Fussball

Sturm-Coach Mählich weint Zulj nicht nach: "Habe diesen großartigen Fußballer nie gehabt"

Von SPOX Österreich
Roman Mählich
© GEPA

Roman Mählich weint dem zum RSC Anderlecht abgewanderten Peter Zulj keine großen Tränen nach. Unter seiner Ägide hätte Zulj schon nicht mehr sein Top-Level gespielt, so der Sturm-Coach.

Beim 1:1 in Mattersburg musste Mählich erstmals mit den Grazern einen Gegentreffer einstecken. Aufgrund der anstehenden schwierigen Aufgaben gegen den LASK, Salzburg und die Austria hätten Sturm drei Punkte gut zu Gesicht gestanden. Dennoch zeigte sich Mählich insgesamt zufrieden.

"Bevor ich Sturm-Trainer wurde, haben die meisten eigentlich gesagt: Das geht sich für Sturm nicht aus. Jetzt haben wir zu Beginn gleich zehn Punkte aus vier Spielen geholt und haben jetzt wieder die Chance dabei zu sein in dieser sechser Gruppe" resümierte Mählich im Gespräch mit Sky. "Dass es nicht leicht wird, das wussten wir schon Anfang November. Aber wir sind dabei, wir haben auf die eine oder andere Mannschaft einen Punkt gut gemacht."

Kurz vor Ende hätte Youngster Michael John Lema eigentlich zum Sieg einköpfen müssen, vergab allerdings aus kurzer Distanz. So musste sich Sturm am Ende gefallen lassen, offensiv – vor allem in der ersten Halbzeit – zu wenig getan zu haben. Diesbezüglich fielen naturgemäß die Namen der Abwesenden.

Mählich über Zulj: "Hatte mit Sturm Graz abgeschlossen"

"Dieses Spielchen können wir mit jedem Kaderspieler machen", meinte Mählich auf die Frage nach Philipp Hosiner, der nicht zum Einsatz kam. "Warum ist Raphael Obermair nicht im Kader? Warum ist Lukas Grozurek nicht im Kader? Weil alle eine gute Vorbereitung gemacht haben", gab sich Mählich in der Folge die Antwort selbst. "Wir haben eine intakte Mannschaft und ich muss mich dann natürlich für elf bzw. für 18 Spieler, die dann im Kader sind, entscheiden. Heute habe ich mir gedacht, dass für dieses Spiel Jakupovic gut passt. Es werden Spiele kommen, bei denen uns Hosiner hundertprozentig helfen wird können."

Für Kreativität war im Herbst vor allem Peter Zulj verantwortlich, der bei Sturm die Fäden zog und sich bis ins Nationalteam spielte. Nach seinem Abgang müssen andere einspringen. Vom Fehlen Zuljs wollte Mählich jedenfalls nichts wissen. "Ich sage ganz ehrlich, ich habe diesen ganz großartigen Fußballer Peter Zulj in diesen vier Spielen, in denen ich Sturm-Trainer war, nie gehabt", so der 47-Jährige. "Für mich war relativ klar bzw. ersichtlich, dass Peter mit Sturm Graz abgeschlossen hatte. Von daher gibt es von meiner Seite auch kein großes Nachtrauern."

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