"Bin zu normal für einen Hype"

Von APA
Dienstag, 19.09.2017 | 11:20 Uhr
Schon in Wels gemeinsam bei der Sache: Moritz und Dominic Thiem
© GEPA
Advertisement
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 2
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 3
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Tag 4
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 4
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 3. Tag
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 4. Tag
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 8
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 9
IndyCar Series
Honda Indy 200
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale

Für Dominic Thiem geht sein Tennis-Jahr am Wochenende beim Laver Cup in Prag weiter. Schon vor dem Davis Cup in Wels, wo er zwei Einzelpunkte zum 4:1-Sieg beigesteuert hat, hatten der Weltranglisten-7. und sein Coach Günter Bresnik eingehend die US Open und die Niederlage gegen Juan Martin Del Potro analysiert. Gelesen hat Thiem auch einen diesbezüglichen Bericht im Männer-Magazin GQ.

Dieses hatte sich unter dem provokanten Titel: "Dominic Thiem ist die Zukunft des Tennis - Also warum interessiert sich dann niemand für ihn?" über mangelndes Interesse an Österreichs Superstar gewundert. In der Tat waren im großen Interviewraum 1 bei den US Open nur wenige Journalisten zu Thiems Pressekonferenz gekommen, bei mehreren dieser Konferenzen stellte immer die gleiche Kamerafrau die einzigen englischen Fragen und im Match gegen Del Potro waren Thiem-Fans trotz dessen spektakulären Spiels Mangelware.

"Bin einfach ein anderer Typ"

Natürlich ist Thiem sehr wohl begehrtes Selfie- und Autogrammwunsch-Objekt und vielleicht ist es, gerade bei den Grand Slams, ja auch noch der ganz große Titel, der ihm fehlt, um die Popularität weiter zu steigern. "Ja, ich habe es gelesen", meinte Thiem im Gespräch mit der APA dazu. Dass er sich von internationalen Medien oder Fans nicht ganz so anerkannt fühlt, wie es ihm gebührt, bestätigt Thiem aber nicht. "Nein, das finde ich nicht. Ich werde immer auf den großen Plätzen angesetzt. Ich glaube einfach, dass ich einfach ein bisserl ein anderer Typ bin."

Während zum Beispiel ein Del Potro mit dem Publikum "spielt", sich Energie von den Zuschauern holt, sind Gefühlsausbrüche auf dem Platz - speziell in Richtung Fans - bei Thiem selten. "Ich brauche das Rampenlicht nicht, überhaupt nicht. Am wohlsten fühle ich mich im ganz normalen Leben", versicherte Thiem noch in Wels. Er sehe Tennis als einen Job, den er gern mache. "Ich habe jetzt auch keine Lust, mich zu verändern, nur damit mehr Leute im Interviewraum sind oder so. Ich bin wahrscheinlich ein bisserl zu normal, dass da ein Hype entsteht."

Die Bodenständigkeit und Bescheidenheit wird Thiem auch bei noch größeren Erfolgen bleiben. Und das kann ihm niemand vorwerfen. Am weiteren Aufstieg arbeitet der ehrgeizige Thiem akribisch. Niederlagen, vor allem wie jene gegen Del Potro nach zwei Matchbällen sowie klarer Führung, wurmen ihn Tage, wenn nicht Wochen lang. Doch er weiß auch seine Grenzen zu ziehen. Jene "zwei Lösungen", die Thiem gemeinsam mit Bresnik nach der Analyse gefunden hat, will er partout nicht verraten. "Die sage ich fix nicht. Ich habe mir das Match gegen Del Potro noch einmal angeschaut. An dem arbeiten wir jetzt, aber das kommt nicht an die Öffentlichkeit."

"Hoffentlich läuft es in Asien besser"

Thiem geht nun in die finale Saisonphase. Nach dem Laver Cup spielt er in Chengdu, Tokio und Shanghai die Asien-Serie, danach in Wien und Paris und mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut beim "Masters" der besten acht Saisonspieler in London. Im Vorjahr hatte er sich erst in letzter Minute dafür qualifiziert.

"Es ist jetzt nicht primär in meinem Kopf, weil es sehr gut ausschaut", sagte er, nach Masters-Gedanken befragt. "Ich muss einfach wieder schauen, dass ich richtig gut spiele." Nach zwei Trainingstagen in Wien und dem Prag-Trip geht es direkt nach Asien. "Der Sommer war ein bisserl bitter natürlich, das war nicht ganz zufriedenstellend. Hoffentlich läuft es in Asien besser."

Eines der Ziele für Thiem ist es auch, sich in der Halle zu verbessern. "Das ist klar. Ich habe in Wien und Paris in den letzten Jahren nicht übermäßig gut gespielt. Es ist natürlich schwerer, weil alles näher zusammenrückt, auch in Wien." Die starken Aufschläger, die auch bei seinem Heimturnier am Start sind, erschweren gerade Indoor das Weiterkommen. "Es ist schon einfach, wenn man nicht den besten Tag hat, da früh auszuscheiden."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung