Fussball

FK-Austria-Wien-Keeper Patrick Pentz im SPOX-Interview: "Haben im Hotel fast alle geweint"

Von Andreas Födinger
Patrick Pentz von der Wiener Austria im Interview mit SPOX
© GEPA

Der 22-jährige Torhüter der Austria Patrick Pentz hat, trotz Urlaubs, einige spannende Wochen hinter sich. Die Krise der Wiener Austria inklusive Verbannung auf die Ersatzbank, die U21-EM mit dem Wolf-Schock und einem folgenschweren verschossenen Elfmeter.

Doch vermutlich mehr noch als die ereignisreiche Vergangenheit blickt der gebürtige Salzburger, der die Red-Bull-Akademie durchlief, auf eine rosige Zukunft in Violett. Bei den Veilchen bleib kein Stein auf dem anderen, der Trainer wurde ausgetauscht, Christian Ilzer schwingt nun das Zepter.

In der Vorbereitung treffen die Austrianer auf den traditionsreichen englischen Verein die Queens Park Rangers, danach soll die Teilnahme an der Europa League ermöglicht werden. Und Pentz? Der kämpft um den Nummer-Eins-Platz zwischen den Pfosten, den er am Ende der abgelaufenen Spielzeit an Ivan Lucic verlor.

Kein Grund allerdings Trübsal zu blasen. SPOX sprach mit Patrick Pentz, um mit ihm nicht nur einen Ausblick zu wagen, sondern auch die jüngste Vergangenheit aufzurollen.

Patrick, der Urlaub ist vorbei, war für Sie nach der U21-EM sehr kurz. Haben Sie halbwegs abschalten können?

Patrick Pentz: Ja, ich bin mit zwei Freunden nach Griechenland geflogen. Das hat ganz gut gepasst. Gleich nach dem Nationalteam sind wir weggeflogen, direkt vom Urlaub, vom Flughafen ging es ins Trainingslager nach Loipersdorf in die Vorbereitung.

Viele Kicker sind ja nicht gerade Fans von der Vorbereitung. Wie schaut das bei Ihnen aus?

Pentz: Die ersten zwei Wochen wird in der Vorbereitung immer brutal reingefahren. Ich bin zu einem günstigen Zeitpunkt eingestiegen, nach der U21-EM und dem Urlaub. Trotzdem noch hart, aber nicht mehr so hart wie am Anfang. Es war auch ein Vorteil, dass ich in der heißesten Woche nicht da war. Bei 27 Grad läufst du schon lieber als bei 34.

Sie kommen von der U21-EM zurück. Man hat gemerkt, wie gut die Mannschaft intern zusammenarbeitet.

Pentz: Ich glaube, das sieht man wirklich nicht oft, dass in einer Mannschaft drei Wochen immer gute Stimmung herrscht. Wir sind ja wirklich lange Zeit aufeinander geklebt, aber es gab wirklich niemanden, der irgendwie mal schlecht drauf gewesen wäre. Wir hatten eine unglaubliche Mannschaft. Jeder hat mit jedem am Tisch sitzen können, jeder hat sich mit jedem verstanden. Unglaublich. Selten so etwas gesehen.

Patrick Pentz bei der Austria: Leistungsdaten nach Wettbewerb

WettbewerbSpieleGegentoreZu-Null-Spiele
Bundesliga527615
Europa League5111
ÖFB-Cup8103

Wer war die Stimmungskanone?

Pentz: Der Kvasi (Marko Kvasina, Anm.) ist ganz vorne dabei, würde ich sagen. Er ist einer von den lauteren.

Werner Gregoritsch hat sich scherzhaft ein bisschen über den Kabinen-DJ aufgeregt.

Pentz: Das war etwas verrückt, das habe ich auch so mitbekommen. Wenn der Friedi (Marco Friedl, Anm.) aufgelegt hat, war's überragend. Aber sobald Maresic, Ljubic und Lovric übernommen haben - da habe ich nichts verstanden, das war mühsam.

Patrick Pentz: "Es bringt nichts, auf Miesepeter zu machen"

Zurück bei der Austria - Sie wurden im Saison-Finish auf die Bank gesetzt. Warum?

Pentz: Das war eine reine Trainer-Entscheidung. Da weiß ich leider auch nicht mehr. Es wurde mir aber kommuniziert, den Grund wusste ich allerdings nicht. Ich habe versucht, die Mannschaft und Ivan (Lucic, Anm.) so gut zu unterstützen, damit wir unsere Ziele erreichen können. Wenn der Trainer so entscheidet, muss man das so hinnehmen. Es bringt ja dann nichts, auf Miesepeter zu machen und schlechte Stimmung zu verbreiten. Das Wichtigste war, den Europacup-Platz zu erreichen. Und das haben wir dann zum Glück ja auch geschafft.

Jetzt ist natürlich die letzte Saison abgehakt.

Pentz: Für die kommende Saison bin ich guter Dinge. Ich versuche in der Vorbereitung alles zu geben, dem Trainer ein gutes Gefühl zu vermitteln. Wir werden es dann in zwei Wochen sehen, wie es aussieht und wer die Nummer Eins sein wird.

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