Fussball

Nach Beleidigungen: LASK-Keeper Thomas Gebauer könnte zur SV Ried rückkehren

Von SPOX Österreich
Thomas Gebauer
© GEPA

Beim 1:0-Sieg gegen SKN St. Pölten wurde LASK-Keeper Thomas Gebauer von einigen LASK-Fans aufs Übelste beschimpft und ausgepfiffen. Zu viel für den Routinier?

Die LASK-Fans organisierten einen Stimmungs-Boykott, gaben dazu sogar ein Statement ab: "Die Personalie Gebauer stellt einen Extremfall dar." Der Stein des Anstoßes? Gebauer war jahrelang Kapitän und Stammkeeper bei der SV Ried, der zweite oberösterreichische Verein, der in den letzten Jahren in der Bundesliga kickte und aktuell auf einem Aufstiegsplatz in der Ersten Liga steht. Es könnte also in der kommenden Spielzeit zu einem Aufeinandertreffen zwischen LASK und Ried kommen.

Der Vertrag des 36-jährigen Gebauers läuft in Linz noch bis 2021, aktuell trat er als Ersatz-Keeper für Alexander Schlager in Erscheinung. Doch trotz des laufenden Vertrags scheint ein vorzeitiger Abgang nicht unwahrscheinlich. Von den LASK-Fans rausgemobbt? Denn wie ligaportal.at berichtet, soll Gebauer vor einer Rückkehr zur SV Ried stehen. Der Scout und Nachwuchsförderer der Wikinger Gerhard Schweitzer bestätigt das Interesse: "Eine Rückkehr ist absolut denkbar." Allerdings sei das erst der Fall, wenn die Innviertler auch tatsächlich den Aufstieg in die höchste Spielklasse fixieren können.

Oliver Glasner: "Das sind keine LASK-Fans"

Vom Verhalten der LASK-Fans zeigte sich Gerhard Schweitzer erschüttert: "In Oberösterreich bekommen wir diese Feindschaft sehr stark mit. Diese Leute interessiert der Sport null. Das ist ein Betätigungsfeld, das nur auf Hass basiert. Diese Aktionen werden weitergehen und das ist einfach nur traurig." Auch LASK-Trainer Oliver Glasner war im Anschluss an die Aktion während des St.Pölten-Spiels schockiert: "Thomas Gebauer hat uns beim 0:0 den Sieg festgehalten, das freut mich ganz besonders, weil er von einer kleinen Gruppe - ich sage bewusst nicht LASK-Fans, weil das sind sie nicht - aufs Übelste beschimpft worden ist. Als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung seiner Leistungen über das ganze Jahr hat er heute gespielt, und das hat er auch sehr gut gemacht."

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