Olympia

Darum weinte Lindsey Vonn bei der Olympia-Pressekonferenz

Von APA
Lindsey Vonn

US-Skistar Lindsey Vonn will bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme vor allem für ihren kürzlich verstorbenen Großvater erfolgreich sein und zum zweiten Mal Olympiasiegerin werden. "Ich wünsche mir sehr, dass ich gut bin, für ihn. Ich vermisse ihn sehr. Ich weiß, dass er zusieht. Ich möchte für ihn gewinnen", sagte Vonn am Freitag in Pyeongchang.

Nach dieser Aussage kamen ihr bei der Ankunfts-Pressekonferenz vor hunderten Journalisten die Tränen. Ihr Großvater Don Kildow (88) war vergangenes Monat gestorben. Kildow hatte in den 1950er-Jahren in der US-Armee auch in Südkorea gedient. "Er wird mir helfen und ich werde für ihn gewinnen", sagte Vonn.

Vonn verzichtet auf Riesentorlauf

Auf einen Start im Riesenslalom am Montag verzichtet Vonn in Südkorea aber. "Ich fahre Abfahrt, Super-G und die Kombination. Ich habe mich gegen den Riesenslalom entschieden, weil das nicht gut ist mit meinem Knie", sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010.

Vonn hatte mehrere Kreuzbandrisse und verpasste deswegen auch die Spiele vor vier Jahren in Sotschi. Auf die Frage, was sich seit ihrem Sieg in Kanada vor acht Jahren und den letzten Olympischen Spielen ihrer Karriere verändert habe, sagte sie: "Ich war 2010 eine gesündere Sportlerin, aber jetzt bin ich eine stärkere Sportlerin. Ich möchte hinter meine Karriere ein Ausrufzeichen setzen."

Ziel: Stenmark-Rekord übertrumpfen

Vonn wird nach den Winterspielen in Südkorea übrigens eine Weltcup-Pause einlegen. "Nach den Spielen werde ich nach Hause fahren und ein paar Weltcups verpassen", sagte sie. Beim Weltcup-Finale in Aare in Schweden werde sie dann wieder dabei sein.

Die Amerikanerin verzichtet demnach auf Crans Montana und Ofterschwang. Mit 81 Siegen ist Vonn die erfolgreichste Fahrerin der Weltcup-Geschichte. Sie werde "auf jeden Fall" noch eine weitere Saison fahren und versuchen, die 86 Siege von Rekordhalter Ingemar Stenmark aus Schweden zu übertreffen.

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