Fussball

Rene Swete kritisiert Schiedsrichter-Entscheidung: "Es geht mir am Nerv"

Von SPOX Österreich
© GEPA

Rene Swete hat nach der 1:2-Niederlage des TSV Hartberg beim SV Mattersburg Schiedsrichter Manuel Schüttengruber hart kritisiert. Der Torhüter der Oststeirer ärgerte sich über den Elfmeter aus der 69. Minute, der den Burgenländern letztlich einen Heimsieg bescherte.

Mattersburg-Stürmer Martin Pusic lief alleine auf das Tor von Swete zu. Dieser kam aus seinem Kasten und ging mit beiden Händen in einen Luftzweikampf. Pusic ging zu Boden, nachdem er scheinbar gleichzeitig mit Swete den Ball berührte. Schüttengruber zeigte auf den Elfmeterpunkt und zeigte Swete die Gelbe Karte.

"Ich versuchte, die Situation zu retten. Es ist ja schon physikalisch nicht möglich, wenn der Ball dann wieder in die Gegenrichtung fliegt", ärgerte sich Swete nach der Partie gegenüber Sky. "Es hilft jetzt eh nichts, aber es geht mit am Nerv." Pusic netzte mit einem Schuss in die Mitte ein und erzielte damit den Siegtreffer.

"Er trifft mich ganz klar. Ich kann mich nicht in Luft auflösen, ich war zuerst drann und das war's", meinte Pusic zur Situation.

Rene Swete: "Dieses Theater geht wieder los"

Swete bestätigte, dass erst wenige Tage vor dem ersten Spieltag ÖFB-Regelreferent Gerhard Gerstenmayer den Hartberg-Spielern die neuen FIFA-Regeln erklärte. Umso mehr ärgerte sich Swete über die Entscheidung des Schiedsrichters beim Mattersburg-Spiel.

"Der erklärt uns jede Drecks neue Regel. Ich weiß, wir sollen mit den Schiedsrichtern nachsichtig sein. Es kann nicht sein, dass es nach einer Runde wieder losgeht, dieses Theater. Der Herr Schüttengruber ist eh ein guter Schiedsrichter, aber ich hätte gerne, dass er sich hierherstellt und sagt, was er zu dieser Szene meint. Aber ich weiß schon, das macht er nicht", sagte Swete.

Doch der 29-Jährige sollte sich täuschen: Vor der Abfahrt kam der Unparteiische noch einmal zu den Monitoren vom TV-Sender Sky, und erklärte Swete seine Entscheidung, die er nach wie vor für richtig hielt.

Für TSV-Coach Markus Schopp war es "kein Elfer. Wir können diskutieren über ein Foul am Tormann. Es gibt die Bilder, daher brauche ich nichts dazu sagen." Sein Gegenüber Franz Ponweiser sprach zumindest von einer "strittigen" Situation.

Hartberg musste in der noch jungen Saison bereits den zweiten Rückschlag einstecken. Im ÖFB-Cup schieden die Steirer in der vergangenen Woche bei der Wiener Viktoria aus.

Schiedsrichter Schüttengruber steht zu Elfmeter-Entscheidung

Der Schiedsrichter bleibt auch nach dem Spiel bei seiner Entscheidung. Für ihn rechtfertigt Swetes sportliche Absicht nicht ein gefährliches Spiel: "Die Elfmeterszene war so, wie ich sie auch im Spiel wahrgenommen habe: Der Torhüter berührt leicht den Ball, aber natürlich auch den Kopf des Gegenspielers. Mit der Faust den Kopf zu berühren, ist rücksichtslos und somit Strafstoß."

Und weiter: "Auch wenn der Ball mit der Hand gespielt wurde, ist es keine Entschuldigung dafür, dass der Kontakt am Kopf stattfindet. [...] Das ist eine Entscheidung, wo es um Zehntelsekunden geht - und du musst eine Entscheidung treffen. Für mich ist die Entscheidung so richtig."

Mattersburg - Hartberg 2:1

Tor: 1:0 Schimandl (28.), 1:1 Lienhart (62.), 2:1 Pusic (69., Foulelfmeter)

Bundesliga-Tabelle nach dem 1. Spieltag

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

SK Sturm Graz

1

1

0

0

3:0

3

3

.

WAC

1

1

0

0

3:0

3

3

3.

WSG Tirol

1

1

0

0

3:1

2

3

4.

LASK Linz

1

1

0

0

2:0

2

3

.

Red Bull Salzburg

1

1

0

0

2:0

2

3

6.

SV Mattersburg

1

1

0

0

2:1

1

3

7.

TSV Hartberg

1

0

0

1

1:2

-1

0

8.

Austria Wien

1

0

0

1

1:3

-2

0

9.

Rapid Wien

1

0

0

1

0:2

-2

0

.

SCR Altach

1

0

0

1

0:2

-2

0

11.

FC Admira

1

0

0

1

0:3

-3

0

.

SKN St. Pölten

1

0

0

1

0:3

-3

0

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