Fussball

Red Bull Salzburg und SK Sturm behielten weiße Weste

Von APA
Heiko Vogel war über den Auftritt seiner Grazer verärgert.
© GEPA

Meister und Vizemeister haben einen heißen Samstag in der Bundesliga hinter sich. Während Salzburg in Mattersburg erst in der Nachspielzeit den 2:0-Sieg holte, musste Sturm Graz bei Aufsteiger Wacker Innsbruck trotz 3:0-Führung noch zittern. Am Ende stand ein 3:2, beide Teams bewahrten ihre weiße Weste. "Da war auch ein bisschen Zufall dabei", gestand "Bullen"-Coach Marco Rose.

Schon ein Blick auf die jüngere Vergangenheit ließ ein hartes Duell erwarten: Vier der bis zum Samstag letzten fünf Spiele gegen Mattersburg konnte Salzburg erst in der 87. Minute bzw. später für sich entscheiden.

Und so kam es auch am Samstag: Zlatko Junuzovic und Co. taten sich bei hohen Temperaturen gegen die Defensivtaktik der Gastgeber sehr schwer, erst ein Weitschuss von Andre Ramalho in der 93. Minute brachte die Erlösung. Munas Dabbur legte schließlich sogar noch nach (95.).

Red Bull Salzburgs Zlatko Junuzovic: "Jeder ist an seine Grenzen gegangen"

"Es war ein verdienter Sieg, obwohl er so spät zustande gekommen ist. Es ist schon ein bisschen Zufall, aber es spricht für Qualität und Mentalität meiner Mannschaft. Wir glauben bis zur letzten Minute daran", betonte Rose, der sich über eine letztlich gelungene Generalprobe für das Champions-League-Qualifikationsspiel am Mittwoch zuhause gegen Mazedoniens Meister Shkendija Tetovo freuen durfte. "Der Glaube, der uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, ist noch da", atmete Ramalho auf.

Für Junuzovic war es ein "richtig anstrengendes Spiel. Jeder ist heute an seine Grenzen gegangen. Wir haben alles probiert, Doppelpässe, Schüsse aus der Distanz , von der Seite, durch die Mitte." Tormann Markus Kuster, bester Akteur der Hausherren, fand die Niederlage "extrem bitter".

Trainer Gerald Baumgartner, dessen Team weiter bei drei Punkten hält, war ob des späten Zeitpunkts der Gegentore enttäuscht, von der Leistung seiner Elf aber durchaus angetan: "Wir wollten Salzburg mit allen Mitteln, die wir haben, bekämpfen. Wir haben versucht, die Mitte zuzumachen, und haben es ihnen sehr schwer gemacht."

SK Sturm - Trainer Heiko Vogel: "Das war Slapstick-Comedy"

Sturm war in Innsbruck mit einer 3:0-Führung schon sicher auf der Siegerstraße, letztlich wurde es aber wie gegen den zweiten Aufsteiger Hartberg ein knapper 3:2-Sieg. Ein Umstand, der Trainer Heiko Vogel ärgerte. "Zum Teil war es heute Slapstick-Comedy. Was wir nach dem 3:0 veranstaltet haben, das war unwürdig. Das ärgert mich brutal", meinte Vogel gegenüber Sky.

Den Rückfall konnte sich der Sturm-Trainer nicht erklären. "Ich weiß nicht, ob es Überheblichkeit ist. Wenn es Überheblichkeit wäre, dürfte das eigentlich nach der Halbzeitansprache komplett fehl am Platz sein", sagte der Deutsche.

Mann des Spiels aus Grazer Sicht war Neuzugang Lukas Grozurek. Der Ex-Admiraner erzielte in seinem Bundesliga-Debüt für Sturm gleich einen Doppelpack und überzeugte mit einer starken Leistung. Je einmal mit dem rechten und dem linken Fuß brachte er den Ball zum 1:0 (21.) und 3:0 (60.) im langen Eck unter.

Sturms Lukas Grozurek: "Das darf normal nicht passieren"

Grozurek setzte damit einen Auftrag von Vogel um: "Der Trainer hat nach dem Spiel gegen Amsterdam gesagt, dass ich die Partie entscheiden soll." Aber auch der Offensivspieler war mit der Schlussphase seiner Mannschaft unzufrieden: "Wir haben es komplett unnötig noch spannend gemacht. Das darf normal nicht passieren."

Aufsteiger Wacker Innsbruck steht dagegen nach zwei Spielen und starken Phasen in beiden Spielen noch mit leeren Händen da. Allerdings ging es mit Austria Wien und Sturm gegen zwei Spitzenteams. Die Heimniederlage nahm Trainer Karl Daxbacher teilweise auf seine Kappe: "Vielleicht haben wir uns in der Anfangsphase zu viel zugemutet, zu offensiv agiert, da liegt der Fehler dann bei mir."

Der Wacker-Trainer setzt nun vor dem Auswärtsspiel in Altach auf den Teamgeist auf der Aufstiegssaison. "Jetzt wird sich zeigen, ob der hochgelobte Teamgeist vom letzten Jahr Bestand hat, denn in kritischen Situationen braucht man dann so etwas", sagte Daxbacher.

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