Wintersport

Kilian Albrecht fordert Ski-WMs in den USA

Von SPOX Österreich
Kilian Albrecht will Ski-WMs in den USA sehen.
© GEPA

Kilian Albrecht hat sich in einem Interview zur aktuellen Ski-WM in Are geäußert. Der frühere ÖSV-Slalom-Profi und heutige Manager von Mikaela Shiffrin setzt sich für die Parallelrennen im Weltcup ein, kritisiert die FIS aber für Fehler in der Testphase. Die WM würde er anstatt in Schweden lieber in den USA sehen.

"Der Ski-Weltcup wird unter Wert verkauft. Aber das ist eine politische Angelegenheit: Zu viele können mitreden, statt dass eine Spezialgruppe das in die Hand nimmt und durchzieht", sagte Albrecht in der Kleinen Zeitung.

Als größtes Beispiel nennt der 45-Jährige den Umgang mit der Kombination. "Seit zehn Jahren redet man die Kombination schlecht, aber man hat weder etwas verbessert, noch hat man sie abgeschafft", monierte Albrecht.

Dass die FIS stattdessen auf Parallelrennen setzt, ohne diese im Vorfeld ausgiebig getestet zu haben, kritisierte Albrecht. "Wenn du in der Wirtschaft mit einem unausgereiften Produkt auf den Markt gehst, fährst du in zwei Monaten an die Wand. Keiner kennt sich da aus, dabei ist das Produkt ja gar nicht schlecht", sagte er.

Kilian Albrecht über die Ski-WM in Are

Bei den derzeit laufenden Titelkämpfen im schwedischen Are konnte Albrecht neben der Goldmedaille von Shiffrin im Super-G auch einen Triumph von Ilka Stuhec, für die Albrecht ebenfalls arbeitet, bejubeln. Dennoch bezeichnete er die Speed-Bewerbe als "schwierig", da sie nicht auf der ganzen Strecke stattfanden.

"Und was die Zuschauer betrifft: Wenn man viele will, muss man woanders fahren", sagte Albrecht, und nannte dabei neben Österreich, Schweiz und Deutschland auch die USA. "In Vermont waren zwei Mal 18.000 Fans bei den Rennen, das sind mehr als in Flachau. Nicht vergessen: In den USA gibt es mindestens so viele Leute, die Skifahren interessiert, wie in Österreich, nur sind das prozentuell halt wenige", hielt Albrecht fest.

Albrecht selbst war 17 Jahre lang im Ski-Weltcup unterwegs. Bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City verpasste er die Bronzemedaille im Slalom um vier Hundertstelsekunden. Aufgrund ausbleibender Ergebnisse flog er in den Folgejahren aber aus dem ÖSV-Kader und startete in den letzten Saisons seiner Karriere für Bulgarien.

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