Wintersport

Damen-Springen: Starker zweiter Sprung beschert Daniela Iraschko-Stolz Medaille

Von SPOX Österreich
Daniela Iraschko-Stolz
© GEPA

Abseits des Doping-Skandals schreibt der österreichische Skiverband bei der WM in Seefeld auch positive Schlagzeilen: Daniela Iraschko-Stolz holt sich beim Damen-Springen die Bronze-Medaille. Kollegin Eva Pinkelnig, nach dem ersten Durchgang auf Rang Vier, belegt am Ende den undankbaren fünften Rang. Gold geht erwartungsgemäß an die Norwegerin Maren Lundby.

Die 24-jährige Norwegerin triumphierte hauchdünn vor der Deutschen Katharina Althaus (259,1). Die Österreicherin Jacqueline Seifriedsberger wurde 16. (212,3), Chiara Hölzl kam über Rang 26 (201,6) nicht hinaus.

Für Iraschko-Stolz ist es bereits die fünfte WM-Medaille, wie in Falun 2015 glänzte sie in Bronze. 2011 hatte sie zudem Gold in Oslo gewonnen, 2017 in Lahti Silber im Mixed. Der Erfolg ist besonders hoch einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass die Wahl-Tirolerin im Vorfeld der WM durch eine Lungenentzündung gehandicapt wurde. "Der Stellenwert dieser Medaille ist sehr hoch, denn die Vorzeichen waren nicht sehr gut. Ich war so antriebslos und energielos. Es ist einfach unglaublich", sagte Iraschko-Stolz.

Zweithöchste Weite im Finale sorgt für Bronze

Sie hatte nach einer enttäuschenden Vorstellung samt Landung nach 101 Metern im ersten Durchgang noch den Turbo gezündet. Mit 105,5 Metern zeigte sie im Finale die zweithöchste Weite und stieß damit die zur Pause drittplatzierte Deutsche Juliane Seyfarth noch vom Podest. "Ich glaube, oft fehlt mir das Gefühl, das gewisse Extra. Wenn man einen so braven Sprung macht, ist das frustrierend. Der zweite war natürlich leicht. Entweder ich springe weit oder lande bei 60 Metern. Heute habe ich das ganze Glück auf meiner Seite gehabt", resümierte die Bronze-Medaillen-Gewinnerin.

Der zweite Sprung sei richtig lässig gewesen. "Mir wär's egal gewesen, was ich geworden wäre", so Iraschko-Stolz. Der Medaillenregen muss für sie bei der Heim-WM noch nicht zu Ende sein. Genauso wie auch Pinkelnig wird sie am Samstag (16.00 Uhr) noch im Mixed-Bewerb an den Start gehen.

Medaillenspiegel Seefeld 2019: Der Stand nach 14 von 22 Bewerben

PlatzNationGoldSilberBronzeGesamtanzahl
1Norwegen83516
2Deutschland5207
3Schweden1203
4Russland0325
5Österreich0235
6Italien0112
7Slowenien0101
8Schweiz0011
8Japan0011
8Finnland0011
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