Fussball

SK Rapid Wien: Fredy Bickel nimmt Goran Djuricin in Schutz und kritisiert Medien scharf

Von SPOX Österreich
Fredy Bickel kritisiert die Medien scharf.
© GEPA

Nach dem 6:5-Sieg im Elfmeterschießen des SK Rapid Wien gegen den SV Mattersburg in der 2. Runde des ÖFB-Cups wurde Goran Djuricin vorgeworfen, er habe eine beileidigende Geste in Richtung der Rapid-Fans gemacht. Nachdem der Coach seine Unschuld beteuert hat, nimmt ihn auch Sportdirektor Fredy Bickel in Schutz und kritisiert die Medien scharf.

"Wenn Fans in das Verhalten eines Trainers etwas interpretieren, habe ich noch Verständnis. Aber wenn das Medienvertreter machen, dann finde ich das boshaft", ärgert sich der Schweizer und legt nach: "Keiner der Journalisten hat etwas hinterfragt, sich informiert. Wer das Stadion kennt, sollte sich bewusst sein, dass der Blick nicht in Richtung Fans gegangen ist!"

Doch nicht nur die Medien bekommen ihr Fett weg, auch eininge Besucher der VIP-Tribüne haben den Blutdruck des ansonsten so besonnenen Sportdirektors hochegehen lassen.

"Gestern sind Gesten und Rufe an Gogo gerichtet gewesen, die so absolut nicht akzeptabel sind. Wohlgemerkt von der VIP-Tribüne, nicht vom Block West." Und er geht sogar noch weiter: "Ich habe in meinem Leben noch nie jemanden geschlagen, aber gestern musste sogar ich mich zurückhalten, dass ich nicht auf die Tribüne steige."

Fredy Bickel: Bewunderung für Goran Djuricin

Wie sein Trainer diese Beleidigungen und den immensen Druck wegstecken kann, ist Bickel trotz seiner Erfahrung ein Rätsel. "Ich bin fast 30 Jahre in diesem Geschäft und habe vieles erlebt, kann gut mit Druck umgehen. Was ich hier in letzter Zeit erlebe, geht aber weit über alles bisherige hinaus."

Das sei auch der Grund, warum er für Djuricin nicht nur Respekt, sondern sogar Bewunderung empfinde. "Ich habe Respekt vor dem Trainer. Wenn man sieht, wie er für die Mannschaft einsteht, mit dem Druck umgeht und wie er diese Beleidigungen wegsteckt, bewundere ich das"

Bickel: Leistung nicht zuftriedenstellend

Nichtsdestotrotz gesteht Bickel ein, dass das Spiel gegen Mattersburg eine dürftige Vorstellung der Hütteldorfer war. "Das gestrige Spiel war nicht gut, wir haben den Aufstieg verdient, aber die Leistung war nicht zufriedenstellend. Gestern hat man aber erstmals gespürt, dass der Druck nicht spurlos an ihnen vorbei geht."

Abschließend hat Bickel noch eine Botschaft für die "Fans", die ständig den Rauswurf des Trainers fordern: "Wenn es dazu kommt, einen Trainer freizustellen, dann nicht, weil Außenstehende das fordern, sondern nur, weil es das Beste für den Verein und die Mannschaft ist. Das ist derzeit nicht der Fall."

Rapid schlägt Mattersburg: Die 2. Runde des ÖFB-Cups

DatumHeimGastErgebnis/Uhrzeit
24.09.2018SA KlagenfurtFAC1:5
25.09.2018SV LeobendorfSCR Altach1:2
25.09.2018ASK-BSC Bruck/LeithaAustria Lustenau1:3
25.09.2018WACSK Austria Klagenfurt4:0
25.09.2018TSV HartbergWSG Wattens3:0
25.09.2018VöcklamarktSV Ried0:1
25.09.2018Deutschlandsberger SCSC Wiener Neustadt3:4 n.V.
25.09.2018SV HornSV Lafnitz0:2
25.09.2018GAKVorwärts Steyr4:2 n.E.
26.09.2018FC StadlauKapfenberger SV0:4
26.09.2018SV MattersburgSK Rapid5:6 n. E.
26.09.2018FC SaalfeldenSKN St. Pölten0:5
26.09.2018SC Neusiedl/SeeWacker Innsbruck1:3
26.09.2018ATSV Stadl-PauraLASK0:8
26.09.2018SC SchwazRed Bull Salzburg0:6
26.09.2018FK Austria WienSK Sturm2:0
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