Fussball

SK Rapids Fredy Bickel: „Es war wirklich viel Pech dabei“

Von SPOX Österreich
Fredy Bickel bilanziert.
© GEPA

Der scheidende Geschäftsführer Sport des SK Rapid Wien, Fredy Bickel, hat sich in einem Interview über seinen bevorstehenden Abschied geäußert. Dabei erklärte er seine Fehler in der Kader-Zusammenstellung und wies auf die fehlende Langfristigkeit bei den Hütteldorfern hin.

"Rapid pulverisiert alles, in jeder Hinsicht", sagte Bickel im Interview mit dem Kurier. "Es gibt hier wirklich kaum eine Chance, etwas aufzubauen." Als Vergleich nennt Bickel seine früheren Stationen beim FC Zürich und den Young Boys. Bei beiden Klubs waren Probleme vorhanden, als Bickel das Ruder übernahm. "Aber wir haben uns für mehrere Jahre etwas vorgenommen und das dann durchgezogen. Das haben dann auch die Fans verstanden."

Und weiter: "Dann sind wir zwei Mal Meister geworden. Hier wird man im Misserfolg sehr viel schneller nervös und unsicher." Als konkretes Beispiel nannte Bickel Nachrichten und Emails nach Aliou Badjis zweitem Einsatz für Rapid. Der Stürmer, der im Februar nach Wien wechselte, tauge nichts, so der Tenor der Nachrichten.

"Ich glaube, dass wir nicht so weit von Erfolgen entfernt sind. Aber jetzt geht's darum, loszulassen, ohne wirklich etwas erreicht zu haben", sagte Bickel. "Das schmerzt. Ich habe Mannschaft und Verein liebgewonnen."

Fredy Bickel: Fehler in der Kaderplanung

Als größte Fehler nennt der Schweizer "Fehleinschätzungen bei Spielern, Fehler in der Trainingssteuerung, zu viele Verletzte im Sommer und die Trainerwechsel, die einfach einiges auslösen. Und: Es war wirklich viel Pech dabei."

Er habe mit den Rapid-Betreuern zu sehr auf das zukünftige Potenzial der Spieler geachtet und zu viel Risiko genommen. "Das nehme ich auf mich. Trotzdem will ich anmerken, dass alle - ob Trainerteam oder Präsidium - zum Weg gestanden sind. Jeder Transfer musste auch in den vorgegebenen finanziellen Rahmen passen."

Bickel wird mit Ablauf der aktuellen Saison seinen Sportdirektor-Posten bei Rapid räumen. Zoran Barisic soll als Nachfolger ante portas stehen, Rapid wollte sich bislang nicht zur Bickel-Nachfolge äußern. Bickel selbst soll mehrere Angebote vorliegen haben.

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