Fussball

Dietmar Kühbauer nach Sturm-Niederlage: "Würde ich nicht an Greiml glauben, hätte er nicht gespielt"

Von APA/Red.
Dietmar Kühbauer ärgert sich über die Niederlage, aber der Fokus liegt bereits auf dem Playoff-Spiel.
© GEPA

Nach dem 2:1 von Sturm Graz über Rapid Wien gab es einige Kontroversen, allen voran über den Einsatz des 17-jährigen Leo Greiml, der mit einem Elfmeterfoul und einem Eigentor ein denkbar schlechtes Debüt erwischte. Doch Trainer Dietmar Kühbauer stärkte ihm den Rücken. Sturm-Trainer Roman Mählich ist mit dem Sieg zufrieden, warnt aber vor dem Rückspiel.

Dietmar Kühbauer (Trainer Rapid): "Die Jungs haben alles versucht. Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber vielleicht nicht die großen Möglichkeiten vorgefunden. Die Schlüsselsituation war, als wir die Chance auf das 2:0 hatten und im Gegenzug das 1:1 kassiert haben. Da war dann klar, dass es schwer wird. Wir haben alles versucht und ich kann den Burschen keinen Vorwurf machen. Wenn der Tank leer ist, ist er leer. Ich habe gewusst, dass meine Spieler müde sind, aber ich hatte nie das Gefühl, dass sie aufgeben. Man muss aber auch sagen, vor dem 2:1 für Sturm hat es ein Foul von Dominguez an Strebinger gegeben. Wir werden jetzt alles versuchen, um noch in den Europacup zu kommen, aber leichter ist es definitiv nicht geworden."

Zu Leo Greiml: "Der Junge ist 17 Jahre alt und ein Riesentalent. Ich hatte leider keinen anderen Innenverteidiger, weil Barac und Hofmann verletzt sind. Ich hätte Greiml nicht auf die Bank genommen, wenn ich nicht an ihn glauben würde. Ich mache mir um ihn keine Sorgen, er wird seinen Weg gehen."

Thomas Murg (Rapid-Spieler): "Wir waren die bessere Mannschaft, sind verdient in Führung gegangen und hatten die Chance auf das 2:0. Dann bekommen wir das 1:1 und verlieren. Die Niederlage hatte nichts mit Sturm zu tun, das war ganz allein unsere Schuld. Vor dem 1:2 ist Strebinger vielleicht gefoult worden. Ich traue uns durchaus zu, dass wir in Graz gewinnen können. Dass wir erst am Dienstag gespielt haben, ist überhaupt keine Ausrede. Man hat auch am Schluss gesehen, dass wir noch Gas geben können. An der Kraft ist es nicht gelegen, mir ist es sogar so vorgekommen, dass wir mehr Kraft als Sturm hatten. Beim Eigentor hatte Greiml keine Schuld, und beim Elfer war es nicht nur sein Fehler. Auch ich und vielleicht Müldür sind schlecht gestanden."

Richard Strebinger (Rapid-Tormann): "Vor dem zweiten Tor von Sturm war es ein Foul an mir. Ich bin blockiert worden."

Stefan Hierländer: "Haben uns das Glück erarbeitet"

Roman Mählich (Trainer Sturm Graz): "Der Sieg ist zustande gekommen, weil wir eine Umstellung im System gemacht haben. Wir haben Rapid gut zugestellt und uns nicht verleiten lassen, offener zu spielen, und wir waren sehr effektiv bei Standardsituationen, was wir sonst vermissen haben lassen in dieser Saison. Auch bei einem Aufstieg in den Europacup wäre die Saison nicht okay. Wir wissen, dass wir hinter den Erwartungen geblieben sind. Trotzdem war es wichtig, sich noch einmal zu konzentrieren und Leistung zu bringen, und das ist uns heute gelungen. Wir wissen aber, dass am Sonntag noch ein schweres Spiel auf uns wartet."

Stefan Hierländer (Sturm-Spieler): "Wir hatten Glück, dass Siebenhandl den Ball gehalten hat (Anm.: bei Badjis Chance auf das 2:0 für Rapid), und wie der Fußball so ist, kriegen wir dann einen Elfer und das Spiel geht in unsere Richtung. Wir haben uns das Glück aber auch erarbeitet. Jeder Sieg ist irgendwie verdient. Es ist ein gutes Ergebnis, aber wir haben noch ein Spiel vor uns."

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