Wintersport

Vater von Johannes Dürr: "Ich habe Angst um ihn"

Von SPOX Österreich
Johannes Dürr
© GEPA

Der Langläufer Johannes Dürr, dessen Aussagen in einer ARD-Fernsehdokumentation den bei der Nordischen Ski WM in Seefeld aufgeflogenen Dopingskandal ins Rollen gebracht haben sollen, soll selbst seit Jahren und bis zuletzt Eigenblutdoping betrieben haben. Er soll diesbezüglich bereits ein Geständnis abgelegt haben, teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck mit.

Dürrs neuerliche Doping-Beichte, nach dem Skandal 2014 in Sotschi, sorgt in seiner Heimatgemeinde in Göstling für betretene Stimmung: "Für uns ist das eigentlich niederschmetternd", spricht Bürgermeister Friedrich Fahrnberger mit dem ORF. Dürr habe bis zuletzt an einem Comeback gearbeitet, durch Crowdfunding 38.985 Euro von 184 Unterstützern bekommen haben. Er hätte sie genutzt, um wieder in den Langlauf-Sport einzusteigen. Fahrnberger war einer dieser Unterstützer: "Weil ich gewusst habe, dass er ein Sportler mit Leib und Seele ist und dass er es schaffen wird. Aber leider sind wir eines Besseren belehrt worden."

Vater von Johannes Dürr: "Er soll hören, dass sein Papa hinter ihm steht"

Eines Besseren wurde auch Franz Dürr, der Vater des bald 32-jährigen Johannes, belehrt. Im Interview mit dem ORF gesteht er, es würde ihm nicht gut gehen. Die Ereignisse rund um Johannes würden ihm schwer zu schaffen machen: "Ich muss schon sagen, dass ich mir Sorgen mache. Ich habe schon Angst um ihn, denn bei dieser Dopingsache steckt einiges dahinter." Franz würde den Kontakt zum Sohn intensivieren, ihm sagen, er würde immer hinter ihm stehen: "Gestern habe ich nicht mit ihm kommuniziert, obwohl ich gehört habe, dass er festgenommen wurde. Ich habe seiner Freundin eine SMS geschrieben, weil ich mir gedacht habe, er braucht jetzt einfach Unterstützung und Hilfe. Er soll hören, dass sein Papa hinter ihm steht, das ist mir wichtig. Ich will nicht, dass er alleine gelassen wird."

Egal, welche Fehler Johannes Dürr gemacht habe, der Vater ist nicht enttäuscht: "Man muss berücksichtigen, dass oft ein Umstand den anderen ergibt und viele Dinge ineinanderspielen." Franz hat die Geschichte nur aus den Medien mitbekommen. Er will den Kontakt zum Sohn nun intensivieren: "Ich werde zu ihm sagen: 'Hanni, komm her, egal, was du gemacht hast - du bist mein Hanni.'"

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