Olympia

Olympia 2020: So weit ist Tokio mit den Vorbereitungen

Von SPOX Österreich
Es sind diese unverkennbaren fünf Kreise, die ineinander verschlungen sind und nur auf ein Event verweisen: auf die Olympischen Spiele. Die nächsten finden 2020 in Tokio statt.
© pixabay.com © onacadan (CC0 Public Domain)

Im Jahr 2016 ist Tokio leer ausgegangen. Doch in zwei Jahren werden sich die Augen aller Welt eben dorthin richten, denn in dieser japanischen Stadt werden die Olympischen Spiele 2020 ausgetragen. Fest steht dies bereits seit Jahren. Wie viel Organisation hinter diesem Großevent steckt, verrät hingegen dieser Beitrag - nach einem Blick in die Historie der Olympischen Spiele.

Die Olympischen Spiele im Spiegel der Zeit. Im Jahr 1896 hat alles begonnen

Damals fanden die ersten olympischen Spiele der neuen Art in Athen statt. Um seine Idee in die Tat umzusetzen, hat Initiator Pierre de Coubertin zunächst ein entsprechendes Komitee gegründet, die die ersten Spiele der Neuzeit veranstalten sollten, heißt es hier im geschichtlichen Abriss. Die Spiele wurden deswegen als "Spiele der Neuzeit" bezeichnet, denn mit den alten Spielen, die ausschließlich in Athen stattgefunden haben, hatte die neue Variante nur noch wenig gemein.

Die alten Spiele fanden fast ausnahmslos in Athen statt. Das Panathinaikon war der Austragsort der Spiele. Viele Sportarten wurden damals weitergeführt. Doch gab es auch eine Neuerung, die heute wie ein alter Hut anmuten mag: den Marathon. Ein wichtiger Anknüpfungspunkt an die Spiele von einst war der Gedanke des Friedens, des Olympischen Friedens.

Die Spezialität dieses Ausnahmezustands gab es bereits früh: Selbst auf dem Territorium des Erzrivalen konnte den Griechen während dem Olympischen Frieden nichts passieren. Heute ist dieser Frieden sogar offiziell verbrieft in einer UNO-Resolution. Neu war hingegen,

  • dass die Neuauflage der Olympischen Spiele fernab von religiösen Ansätzen sein sollte,
  • dass sie regelmäßig an einem anderen Austragungsort stattfinden sollte und,
  • dass die Dauer des Wettbewerbs auf 16 Tage angehoben wurde.

So war die Teilnehmerstruktur im ersten Jahr der "neuen" Spiele

Im ersten Jahr der "neuen" Olympischen Spiele fanden sich 245 Teilnehmer ein, die aus 14 Ländern stammten. Auch dieser Faktor war ein Novum der Zeit. Nur vier Jahre später sollte bereits die nächste Neuerung folgen, denn erstmals waren 1900 auch Frauen zur Teilnahme an den Olympischen Spielen zugelassen. Erst einige Jahre später, im Jahr 1924, etablierte sich das Winter-Pendant zu den Olympischen Spielen, die bis dato traditionell in den Sommermonaten stattfanden.

In zwei Jahren sieht es so aus: Wer nach Tokio fahren will, muss diese Kriterien erfüllen.

Seit dem Frühjahr 2018 sind sie offiziell bekannt: die Qualifikationskriterien, die für die Sportarten der Olympischen Spiele gelten und detailliert ausgearbeitet online zur Verfügung stehen. Vermerkt ist darin - gegliedert nach den einzelnen Sportdisziplinen - was notwendig ist um sich zu qualifizieren. Und diejenigen, die antreten wollen, wie Venus Williams, sind hochmotiviert.

Die Olympischen Spiele bedeuten heute einen immensen Organisationsaufwand

Die Olympischen Spiele sind gewachsen. In ihren Ausmaßen, aber auch in ihrem Organisationsaufwand, der maßgeblich von externen Restriktionen bedingt ist. Auch für Vereine bringen die Olympischen Spiele ein großes Aufgebot an Rechten und Regeln mit.

Der Deutsche Olympische Sportbund, kurz: DOSB, hat online wichtige Vorlagen zum Thema Gema, Spenden und Co. zusammengestellt. Auf diese Empfehlungen trifft regelmäßig auch die Forderung danach, als Verein ein System aufzusetzen, das alle Vereinsaktivitäten bündelt sowie transparent und rechtskonform darstellt. Je nach Größe des Vereins empfiehlt sich ein umfassendes System zur Warenwirtschaft, um einen Überblick über Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen sowie Bestellungen zu behalten. Auch die Lagerhaltung kann darin festgehalten werden.

Zudem empfiehlt sich eine Buchhaltungssoftware, die Angebot- und Rechnungswesen professionell mit abdeckt. Fakt ist: Nicht nur wer mit den Olympischen Spielen zu tun hat, muss eine steuer- und betriebsrechtlich einwandfreie Vereinsführung nachweisen.

Wie groß der Organisationsaufwand ist, den Tokio zu managen hat, zeigt ein Blick auf die regelmäßigen Updates der Olympia-News: Brandaktuell wurden Sicherheitsvorkehrungen in der Praxis getestet. Eingeübt wurde, wie ein Sprengstoffpaket sicherzustellen ist und ein bewaffneter Mann sicherzustellen ist, der die Sicherheitsabsperrung zu durchbrechen droht.

Nicht weniger aktuell war die Endrunde der Oberschul-Baseball-Meisterschaft, die im August in Tokio stattfand und beinahe denselben (klimatischen) Bedingungen wie die nahenden Olympischen Spiele ausgesetzt war und das heißt: Bei 37 Grad Celsius und sengender Hitze wird auf dem Sportplatz gekämpft. In zwei Jahren, also zu den Olympischen Spielen 2020, stehen die Athleten von Juli bis September auf Olympischen Boden - bei weit über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von gut 70 Prozent.

Das neugebaute Olympiastadion steht indes bereits - mit beeindruckenden Maßen von einer 49 Meter hohen Fassade, die deutlich niedriger ausfiel, als ursprünglich geplant wurde. Von der alten Planung verabschiedet habe man sich in Tokio aus mehreren Gründen: Weil das Konstrukt sich nicht in die Umgebung eingepasst habe, sondern versucht hat, diese prunkvoll zu überbieten, sowie aufgrund der Kosten.

So manch ein Journalist bescheinigt den Japanern mit der bewussten Abkehr vom Prunk eine pfiffige Strategie. Bereist 1964 fanden die Olympischen Spiele in Tokio ab. Mit der Teilnahme im Jahr 2020 soll der Status in der Riege der Weltmetropolen endlich und final besiegelt werden.

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