Fussball

Bickel: "Trainer sagten: Unglaublich, womit du dich herumschlagen musst"

Von SPOX Österreich
Fredy Bickel ist mit der Entwicklung beim SK Rapid nicht zufrieden
© GEPA

Fredy Bickel lässt im Interview mit dem Sportmagazin mit einigen interessanten Aussagen aufhorchen. Der Geschäftsführer Sport des SK Rapid Wien äußert sich unter anderem über die Fan-Problematik, das schwierige Umfeld in Hütteldorf und die Entwicklung Rapids seit seinem Amtsantritt im Dezember 2016.

Der 53-Jährige durchlebte zuletzt schwierige Zeiten in Hütteldorf, vor allem der Druck von Seiten der Fans und des gesamten Umfelds machte dem Schweizer zu schaffen.

"Mir war nicht bewusst, was für eine Kraft da ins Rollen kommt und dass du der machtlos gegenüberstehst. Bei einem kleinen Zündeln gibt es gleich einen großen Flächenbrand, der den ganzen Klub, die Stadt, die Region erfasst", so Bickel, dem sogar Trainer aufgrund der speziellen Situation bei Rapid abgesagt haben: "Einige Trainer haben aus diesem Grund auch klar mitgeteilt, dass sie für Rapid kein Thema wären, weil sie sagen: 'Unglaublich, womit du dich hier herumschlagen musst.'"

Die Hütteldorfer sind für Bickel, der zuvor bei den BSC Young Boys und dem FC Zürich werkte, das "heißeste Pflaster seiner Karriere" und er gibt auch zu, bei seinem Amtsantritt etwas "überheblich und naiv gewesen zu sein", obwohl ihn Adi Hütter (Anm.: War Trainer in in Bern, wo Bickel Sportchef war) in mehreren Gesprächen vorbereit hat: "Er meinte: Wenn du Rapid überstehst, überstehst du alles!"

SK Rapid: Fredy Bickel sieht Entwicklung gespalten

Die Entwicklung Rapids seit seinem Amtsantritt sieht der Sportchef gespalten. Einerseits habe man unter ihm sowohl das Scouting als auch das den Nachwuchs völlig neu aufgestellt, andererseits räumt er ein, dass die Hütteldorfer noch einige offene Baustellen haben.

"Auch ich bin grundsätzlich mit der Entwicklung nicht zufrieden, aber man muss das große Ganze sehen. Als ich im Dezember 2016 kam, war die Stimmung schlecht, kaum jemand hat dem anderen getraut, unser Kader war viel zu groß. Ich habe nirgendwo einen Zusammenhalt oder ein Miteinander gespürt, überhaupt nicht. Ich hatte das Gefühl, Trainer Canadi und die Mannschaft passen überhaupt nicht zusammen, und hab meine volle Energie darauf verwendet, sie zusammenzuführen. Das ist mir nicht gelungen, daran bin ich gescheitert", erklärt Bickel und führt weiter aus:

"Anschließend kamen die Abstiegsangst und dann die Gogo-Geschichte. Das war das Tagesgeschäft, für das wir so viel Kraft benötigten, dass andere Dinge länger gedauert haben. Vielleicht hätten wir die Dinge beschleunigen können, wenn wir bei Trainer und Spielern schneller eine Entscheidung getroffen hätten."

Das komplette, ausführliche Interview gibt es in der aktuellen Ausgabe des SPORTMAGAZINs, erhältlich ab Donnerstag!

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DatumHeimAuswärts
Samstag, 20.10., 17 UhrTSV HartbergSK Rapid
Samstag, 20.10., 17 UhrRed Bull SalzburgWacker Innsbruck
Samstag, 20.10., 17 UhrLASKLASK SCR Altach
Sonntag, 21.10., 14:30 UhrSV MattersburgSKN St. Pölten
Sonntag, 21.10., 14:30 UhrFC AdmiraWolfsberger AC
Sonntag, 21.10., 17 UhrFK Austria WienSK Sturm Graz

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