Mehrsport

Thiem lüftet seine mysteriösen Probleme

Von APA
Dominic Thiem bei seinem Heimturnier
© GEPA

Das "Geheimnis" rund um die Verletzung von Dominic Thiem ist am Samstag von seinem Coach Günter Bresnik gelüftet worden. Der Weltranglisten-Sechste hat an beiden Füßen schmerzhafte, offene Stellen zwischen den Zehen. Eine zumindest dreitägige Spielpause und Salbenbehandlung soll Thiem bis Paris wieder fit bekommen, laut ärztlicher Aussage hat er für kommende Woche grünes Licht bekommen.

"Grundsätzlich geht es ihm gut, er ist nicht schwer bedient und ich halte es nicht für schlau, wenn man dann die Entschuldigung bei kleineren Verletzungen sucht. Wenn man am Platz geht, ist man wettkampftauglich", stellte Bresnik im ORF klar. Allerdings gab Bresnik dann doch bekannt, was die ursprünglich geheim gehaltene Verletzung ist. "Dominic hat offene Wunden zwischen der vierten und fünften Zehe an beiden Füßen. Das hat sich in den letzten Wochen verschlechtert. Dominic spricht nicht sehr viel über solche Dinge", sagte Bresnik. Sein Schützling versuche dies "immer im stillen Kämmerlein" zu lösen.

Aufreißende Hornhaut bei Thiem

Auf einem Fuß hatte Thiem dies auch schon in Monte Carlo beklagt. Damals habe der dortige Turnierarzt das Problem mit einem kleinen Eingriff lösen können. Es handelt sich dabei nicht um Blasen, sondern aufreißende Hornhaut, die dann zu offenen Stellen führt. Ein Spezialist in Baden habe die Situation aber entschärft. "Es wird in drei bis vier Tagen wieder so verheilt sein, dass keine Infektionsgefahr mehr besteht", so Bresnik. Daher stehe einer Teilnahme in Paris nichts mehr im Wege.

Am Sonntag in zwei Wochen beginnen die ATP World Tour Finals in London, dafür bestehe kein Risiko. "Die Möglichkeit noch ein Match zu haben, mit hoffentlich ausgeheilten Füßen, halte ich für wichtiger, als die Möglichkeit, dass das wieder aufbrechen könnte."

Problem auf beiden Füßen aufgetreten

Kritisch äußerte Bresnik allerdings, dass ihm sein Schützling erst diese Woche davon berichtet hat, dass das Problem in Asien nun auf beiden Füßen aufgetreten ist. "Es war nicht sonderlich schlau, dass man das nicht früher in ärztliche Hände übergeben hat."

Grundsätzlich geht es Österreichs Nummer eins aber wieder besser. "Ich war heute mit ihm Mittagessen. Er spürt so jetzt gar nichts mehr", sagte Bresnik später gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. "Wenn er das noch ein paar Tage länger behandelt, gehe ich davon aus, dass das komplett zu ist." Auf die Frage, ob Thiem eigenständig zunächst entschieden habe, Paris nicht zu spielen, sagte Bresnik: "Das habe schon ich entschieden, dass er nicht spielt. Ich habe ihm noch auf dem Platz draußen gesagt: Paris kannst vergessen. Dann habe ich mir das anders überlegt", sagte er schmunzelnd. Natürlich, weil die Arzt-Konsulationen einen weit positiveren Ausblick ermöglichten.

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