Skeleton: Flock zur Halbzeit nur hauchdünn hinter Gold

Von APA
Freitag, 16.02.2018 | 15:24 Uhr
Janine Flock
© GEPA

Janine Flock übernachtet vor den zwei entscheidenden Läufen des olympischen Skeleton-Bewerbs auf einem Medaillenrang. Die 28-jährige Tirolerin liegt zur Halbzeit im Eiskanal in Pyeongchang/Alpensia an der zweiten Stelle, nur zwei Hundertstel trennen sie von der Deutschen Jacqueline Lölling. Die britische Sotschi-Olympiasiegerin Elizabeth Yarnold ist mit einer Zehntelsekunde Rückstand Dritte.

Für Samstag (12.20 Uhr MEZ) kündigt sich damit eine enorm spannende Entscheidung an, denn auch die viertplatzierte Britin Laura Deas liegt nur 0,17 Sekunden zurück. Flock unterliefen zwar im zweiten Lauf zwei Fehler, dennoch machte sie einen Platz gut. Denn Yarnold vermochte ihren Bahnrekord vom ersten Lauf (51,66 Sek.) nicht zu bestätigen und rutschte von der Spitze auf den dritten Platz ab.

Flock war mit ihren Fahrten insgesamt zufrieden. "Leider habe ich im zweiten Lauf den gleichen Fehler wie im Abschlusstraining gemacht", sagte die Neunte von Sotschi. Da touchierte sie vor Kurve neun und dann leicht auch noch vor der 13. "Da habe ich den Schlitten ein bisschen zu viel gehen lassen, aber ich konnte die Fehler gut absorbieren und die Zeit war halbwegs okay. Aber ich versuche es morgen besser zu machen", betonte Flock.

Flock bleibt entspannt

Nervös sei sie ob der Position auf dem Medaillenrang nicht, meinte Flock, sondern sehr fokussiert. Sie hatte sich nach einem Test übrigens für die Verwendung der Trainingskufe im Rennen entschieden. "Mit der habe ich mich wohler gefühlt und daher haben wir sie hergerichtet für das Rennen", sagte Flock der APA.

Flock fuhr zweimal die drittbeste Zeit, Weltcupsiegerin Lölling war Zweite und Vierte. Bestzeit im zweiten Lauf gelang der Kanadierin Elisabeth Vathje, der Verlobten des Tiroler Bobpiloten Benjamin Maier. Sie war Achte (+0,60).

Nach Meinung Flocks ist noch alles offen. "Es ist knapp nach vorne und knapp nach hinten", erklärte die Ex-Weltcupsiegerin und nannte die Deutschen, Britinnen und Kanadierinnen als Konkurrentinnen im Kampf um die Medaillen. "Es kann noch viel passieren."

Die Kufenpräparierung am Abend im Apartment nahm ihr der Lebenspartner Matthias Guggenberger ab, der sein Rennen schon beendet hat. "Damit kann ich mich ausrasten und Energie sparen", erklärte die Athletin des Schlittensportvereins Innsbruck.

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