Fussball

Europa League: Auf Slovan Bratislavas Andraz Sporar muss Rapid Wien besonders aufpassen

Von SPOX Österreich
Andraz Sporar im Duell mit PSG
© getty

Am Donnerstagabend will der SK Rapid gegen Slovan Bratislava (21:05 Uhr) in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation auswärts den ersten Schritt Richtung Gruppenphase setzen. Im Pasienky Stadion in Bratislava erwartet die Elf von Trainer Goran Djuricin eine heiße Atmosphäre, die Sicherheitskräfte sind bereits jetzt in Alarmbereitschaft.

Und auch sportlich muss Rapid gewappnet sein, um die Hürde Slovan zu nehmen. Die Slowaken - im Vorjahr Vizemeister - führen nach drei Runden die Tabelle der Fortuna Liga an, erzielten neun Tore und kassierten nur zwei. Auch in den bisherigen beiden Europa-League-Quali-Runden traf Slovan 13 Mal.

Hauptverantwortlich für die Torflut ist Mittelstürmer Andraz Sporar. Der 24-Jährige kam im Jänner für kolportierte 600.000 Euro vom FC Basel und avancierte damit zu einem der teuersten Transfers der slowakischen Fußballgeschichte. In der laufenden Saison traf Sporar fünfmal in vier Europa-League-Partien und dreimal in drei Ligaspielen.

Wie Sporar beinahe in Graz gelandet wäre

Wohlbekannt ist der Name Sporar aber nicht nur in Bratislava - denn vor rund vier Jahren wäre der Slowene beinahe in Graz gelandet. Sturm scoutete Sporar über einige Monate, im Winter 2014 kontaktierten die Grazer schließlich seinen Klub Olimpija Ljubljana und Berater Amir Ruznic.

Mit den Djuricin-Millionen vor Augen - der damalige Sturm-Angreifer wurde heftig von Brentford und Red Bull Salzburg umgarnt - sollte der Mammut-Deal gestemmt werden. Der Spieler fühlte sich geschmeichelt und äußerte schnell den Wunsch, nach Graz übersiedeln zu wollen. Zu SPOX sagte er damals: "Ich würde sehr gerne kommen, ein Transfer ist definitiv möglich. Olimpija und Sturm verhandeln. Es geht um die Ablösesumme. Ich hoffe, sie finden zusammen."

700.000 Euro bot Sturm Graz für Sporar. Für Grazer Verhältnisse eine ziemlich saftige Summe. Doch zu wenig für Olimpija, dessen Sportdirektor Milenko Acimovic seinen Schützling auf Nachfrage als "besten Youngster im ehemaligen Jugoslawien" bezeichnete. Für Gerhard Goldbrich - damals Sturm-Geschäftsführer - "Preistreiberei", auf die sich "Sturm nicht einlassen werde". Viele Wochen vergingen und Sturm probierte es weiter - während Sporar auf den Wechsel drängte.

Weitere Treffen zwischen den Verantwortlichen folgten. Sogar Mitte April 2015 glaubte Sporar noch fest an einen Transfer nach Graz und bezeichnete Sturms letztes Angebot knapp an der Million als "sehr fair". Doch Olimpija hielt Sturm an der langen Leine. Und nach einem knappen halben Jahr an Gesprächen und Diskussionen zwischen den Slowenen und Sturm zogen sich die Grazer genervt aus den Verhandlungen zurück.

Sporar: Reboot in Bratislava

Der Rest ist Geschichte: Ljubljana überreichte Sporar zum Trost die Kapitänsbinde, der Angreifer traf in den folgenden 18 Partien 17 Mal und wechselte ein halbes Jahr später für drei Millionen Euro zum FC Basel um Breel Embolo zu beerben. Doch Sporar sollte sich nur Wochen nach seinem Transfer die Achillessehne reißen. Seine Karriere kam ins Stocken, eine Leihe zu Arminia Bielefeld lief semi-erfolgreich. In Bratislava hat Sporar nun endlich wieder den lang ersehnten Lauf - und diesen will er gegen Rapid am Donnerstag fortsetzen.

Rapid in der Europa-League-Quali: Die wichtigsten Termine

RundeGegnerDatum
3. Quali-Runde, HinspielSlovan Bratislava09.08.2018 (Auswärts)
3. Quali-Runde, RückspielSlovan Bratislava16.08.2018 (Heim)
Playoffs, HinspielHajduk Split/Steaua Bukarest23.08.2018
Playoffs, RückspielHajduk Split/Steaua Bukarest30.08.2018
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