Fussball

SK Rapid hadert mit Hartberg-Pleite: „Der Elfmeter war unglaublich“

Von SPOX Österreich
Rapid haderte mit dem Schiedsrichter.
© GEPA

SK Rapid hat am Samstagabend gegen TSV Hartberg vor eigenem Publikum mit 3:4 verloren. In einer kuriosen Partie mit drei Eigentoren und zwei Elfmetern stand vor allem das Schiedsrichter-Gespann im Fokus. Trainer Dietmar Kühbauer rang nach Worten, Kapitän Stefan Schwab blickte bereits auf das Cupfinale voraus.

"Die Partie wird mir länger in Erinnerung bleiben", stellte Kühbauer im Sky-Interview nach der Partie schnell klar. "Eine Person war der Hauptdarsteller über die 90 Minuten. Keiner kann zufrieden sein damit, außer Hartberg."

Schiedsrichter Christopher Jäger zeigte gleich zwei Mal auf den Elfmeterpunkt, beide Strafstöße verwandelte Hartberg. "Der erste Elfmeter war unglaublich. Es hätte auch gefährliches Spiel geben können", sprach Kühbauer einen Zweikampf zwischen Rajko Rep und Richard Strebinger an, der zum ersten Elfmeter nach rund zehn Minuten führte.

"Der zweite ist aber fantastisch. Was soll ich dazu sagen", haderte Kühbauer weiter. Marvin Potzmann ging in der 65. Minute in einen Zweikampf mit David Cancola, der Hartberger Mittelfeldspieler zu Boden. Jäger entschied umstrittenerweise erneut auf Elfmeter.

Dietmar Kphbauer: "Das muss uns stärker machen"

"Es war sehr, sehr unglücklich, die Niederlage war absolut unverdient. Der Mannschaft heute irgendetwas vorzuwerfen, wäre schlimm. Jeder weiß, wo die Partie hingegangen wäre, wären diese bestimmten Sachen nicht passiert", gab Kühbauer dem Unparteiischen die Schuld an der Heimniederlage. "So eine Niederlage muss uns stärker machen und noch enger zusammenschweißen." Schiedsrichter Jäger wollte sich nach der Partie nicht zu den Szenen äußern.

Den Steirern gelang damit im vierten Duell mit Rapid im Kalenderjahr 2019 der erste Sieg. Rapids Polster auf den ersten Verfolger in der Qualifikationsgruppe, SV Mattersburg, verringerte sich auf zwei Punkte.

"Es war absolut skurril", gab auch Hartberg-Trainer Markus Schopp zu. "Da war alles dabei. Wenn ich die ersten fünf Runden hernehme, welche Entscheidungen gegen uns gepfiffen wurden, sehe ich, dass sich das irgendwann wieder ausgleicht. Die Mannschaft, die härter gearbeitet hat heute, hat sich den Sieg verdient."

Rapid-Kapitän Schwab: "Müssen Kopf oben halten"

Bereits am Mittwoch steigt für Rapid das nächste Pflichtspiel. In Klagenfurt geht es im Cupfinale gegen den Serienmeister Red Bull Salzburg. "Es war eine sehr, sehr kuriose Partie, wir hätten einen Punkt verdient gehabt", sagte Stefan Schwab. "Wir müssen jetzt aber den Kopf oben halten und uns gut für Mittwoch vorbereiten. Wir sind gefestigt genug. Ich bin mir ziemlich sicher, dass uns diese Partie nicht bricht."

Richard Strebinger pflichtete seinem Kapitän bei. "Heute ist alles zusammengekommen, was an Pech zusammenkommen kann. Wir müssen mitnehmen, dass wir immer wieder zurückgekommen sind", versuchte der Keeper, positive Schlüsse zu ziehen.

Für Verteidiger Boli Bolingoli könnte das Cupfinale allerdings zu früh kommen. Der Belgier zog sich offenbar eine schwere Verletzung zu und musste nach der Partie ins Spital für weitere Untersuchungen seines Fußes.

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