Wintersport

Horror-Saison für ÖSV-Adler - Ex-Cheftrainer Alexander Pointner: "Das ist erschreckend"

Von SPOX Österrecih
Alexander Pointner: Schimpftirade gegen den ÖSV
© GEPA

Wenn Ende März der letzte Bewerb der Skispringer über die Bühne gegangen ist, wird man im Lager der heimischen Adler froh sein, den überschaubar erfolgreichen Winter endlich hinter sich gebracht zu haben. Gerade einmal sechs Podestplätze konnten Stefan Kraft und Co. in dieser Saison in Einzelspringen einfahren. Bei der Vierschanzen-Tournee und den olympischen Spielen ging man gar komplett leer aus.

Zudem ist man auch in der Nationenwertung vom Stockerl gefallen. Gegen Norwegen, Deutschland und Polen sahen die ÖSV-Adler, trotz zuletzt aufsteigender Form, blass aus. Ein Umstand, der nicht nur in der ÖSV-Führungsriege für Diskussionen sorgen wird.

"Die Zahlen lügen mit Sicherheit nicht. Erschreckend ist, wenn man im Nationencup mit den Ressourcen und Möglichkeiten des ÖSV nicht vorne dabei ist", findet der ehemalige Cheftrainer Alexander Pointner gegenüber Servus TV klare Worte zur veritablen Krise der rot-weiß-roten Adler.

Vettori oder Kuttin? Wer übernimmt beim ÖSV die Verantwortung?

Und der 47-Jährige weiß auch, woran es liegt, dass die heimischen Skispringer, die eigentlich durch den dritten Platz von Kraft einen guten Saisonauftakt hingelegt haben, schließlich solch eine Bruchlandung hingelegt haben. "Es braucht den Mut zur Lücke. Wenn man Wochenende für Wochenende neue Dinge probiert, kommt man in einen Arbeitsprozess, der nervös machen kann", so Pointner.

Und für den ehemaligen Chefadler ist klar, es fehlt jemand an der Spitze, der die Verantwortung übernimmt: "Wer hat derzeit das Sagen? Wer übernimmt die Verantwortung? Sportdirektor Ernst Vettori oder Cheftrainer Heinz Kuttin? Bei der Vierschanzentournee war Kuttin bei keinem der vier Springen am Turm. Und dann muss sich auch nur Kraft vor den Kameras rechtfertigen, warum es nicht läuft."

Die Skisprung-Nationenwertung nach 23 von 30 Wettbewerben

RangNationPunkte
1.Norwegen5211
2.Deutschland4842
3.Polen4382
4.Österreich2929
5.Slowenien2264
6.Japan2049
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