Tennis

Risikoreiches Comeback: Mit künstlicher Hüfte zurück im Profi-Sport

Von SPOX Österreich
Andy Murray
© getty

Es war ein Rücktritt unter Tränen: Bei den Australian Open verkündete der schottische Tennis-Star Andy Murray seine temporäre Auszeit. Aufgrund einer bevorstehenden Hüft-OP musste er zwangsläufig pausieren. Nun will Murray wieder Vollgas geben. Trotz des Ausschieds im Wimbledon Mixed-Doppel mit Serena Williams, will sich der dreifache Major-Sieger weiter in den Paar-Wettbewerben messen.

Es ist ein gewagter Schritt, den der Schotte nach nur einem halben Jahr Pause machen möchte. Im Januar konnte er dem Druck der Schmerzen nicht mehr standhalten und verabschiedete sich aus der Öffentlichkeit. Mit 32 Jahren war dies eine Entscheidung, die für ihn das Karriere-Aus bedeuten könnte.

Allerdings hätte das Risiko einer unbehandelten Hüfte noch größere Auswirkungen nach sich gezogen, die für langfristige Schäden sorgen hätten können. Aus diesem Grund begab sich Murray in die Hände des New Yorker Arztes Dr. Edwin Su, wie Tennismagazin berichtet, der bereits den Doppel-Profispieler Bob Bryan behandelte.

Neue Methode verspricht schmerzfreien Erfolg

Eine neuartige Operation soll den erhofften Erfolg auf das positive Comeback im Sport vorbereiten. Bei dem Eingriff wird das Hüftgelenk komplett abgeschliffen und mit einer Metallverbindung aus Kobalt und Chrom umhüllt. Somit werden die Schmerzen fast vollständig umgangen, da es sich bei der künstlichen Gelenkverbindung nur um ein Teileingriff handelt. Es klingt nach der Hoffnung ohne Nebenwirkungen, doch auch diese Operationsmethode kann Risiken bergen. Durch die Metalllegierung können beispielsweise die Blutwerte verunreinigt werden, wodurch eine Osteolyse herbeigeführt wird, wie Betway berichtet. Osteolyse bezeichnet den voranschreitenden Knochenabbau, der durch die Verunreinigung im Blut verursacht wird und eine der häufigsten Komplikationen bei einer Hüftoperation bezeichnet.

Stiller Neustart

Sollte dieser Fall eintreten, wäre die Karriere für Andy Murray beendet. Doch die Erfolge, die sein Tennis-Kollege Bryan trotz Behandlung feiert, lassen hoffen, dass auch Murray das Glück auf seiner Seite hat. Es wäre dem schottischen Tennis-Ass zu wünschen. Denn die Siegesserie seiner erreichten Spiele ist lang: Als einziger Spieler der Tennis-Historie sicherte er sich olympisches Gold, räumte 2013 sowie 2016 in Wimbledon ab und konnte 2012 Novak Djokovic in drei Sätzen besiegen. Eine Glückssträhne, die auf hartem Training und vollem Einsatz beruht. Zu diesen Ehren will Murray zurück.

Der Start in Wimbledon verlief noch nicht nach Plan. Im Doppel mit seinem französischen Spielpartner Pierre-Hugues Herbert schaffte er es nicht in die nächste Runde und flog aus dem Wettbewerb. Dabei ist es dem Schotten hoch anzurechnen, dass nur vier Monate Ruhephase genügten, um wieder am Spiel teilzunehmen. Es ist ein Anfang, der still und leise ins Rollen kommen muss, bevor die alten Kräfte zurückkehren. Bleibt zu hoffen, dass die einstige Erfolgsserie durch den Eingriff keinen Schaden genommen hat.

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