Fussball

GAK reagiert auf Spielabbruch: Öffentlicher Brief an Platzstürmer

Von SPOX Österreich
Ein Fan attackierte einen Gegner vom GAK.
© GEPA

Der GAK ist nach wie vor geschockt vom Platzsturm eines einzelnen Chaoten am Samstagabend, der letztlich auch zum Spielabbruch führte. Nachdem der Mann einen Spieler des Gegners Hertha Wels attackierte, griffen weitere GAK-Fans auf dem Platz ein und gingen gegen den Platzstürmer vor. Der Verein veröffentlichte nun einen offenen Brief an den sogenannten Fan.

Hier der Brief des GAK im Wortlaut:

Es gibt eine einzige gute Nachricht in diesem Brief. Die lautet: Wir werden sie nie mehr bei einem GAK-Spiel sehen. Aber leider kann ich mich nicht einmal darüber freuen.

Ich schreibe diese Zeilen ausnahmsweise schon am Abend nach dem Match. Und ich tue das ganz bewusst. Während sie gerade von der Polizei verhört werden, sitze ich vor dem Computer. Der Artikel geht aber erst morgen online. Also dann, wenn sie wieder nüchtern sind. Und vielleicht ein unglaublich schlechtes Gewissen haben. Das gönne ich ihnen.

GAK: "Sie haben sich schon selbst vernichtet"

Ein GAK-Fan hat mir vor wenigen Minuten geschrieben, dass ich all meine Wut verbal an ihnen auslassen solle. Und dass ich sie vernichten soll. Das brauche ich nicht mehr - das haben sie schon selbst erledigt. Und sie haben noch viel mehr erledigt in diesem Moment unmittelbar nach unserem Ausgleichstreffer.

Marco Heil hat den geschossen. Jemand, den ich als Spieler und Mensch unglaublich schätze. Ein so feiner Kerl. Einer, der so unglaublich rackerte für sein Comeback. Sie haben meine Geschichte, meinen Matchbericht über ihn zerstört. Aber das wäre nur eine Geschichte gewesen, ich werde noch viele andere schreiben. Sie werden nie mehr eine zerstören können. Und auch der Marco wird wieder Tore schießen, auch das werden sie nicht verhindern können.

Ich hätte gerne ausführlicher geschrieben, dass die Hertha aus Wels ein ebenbürtiger Gegner war, ein - im wahrsten Sinne - "harter" Brocken. Das ist wahrscheinlich auch der ganz zentrale Punkt, der uns unterscheidet: Ich liebe meinen Verein und kann trotzdem Gegner schätzen, kann deren Leistung anerkennen, auch wenn ich mich über manche Aktionen ärgere. Das nennt man Respekt. Sie aber sind ein ganz und gar respektloser Mensch. Und vor allem lieben sie den GAK ganz sicher nicht. Sie werden das sicher anders sehen, aber sie "lieben" nur, ich liebe wirklich. Und mit mir tun das Tausende.

"Sie haben versucht, unseren GAK zu zerstören"

Sie haben also meine Geschichte zerstört. Das ist egal. Sie haben aber versucht, etwas was mir - und so vielen anderen Menschen - so unglaublich viel wert ist, zu zerstören: Unseren GAK. Unsere GAK-Familie. Menschen, die alles für diesen Verein geben, ob Fans, Funktionäre, Spieler oder Helfer wie mich - ihre Attacke auf einen Spieler der Welser war in Wahrheit eine Attacke auf all die Menschen, die für den GAK 1902 stehen.

Aber - und das ist die zweite gute Nachricht: Von ihnen lassen wir uns nicht niederschlagen. Sie - und all jene, die glauben, am Fußballplatz ihre Unintelligenz in Form von Gewalt zeigen zu müssen - , sie werden uns nicht stoppen können. Wir sind viel mehr als sie. Wir können mehr als sie. Viel mehr.

Sie haben uns niedergeschlagen? Wir stehen wieder auf! Sie werden es nicht sehen. Nie mehr. Sie werden nicht da sein, wenn wir laut schreien:

WE ARE GAK!

Sie sind es nicht.

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