Fussball

Sturm-Trainer Roman Mählich: "Die Kurve ist uns gegenüber korrekt – vielleicht sogar zu korrekt"

Von SPOX Österreich
Roman Mählich
© GEPA

Für den SK Sturm heißt es in den beiden Playoff-Spielen gegen den SK Rapid am Donnerstag und Sonntag "Do or Die" - nur eine mögliche Europa-League-Qualifikation könnte die verkorkste Saison der Grazer noch halbwegs retten.

Die Schnauze voll hat die organisierte Fanszene der Grazer dennoch. In einer Aussendung kündigte die Nordkurve bereits an, den Support in den beiden Playoff-Spielen einzustellen. "Die Fangruppen der Nord werden im kommenden Playoff zwar sowohl auswärts als auch beim Heimspiel präsent sein, aber auf jeglichen organisierten Support verzichten", so das Kollektiv 1909. Denn der "überdurchschnittlich lange Geduldsfaden ist gerissen".

Roman Mählich: "Die Kurve ist uns gegenüber korrekt - vielleicht sogar zu korrekt"

Schon nach der 1:2-Niederlage in Wolfsberg konfrontierten die Fans des SK Sturm Mannschaft und Trainer mit einer Aussprache. "Ich habe das zum ersten Mal erlebt. Das ist eine Erfahrung, die ich gerne mitnehme, und ich muss sagen: Sie haben ja Recht. Da fehlen uns natürlich die Argumente - ist ja ganz klar. Die Kurve ist sehr korrekt uns gegenüber - vielleicht sogar zu korrekt", zeigt Sturm-Trainer Roman Mählich für den Unmut Verständnis.

"Aus meiner Sicht war es sehr vernünftig, wie die Fan-Vertreter zu uns gesprochen haben. Sie machen sich wirklich Sorgen um den Klub, und das müssen wir uns selbst vorwerfen."

Auch dass der Fanblock in den beiden entscheidenden Duellen mit Rapid stumm bleibt, ist für Mählich in Ordnung: "Wir haben Spiele geliefert, wenn ich da in der Kurve gestanden wäre, hätte ich genau dasselbe Gefühl gehabt. Ich hätte das Gefühl gehabt, da ist leider eine Mannschaft am Platz, die nicht am Anschlag ist. Dieses Gefühl haben wir ab und zu vermittelt - nicht immer, das muss ich auch dazu sagen. Dann ist so eine Reaktion für mich nachvollziehbar."

Roman Mählich deutet unfreiwillige Trennung an

Unsicher ist sich Mählich, ob er auch in der kommenden Saison noch auf der Trainerbank des SK Sturm sitzen wird. Auf die Frage, ob er schon potenzielle Lösungsansätze für die nächste Spielzeit im Hinterkopf hätte, deutete der ehemalige Abräume der Steirer womöglich eine unfreiwillige Trennung an.

"Meine ehrliche Meinung zu dieser Frage ist: Wir kennen schon das Geschäft. Schauen wir mal, wie diese Woche zu Ende geht. Ich habe natürlich für mich schon Ideen und Ansatzpunkte, die wir regelmäßig besprechen, aber wir haben noch zwei entscheidende Spiele vor der Brust und wir wissen selber, was passieren kann", so Mählich.

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