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ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson will in Dänemark für Furore sorgen

Von APA
Patrekur Johannesson
© GEPA

Bei der laufenden Handball-WM in Deutschland und Dänemark ist Patrekur Johannesson einer von fünf isländischen Trainern (inkl. Schweden, Bahrain, Japan und Island). Der 46-Jährige ist seit 2011 das Gesicht von Österreichs Aufschwung, ab Sommer will er mit dem dänischen Club Skjern aber auch in der Champions League für Furore sorgen.

Mit Skjern, rund 40 Kilometer vom WM-Spielort Herning entfernt, hat Johannesson einiges vor. "Die Erwartungen sind natürlich groß, die Top-Drei sind ein Muss", erklärte der 46-Jährige. "Skjern ist ein Topverein, die Strukturen sind top. Und zu den Heimspielen kommen 2.500 Leute", sagte Johannesson. Nicht nur in der Halle ist das Interesse groß: Die CL-Partien gegen PSG und zweimal Szeged verfolgten im 5,7-Millionen-Einwohner-Land durchschnittlich gut 280.000 Menschen im TV.

Die CL wird sich - so wie 2018/19 - in der kommenden Saison vielleicht nicht ausgehen, derzeit liegt Skjern nur auf Platz sieben. Johannesson unterzeichnete aber einen Dreijahresvertrag, an seiner Seite steht mit Claus Hansen ein Mann, der zuletzt für Dänemarks Nachwuchs verantwortlich zeichnete. Beim zweifachen dänischen Meister erwartet man, "dass wir auch in Zukunft ein fester Bestandteil der Spitze des dänischen Handballs bleiben", wie Skjerns Vorstandsvorsitzender Carsten Thygesen meinte.

Das Engagement beim dänischen Champions-League-Teilnehmer ist die bisher bedeutendste Station Johannessons auf Clubebene. Abgesehen von Engagements bei diversen Vereinen in seiner Heimat, trainierte er 2010/11 den deutschen Zweitligsten Emsdetten. "Damals hätte ich dort bleiben können, habe mich dann aber auch aus privaten Gründen für meine Heimat entschieden, wo ich auch Sportdirektor war", sagte Johannesson, der in der Dänemark-Partie zum 103. Mal an Österreichs Seitenlinie stand und Rainer Osmann (102) überholte. Nur noch Vinko Kandija (131) hat mehr Länderspiele für Rot-Weiß-Rot am Konto.

Kritik an seinem Engagement im Hinblick auf die Doppelbelastung bei Österreichs Nationalteam, kann er nicht nachvollziehen. Schließlich trainiert er aktuell den isländischen Club Selfoss, coachte auch in der jüngeren Vergangenheit in seiner Heimat. Mit einer zweijährigen Pause zwischen 2015 und 2017. "Als ich trainierte habe, hat sich Österreich für Großereignisse qualifiziert. Als ich pausiert habe, aber nicht. Was ist also besser?", fragte er rhetorisch.

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