Reichelt kritisiert FIS in Sicherheitsfrage

Von APA
Freitag, 15.12.2017 | 12:20 Uhr
Hannes Reichelt zeigt sich in Sicherheitsfragen enttäuscht von der FIS
© GEPA
Advertisement
Dubai Tennis Championships Women Single
Live
WTA Dubai: Viertelfinale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Tag 4
Premier League Darts
Premier League: Berlin
NHL
Islanders @ Maple Leafs
NBA
Clippers @ Warriors
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Halbfinale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Viertelfinale
Six Nations
Frankreich -
Italien
NBA
Timberwolves @ Rockets
Six Nations
Irland -
Wales
Dubai Tennis Championships Women Single
WTA Dubai: Finale
Budapest Grand Prix Women Single
WTA Budapest: Halbfinale
Six Nations
Schottland -
England
NCAA Division I
Michigan @ Maryland
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Halbfinale
NCAA Division I
Wichita State @ SMU
King Of Kings
King of Kings 54
Pro14
Scarlets -
Ulster
NBA
Magic @ 76ers
World Championship Boxing
Srisaket Sor Rungvisai vs Juan Francisco Estrada
NHL
Oilers @ Kings
Premiership
London Irish -
Worcester
Premiership
Saracens -
Leicester
Budapest Grand Prix Women Single
WTA Budapest: Finale
Delray Beach Open Men Single
ATP Delray Beach: Finale
NBA
Spurs @ Cavaliers
NHL
Bruins @ Sabres
NBA
Warriors @ Knicks
NBA
Wizards @ Bucks
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Tag 3
NHL
Sabres @ Lightning
NBA
Rockets @ Clippers
Premier League Darts
Premier League: Exeter
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Viertelfinale
NBA
Lakers @ Heat
UK Open
UK Open: Tag 1 -
Session 1
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Viertelfinale
UK Open
UK Open: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Edinburgh -
Munster
Premiership
Harlequins -
Bath
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Halbfinals
NBA
Raptors @ Wizards
UK Open
UK Open: Tag 2 -
Session 1
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Halbfinale
NHL
Blues @ Stars
Abierto Mexicano TELCEL Women Single
WTA Acapulco: Finale
NCAA Division I
North Carolina @ Duke
NBA
Celtics @ Rockets
World Championship Boxing
Deontay Wilder vs Luis Ortiz
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Igor Mikhalkin
Liga ACB
Gran Canaria -
Valencia
UK Open
UK Open: Viertelfinale
Brasil Open Men Single
ATP Sao Paulo: Finale
UK Open
UK Open: Viertelfinale
NBA
Pistons @ Cavaliers
Tie Break Tens
Tie Break Tens -
New York (Frauen)

Die Sicherheitsdebatte im alpinen Skisport scheint trotz zweier tödlicher Unfälle in diesem Winter eingeschlafen. Ansatzpunkt gebe es genug, finden zumindest die österreichischen Speed-Herren - Airbag-Weste und dickere Rennanzüge wären zwei. "Aber da läufst du gegen eine Wand", sieht Hannes Reichelt Versäumnisse beim Ski-Weltverband (FIS). "Wir sind einfach komplett ungeschützt."

"Das Einzige, was wir haben, ist der Rückenprotektor und das bei den Knien", machte Reichelt deutlich. Es brauche "erstens einmal einen viel dickeren Rennanzug, dann ein paar Lederanteile. Also einfach, dass man sich in Richtung Motorrad orientiert."

Mit dem von der Firma Dainese entwickelten und im Weltcup seit zwei Jahren verwendeten Airbag ist der Salzburger nicht mehr unterwegs. "Es ist ein aerodynamischer Nachteil, und ich krieg so schwer Luft auch", argumentierte Reichelt.

Unverständnis im ÖSV-Lager

Im ÖSV-Team ist er nicht der einzige Athlet, der "oben ohne" fährt, und auch international setzen nach anfänglich positiven Signalen immer weniger auf das System. Knackpunkt sei die Freiwilligkeit, nimmt Reichelt den Ski-Weltverband FIS in die Pflicht. "Es müssen Vorschriften sein, dann hat es jeder zu machen, dann ist es für jeden gleich", betonte er.

Vincent Kriechmayr, der mit Airbag-Weste fährt, schlägt sich auf die Seite seines Teamkollegen. "Ich kann das nicht verstehen, dass darüber diskutiert wird, ob das sicher ist oder nicht. Natürlich bringt er was. Aber so lange die FIS da nicht mithilft und ein Machtwort spricht, wird sich nie was ändern", meinte der Oberösterreicher.

Reichelt frustriert

Als Athletensprecher hat Reichelt zumindest Zugang zu den Prozessen innerhalb des Weltverbandes. Doch wirklich etwas bewegen könne er nicht. "Ich habe mir gedacht, ich kann was verändern, aber da läufst du gegen eine Wand", kritisierte der 37-Jährige. "Wahrscheinlich sitzen die falschen Leute dort, die so etwas entscheiden", wurde er konkreter. "Es sind verschiedene Gremien, wo solche Sachen durchlaufen müssen. Und oft ist es so, dass jeder seinen Job verteidigen möchte."

Verschiedene und widerstrebende Interessen würden eine große Rolle spielen, meinte auch ÖSV-Speedchef Sepp Brunner. "Es ist schon einmal mehr darüber geredet worden", stellte der Steirer fest. Fakt ist, dass Dainese in Konkurrenz zu anderen Firmen steht, die ähnliche Konzepte entwickeln oder bereits vorgelegt haben.

Die durch Herstellung und Marketing hohen Kosten spielen eine große Rolle. Wenn Dainese nicht im Ausrüsterpool eines nationalen Verbandes ist, kommt die Anschaffung teuer. "Wenn ein Junger stürzt und es gibt eine Auslösung, dann muss er ihn ersetzen", erklärte Brunner.

Permanente Strecken könnten helfen

Was der Airbag und andere Protektoren bei den tödlichen Trainingsstürzen von David Poisson und Max Burkhart ausrichten hätten können, wird sich freilich nicht mehr feststellen lassen. Brunner ist prinzipiell gerade auch für Nachwuchsathleten die Schaffung von mehr permanenten Trainingsstrecken mit größtmöglicher Sicherheit ein Anliegen.

"Für mich ist ein Vorbild Copper Mountain. Die haben das schon vor Jahren zusammengebracht. Ich glaube, in die Richtung muss man jetzt Anstöße geben", sagte er. "Man braucht ein Geld für so etwas, das ist klar. Aber der Skisport ist eine große Sportart, und der Abfahrtssport sehr wichtig, gerade für Österreich, Schweiz und Italien. Ich glaube, da ist zu wenig die letzten Jahre gemacht worden."

In Österreich sei Saalbach eine sichere Strecke, "aber man braucht vielleicht auch im Osten und im Westen irgendetwas". Grundsätzlich werde ein Restrisiko aber immer bestehen, ist sich auch Brunner bewusst.

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung