sein letztes Match bestritt Sampras mit dem Finalsieg bei den US Open 2002 gegen jenen Agassi. Welcher Tennisspieler kann schon von sich behaupten, dass er mit einem Sieg, und das auch noch bei einem Grand Slam Turnier, von der Tennisbühne abgetreten ist. "Wenn die Leute nur wüssten wie hart ich gearbeitet habe, damit es so einfach aussieht", sagte Sampras über seine Spielweise.

2. Andre Agassi

Andre Agassi und der Hartplatz, das war eine innige Liebesbeziehung. Kein anderer Spieler konnte mehr Siege auf diesem Bodenbelag verbuchen. Mit 598 Siegen führt der US-Amerikaner diese Statistik derzeit mit recht großem Abstand an. Sicherlich wären noch viel mehr Hartplatzsiege auf Agassis Konto, hätte er nicht immer die Australian Open bis 1995 ausgelassen. Sein Spiel passte perfekt zum harten Untergrund. Starker Return, druckvolle Grundschläge und schnelle Beine.

Trotz seiner 45 Turniersiege auf Hartplatz hat es aber nur zum zweiten Rang gereicht. Das können auch nicht seine sechs Grand-Slam-Siege (viermal gewann er die Australian Open und zweimal die US Open), vier weitere Finalteilnahmen bei den US Open und zwölf Siege Masters-Turnieren nicht ändern. Auch über olympisches Gold auf Hartplatz 1996 in Atlanta konnte sich der Ehemann von Steffi Graf freuen. "Das ist die größte Leistung, die ich je verbracht habe. Einen Grand Slam zu gewinnen, ist das Bedeutendste in diesem Sport. Aber Olympiasieger zu werden ist das Größte, was du in allen Sportarten tun kannst", ordnete Agassi diesen Sieg kurz danach ein.

Nach 21 Jahren auf der Profitour war für Agassi bei den US Open 2006 endgültig Schluss mit Tennis. Ein deutscher Spieler namens Becker sorgte für den Schlussakt des Amerikaners. Nicht Boris Becker, sondern ein gewisser Benjamin Becker. Andy Roddick, der danach Becker aus dem Turnier warf, war sichtlich froh, dass er nicht selbst die Karriere von Agassi beendet hatte. "Den Kerl zu erschießen, der Bambi erschossen hat, fühlt sich besser an, als Bambi zu erschießen", sagte Roddick nach dem Spiel.

1. Roger Federer

Für tennisnet.com steht fest: Roger Federer ist schon zu aktiven Zeiten der beste Hartplatzspieler aller Zeiten. Mit 56 Siegen in Folge hält der Schweizer nicht nur die längste Siegesserie auf diesem Bodenbelag, sondern hat mit neun Grand-Slam-Titeln auch die meisten aller Spieler vorzuweisen. Viermal siegte Federer Down Under bei den Australian Open. Von 2004 bis 2008 war er fünfmal in Folge bei den US Open in New York erfolgreich.

Das letzte Mal, dass er nicht mindestens im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers auf Hartplatz stand, war 2003 bei den US Open. Daneben siegte der "Fed Express" bei 14 Masters-Turnieren auf Hartplatz und wurde fünfmal ATP-Weltmeister auf diesem Bodenbelag. Mit 45 Turniersiegen auf dem harten Asphalt liegt er gleichauf mit Agassi. Es darf wohl als sicher gelten, dass Federer bald der einige Rekordhalter in dieser Kategorie ist. Zahlen, die die Ausnahmestellung des Schweizers auf Hartplatz verdeutlichen.

Dabei war der so besonnene Federer zu Jugendzeiten und zu Beginn seiner Karriere ein wahres Energie- und Nervenbündel. "Vor zwei Jahren wusste ich nicht, wer ich auf dem Platz bin. Ich war es gewohnt viel zu fluchen. Aber jetzt habe ich gelernt damit zurechtzukommen und kann deshalb viele Spiele in Folge gewinnen. Ich will in Erinnerung bleiben als guter Spieler, nicht als Idiot auf dem Platz", erklärte der Schweizer im Jahre 2003, als ihm der endgültige Durchbruch gelingen sollte. Am 8. August 2011 ist Federer 30 Jahre alt geworden. Zum alten Eisen gehört er aber noch lange nicht. Zum Vergleich: Agassi drehte in seinen Dreißigern noch einmal richtig auf und wurde wieder die Nummer eins der Welt. Vielleicht stehen uns auch noch ein paar geniale Federer-Momente bevor.

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