Kitz-Sieger Matthias Mayer: Sein steiniger Weg zurück

"War schwierig, das Ganze zu überwinden"

Von APA
Freitag, 20.01.2017 | 19:02 Uhr
Matthias Mayer hat nach seinem Sturz in Gröden viel durchgemacht
Advertisement
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Live
Grand Slam Of Darts: Finale
NBA
Live
Wizards @ Raptors
NHL
Islanders @ Hurricanes
NHL
Blue Jackets @ Sabres
NBA
Wizards @ Bucks
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika

Matthias Mayer hat für einen goldenen Auftakt für Österreich in die Hahnenkamm-Rennen gesorgt. Der Super-G-Sieg in Kitzbühel war aber auch ein Erfolg über sich selbst.

"Ich habe lange dafür gebraucht, den Gedanken aus dem Kopf zu bekommen, dass es mich wieder herhauen könnte", sagte der Kärntner Skirennläufer, der sich 2015 bei einem Abfahrtssturz in Gröden Wirbelbrüche zugezogen hatte. Es war erst Mayers achtes Rennen seit dem im vergangenen Dezember in Val d'Isere gegebenen Comeback, als Vierter im Gröden-Super-G hatte er schon am Podest geschnuppert.

"Es hat sich abgezeichnet, ich habe gemerkt, dass ich wieder um das Stockerl und auch um den Sieg mitfahren kann, wenn alles zusammenpasst. Ich habe das schon gewittert, muss ich sagen", meinte der 26-Jährige, der sich wie so viele, die in Kitzbühel gewinnen, einen "Kindheitstraum" erfüllte. Es war der vierte Weltcupsieg seiner Karriere.

"Habe mich nicht getraut, voll zu fahren"

Der Weg zurück war aber schwierig, verhehlte er nicht, auch wenn es an Motivation nie mangelte. "Es war ein harter Kampf. Ich hatte die Gedanken von dem, was passiert ist, immer wieder im Kopf und mich nicht getraut, voll zu fahren. Es war schwierig, das Ganze zu überwinden. Heute habe ich ihn runtergelassen. Ich habe nicht lange nachgedacht, einfach Gas gegeben, bin die Übergänge auf Zug gefahren. Hausbergkante und Traverseneinfahrt haben den Zeitunterschied ausgemacht. Das waren heute 100 Prozent und ich hoffe, das wird auch in Zukunft so sein."

Als er registrierte, dass auf der Anzeigentafel die Eins aufleuchtete, kam die Freude, später die Erleichterung. "Im Super-G muss man sehr viel riskieren, man weiß nicht immer, ob es richtig schnell ist, was man getan hat oder nicht. Von dem her war ich mir nicht ganz sicher, ob es gepasst hat." Es passte so gut, dass sich der Abfahrts-Olympiasieger nun daheim neben seine zwei silbernen Gämse von den zweiten Super-G-Rängen aus den Jahren 2013 und 2015 auch eine in Gold dazustellen darf.

"Kitzbühel ist das Größte"

Nach dem üblichen Interview-Marathon folgte am Abend noch die Siegerehrung, Mayer hoffte dennoch, etwas zur Ruhe kommen zu können. "Das wird extrem lange heute. Ich werde mich fokussieren und mit Ruhe in die Abfahrt reingehen. Ich würde auch die Abfahrt gerne gewinnen, ganz klar. Aber das wird vielleicht die schwierigste Abfahrt, die ich je in meiner Karriere gefahren bin. Sehr tough, eisig, schlagig. Aber ich liebe es. Das können wir jedes Mal machen."

Mit Mayer freuten sich nicht nur die Tausenden Skifans ("Heimrennen ist halt Heimrennen und Kitzbühel ist das Größte, wirklich Wahnsinn"), sondern auch die Teamkollegen. "Ich freue mich für ihn, er ist sauber gefahren. Der, der das Beste zeigt an dem Tag, hat es voll verdient zu gewinnen", sagte Max Franz (5.).

Jansrud gratuliert

Und auch Hannes Reichelt (Disqualifikation wegen Torfehlers) gratulierte: "Dem Mothl gönne ich es vom Herzen. Nach so einer Verletzung musst erst wieder den Mut haben, am Limit zu fahren. Respekt, das taugt mir für ihn." Auch Vincent Kriechmayr (13.) zollte Respekt. "Du musst da runter gut Skifahren. Der beste Skifahrer hat gewonnen - und das ist der Mothl."

Und auch wenn die Siegesserie von Kjetil Jansrud (9.) endete, ein fairer Sportsmann blieb der Norweger: "Gut, Matthias gewinnen zu sehen, das ist ein guter Tag für den Skisport." Alles Worte, die Mayer mit Demut annimmt. "Kjetil ist zu mir zum Gratulieren gekommen. Er findet es echt super, hat er gesagt. Man freut sich gegenseitig, gerade wenn so was passiert wie bei mir mit dem Sturz. Schön, wenn man sieht, dass sich die Leute mitfreuen."

Das Ergebnis

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung