Wintersport

Witz-Wettkampf in Seefeld: Kraft holt Bronze, Kubacki springt von Platz 27 noch zu Gold

Von APA
Stefan Kraft
© GEPA

Mit viel Glück hat Stefan Kraft in einem zur Farce verkommenen Normalschanzen-Bewerb bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld noch Bronze geholt. Nach 93,5 und 101 Metern verpasste der Titelverteidiger am Freitag Gold gar nur um 3,5 Zähler. Die beiden Polen Dawid Kubacki und Kamil Stoch nutzten ebenfalls ihre guten Verhältnisse zum Doppelsieg.

Bei sehr nassem Schneefall hatten die Besten des ersten Durchgangs keine Chance: Halbzeitleader Ryoyu Kobayashi etwa fiel als Leader noch auf Platz 14 zurück, der zweitplatzierte Karl Geiger wurde auf Platz 18 durchgereicht. Philipp Aschenwald, nach dem ersten Durchgang noch 20., verbesserte sich auf Platz vier und verpasste Bronze und Kraft nur um 0,3 Zähler.

"So einen Wettkampf habe ich noch nie erlebt. Die Medaille habe ich. Dass das noch passiert, damit habe ich nicht gerechnet", sagte Kraft, der nach seinem Versuch im zweiten Durchgang noch resignierend abgewunken hatte. "Beim Wegfahren habe ich mir gedacht, ich werde langsamer und langsamer, ich habe trotzdem voll riskiert. Danach habe ich mir gedacht jetzt werde ich wieder Fünfter oder Sechster, weil ich gedacht habe, dass die zwei vorne schon die Qualität haben, dass sie es runterbringen. Anscheinend ist das Pech vom ersten Durchgang ein bisschen zurückgekommen", sagte Kraft.

Kraft: "Es war sicher wenig sinnvoll"

Der Doppel-Weltmeister von Lahti gab aber zu, dass dieser Bewerb alles andere als WM-würdig war. "Es war sicher wenig sinnvoll, wenn man das gesehen hat", sagte Kraft, fügte aber hinzu: "Wenn man sieht, dass die Besten vom ersten Training und der Quali auch jetzt vorne sind, dann kann es auch nicht ganz unfair gewesen sein. Ich war den Tränen sehr nahe, was passiert ist vom Sommer bis daher. Jetzt die zweite Medaille, das ist unfassbar. Mit dem hätte ich nie gerechnet, es geht wirklich ein Traum in Erfüllung."

Michael Hayböck wurde Neunter, Daniel Huber 21. und Jan Hörl war als 44. im ersten Durchgang ausgeschieden. Es war das insgesamt siebente Edelmetall für Österreich bei den Heim-Weltmeisterschaften: Der ÖSV hält nun bei drei Silber- und vier Bronze-Medaillen.

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