Wintersport

Hans Knauß: ORF-Experte, Ex-Weltcup-Fahrer, Motorsportler

Von SPOX Österreich
Hans Knauß ist ORF-Experte.
© GEPA

Hans Knauss hat bereits im Dezember 2004 seine aktive Karriere als Fahrer im alpinen Skiweltcup beendet, ist als TV-Experte für den ORF allerdings weiterhin auf beinahe jeder Abfahrts-Strecke der Welt zu sehen. Seine Laufbahn musste er ungewollt aufgrund einer Dopingsperre beenden, stattdessen startete er einen Ausflug in den Motorsport.

In einer Dopingprobe im Rahmen der Weltcup-Abfahrt von Lake Louise im Jahr 2004 wurde Knauss ein anaboles Steroid nachgewiesen. Die FIS sperrte das ÖSV-Speed-Ass daraufhin für 18 Monate. Um bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin teilnehmen zu können, klagte er gegen die Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof, seine Klage wurde allerdings abgewiesen.

Daraufhin gab er seinen Rücktritt vom Profisport bekannt. Ein Nahrungsergänzungsmittel soll für die erhöhten Werte verantwortlich gewesen sein, Knauß einigte sich mit dem Hersteller nach einer Klage auf einen außergerichtlichen Schadenersatz.

Während er bereits als aktiver Rennläufer immer wieder an Motorsportrennen teilnahm, intensivierte der Steirer sein Hobby und fuhr unter anderem mit einem Lamborghini Gallardo einige Rennen der FIA-GT3-Europameisterschaft. Seit der Ski-Saison 2005/2006 ist er beim ORF tätig und bildet mit Thomas Sykora, Alexandra Meissnitzer, Armin Assinger und Co. das Expertenteam.

Hans Knauß: Familienvater zweier Kinder

Der dreifache Medaillengewinner feierte im Jänner 1999 seinen einzigen Sieg in einer Weltcup-Abfahrt - beim Klassiker in Kitzbühel. Insgesamt stand der Mann aus Schladming sieben Mal in seiner Karriere auf dem Podium ganz oben. Er war auch Teil des legendären ÖSV-9-fach-Triumphs in der Abfahrt am Patscherkofel.

Knauß ist mit seiner Frau Barbara liiert und hat eine Tochter und einen Sohn. Abseits des Profisports ist Knauß als Immobilien-Mogul tätig.

Hans Knauß: Steckbrief, Podestplätze im Ski-Weltcup

  • Geboren am: 09. Februar 1971

  • Karriere-Debüt im Weltcup: 28. November 1992

  • Karriereende: 17. Dezember 2004

  • 7 Siege im Ski-Weltcup

  • Dreifacher Medaillengewinner bei Großereignissen
    • Vizeweltmeister im Riesenslalom (St. Moritz 2003)
    • Bronzemedaillengewinner im Super-G (Vail 1999)
    • Olympia-Silber im Super-G (Nagano 1998)
WeltcupsiegeOrtDisziplin
Dezember 1995Alta BadiaRiesenslalom
Jänner 1996ValloireSuper-G
Dezember 1996Val d'IsereSuper-G
März 1998KvitvjellSuper-G
Jänner 1999KitzbühelAbfahrt
Jänner 2003AdelbodenRiesenslalom
März 2003LillehammerRiesenslalom
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