Wintersport

Lukas Müller wird Skisprung-Trainer – aber nicht im ÖSV

Von SPOX Österreich
Lukas Müller will die Ausbildung zum Skisprungtrainer abschließen.
© GEPA

Der ehemalige Skispringer Lukas Müller hat nach seinem schweren Sturz am Kulm 2016 die Ausbildung zum Skisprung-Trainer begonnen. Der 27-Jährige drückt aktuell gemeinsam mit Andreas Goldberger, Andreas Kofler und Wilhelm Denifl die Schulbank.

Die Ausbildung sehe er als neue Aufgabe, die ihm Kraft gibt. "Da vergisst man dann auch, dass man im Rollstuhl sitzt", sagte Müller im Interview mit dem ORF. Ob er der Rolle trotz seiner inkompletten Querschnittlähmung gewachsen ist? "Dann muss ich halt den Rollstuhl wegtun", sagte Müller trocken.

Erst im vergangenen Juni postete er ein Video auf den sozialen Netzwerken, das ihn bei seinen ersten Schritten nach dem Unfall ohne Krücken zeigt. Im Rahmen der Skiflug-WM vor drei Jahren kam er so schwer zu Sturz, dass er seither an den Rollstuhl gebunden ist.

Lukas Müller: "Bin noch immer mit dem Rollstuhl da"

"Das war schon ein bisschen eine Sensation, dass ich wieder gehen kann. Manchmal hilft es, an Unmögliches zu glauben", sagte Müller, um aber zu relativieren: "So schön wie es ist, das Video zu veröffentlichen, so gibt es aber natürlich auch vieles, was sich seit meinem Unfall nicht verändert hat. Ich bin immer noch mit dem Rollstuhl da."

Nach der Trainerprüfung Ende September will Müller in jedem Fall nicht im Österreichischen Skiverband arbeiten. Nach seinem Unfall reichte er Klage gegen den ÖSV ein, da dieser den Zwischenfall in Bad Mitterndorf als Freizeitunfall einstufte. Der Verwaltungsgerichtshof gab Müller Recht und kategorisierte ihn aber als Arbeitsunfall.

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