Fussball

LASK fordert Red Bull Salzburg: "Wir lassen uns nicht einlullen"

Von APA
Salzburg spielt gegen den LASK.
© GEPA

Es ist der große Showdown der Bundesliga. Der LASK empfängt am Sonntag (17.00 Uhr) Tabellenführer Red Bull Salzburg in der TGW-Arena in Pasching. Mit einem Sieg würden die Linzer bis auf einen Punkt an den Serienmeister aus Salzburg heranrücken und das Titelrennen damit erstmals seit Jahren wieder spannend machen.

Zu große Träume will man in Linz aber nicht träumen. "Wir stellen uns vor, Salzburg vor Probleme zu stellen, doch es wird eine schwierige Aufgabe", sagte LASK-Trainer Oliver Glasner. "Wir lassen uns nicht einlullen. Wir wissen, wer und was auf uns zukommt." Die Salzburger haben in dieser Saison erst ein Ligaspiel verloren. Durch die Punktehalbierung ist ihr Vorsprung aber auf vier Zähler geschrumpft.

Sechs Ligaspiele in Serie hat der LASK zuletzt gewonnen. Glasner muss aber ausgerechnet im Spitzenspiel seine gesamte rechte Seite vorgeben. Verteidiger Christian Ramsebner und Mittelfeldmann Reinhold Ranftl fehlen gesperrt. Glasner: "Es gibt mehrere Varianten, ich habe die eine oder andere im Kopf. Ich treffe die Entscheidung locker, weil ich das 100-prozentige Vertrauen in die Spieler habe, die nachrücken." In der Abwehr stehen Routinier Emanuel Pogatetz und der wiedergenesene Markus Wostry zur Verfügung, im Mittelfeld Dominik Frieser.

LASK müssen Cup-Aus gegen Rapid verarbeiten

An seinem System und an seiner Spielweise will Glasner festhalten. "Die Überzeugung ist immer gleich bei uns, wobei es diesmal eher schwierig als einfach wird." Im jüngsten Heimduell im Oktober hatten die Linzer den Meister an den Rand einer Niederlage gebracht (3:3). "Ich denke, dass es diesmal ein Abnützungskampf wird mit hoher Intensität", meinte Glasner. "Auch Schiedsrichterentscheidungen werden wichtig sein."

Die Linzer hatten Anstrengung und Enttäuschung des Cup-Aus am Mittwoch gegen Rapid (3:4 i.E.) zu verdauen. Das sei laut Glasner aber gut gelungen - sowohl im körperlichen als auch im mentalen Bereich. Salzburg-Trainer Marco Rose erwartet vom Gegner nach dem unglücklichen Cup-Abend gar so etwas wie eine Trotzreaktion. "Wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, setzt das noch einmal Kräfte frei."

Rose schwor sein Team auf einen harten Kampf ein. "Wichtig ist, dass wir auch Schmerzen ertragen. Pressing gegen Pressing tut weh", erklärte der Deutsche. "Das wird sicher auch ein Abnützungskampf, für den müssen wir bereit sein." Beide Teams hätten in dieser Saison bisher auf einem hohen Niveau performt. Rose: "Beide sind sehr konstant in ihren Leistungen. Ich glaube, dass es ein richtiges Spitzenspiel ist Erster gegen Zweiter."

An eine Vorentscheidung im Titelkampf glaubt der Salzburg-Trainer aber nicht - selbst wenn sein Team wieder auf sieben Zähler davonziehen würde. "Die Konstellation ist klar: Der LASK wird alles probieren nach dem Pokal-Aus, die Chance in der Meisterschaft zu wahren, eng an uns ranzukommen und Druck aufzubauen. Wir werden trotzdem alles daran setzen, den Abstand komfortabel zu gestalten."

Marco Rose lobt LASK: "Da kommt ein Brett"

Nach dem Showdown in Pasching sind noch acht Runden - darunter am 12. Mai ein weiteres direktes Duell in Salzburg - zu absolvieren. "Für uns ist es wichtig, dass wir auch nach dem LASK-Spiel konstant weiterperformen", meinte Rose, bei dem die Zeichen nach Saisonende mehr denn je auf Abschied stehen. "Im Fußball kann da noch viel passieren. Unabhängig davon, wie das Spiel ausgeht, wird es keine Vorentscheidung geben."

Rose lobte die klare Spielidee und Eingespieltheit der Linzer. "Das ist eine Mannschaft, die sich ihrer Stärke bewusst ist und über ihre Erfolge auch einen großen Glauben entwickelt hat", erklärte der Bullen-Coach. "Da kommt ein richtiges Brett auf uns zu. Das wird wie ein kleines, großes Europacup-Spiel, das wir annehmen müssen."

13 Ligaspiele ist der LASK mittlerweile ungeschlagen - Nummer 14 wäre neuer Clubrekord in der Bundesliga. Die Serie von 15 Pflichtspielen ohne Niederlage ging zuletzt im Cup gegen Rapid zu Ende. Das K.o. gegen die Hütteldorfer war gleichzeitig die erste Heimniederlage der gesamten Saison - und auch die setzte es erst nach Verlängerung und Elfmeterschießen.

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