Wintersport

Hendlsuppe und viel Schlaf machten Hirscher fit für RTL-Silber

Von SPOX Österreich/APA
Marcel Hirscher
© GEPA

Silber im RTL glänzte für Marcel Hirscher am Freitagabend besonders schön, hatte der Salzburger davor doch tagelang mit seiner Gesundheit zu kämpfen. Am liebsten hätte sich der Vizeweltmeister einfach krankgemeldet, verriet er nach dem Rennen.

Frage: Wie geht es Ihnen?

Hirscher: "Ich bin sehr glücklich, dass es ich es auf das Podium geschafft habe, aber ich bin müde und freue mich, wieder ins Bett zu kommen. Hoffentlich ist mein körperlicher Zustand am Sonntag auch so wie heute. Heute war es kein Problem, es war gut. Gestern um die Zeit habe ich mir gedacht, keine Chance. Aber jetzt habe ich eine Silbermedaille mehr in meiner Kollektion. Top, dass ich an den Start gehen konnte, ich bin schon froh, weil das nicht so selbstverständlich war."

Frage: Ingemar Stenmark sagt, dass Sie definitiv seinen Rekord von 86 Weltcupsiegen brechen können, wenn Sie die Motivation dazu haben. Wie groß ist diese?

Hirscher: "Gestern war das sicherlich so ein Tag, wo man sich manchmal überlegt, ob man nicht lieber in den Krankenstand gehen möchte und seinen Chef anruft und sagt, sorry, ich bin heute krank, heute wird das nichts. Da sind die Tage, wo du durchbeißen musst, wo man ordentlich über seine Grenzen hinausgehen muss. Schlussendlich war ich heute wirklich zu hundert Prozent fit und habe das Rennen sehr gut bestreiten können. Toll, dass man so ein Team um sich hat, von Hendlsuppe angefangen bis viel schlafen haben wir versucht, dass ich mich erfange."

Frage: Wieso glauben Sie, dass Sie in Österreich als Verlierer gelten, wenn Sie "nur" eine Silbermedaille holen?

Hirscher: "Wenn wir nach Sonntag keine Goldmedaille haben, außer die Kollegen springen ein ..... Man erwartet von mir nach zehn Saisonsiegen, dass ich in diesen zwei Rennen einmal oben stehe. Da müsste jetzt jeder von euch lügen, wenn er sagt nein. Ich erhoffe mir das selbst ja auch. Jetzt vielleicht gerade aktuell nicht, aber am Start ist es mir gut gegangen, es gibt keine Ausrede. Ich habe alles gegeben, ich habe alles versucht. Ich kann mir nichts vorwerfen. Henrik (Kristoffersen/Anm.) war heute besser, Hut ab, er kann das einfach am besten. Deshalb ist er für mich auch am Sonntag im Slalom der große Favorit, weil er Salz liebt."

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