Relegation: Verfahren nach Kopfstoß - Roman Mählich hofft auf Wunder

Von APA
Freitag, 01.06.2018 | 13:50 Uhr
Nach dem Abpfiff kam es zu Tumulten auf dem Platz.
© GEPA
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Der SKN St. Pölten blickt nach einer Saison mit vielen Tiefs einem Happy End entgegen. Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim SC Wiener Neustadt gestaltete das Bundesliga-Schlusslicht das Relegationsduell mit dem Dritten der Erste Liga klar für sich. Am Sonntag wollen die "Wölfe" aus der Landeshauptstadt in der heimischen NV Arena den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen.

Der Vertrag von Trainer Didi Kühbauer würde sich in diesem Fall automatisch verlängern. Unter dem Burgenländer haben die St. Pöltner rechtzeitig in die Schiene gefunden, der Erfolg am Donnerstag war der vierte en suite.

"Trotzdem ist das erst die halbe Miete. Wir dürfen nicht glauben, wir sind durch", sprach Kühbauer die obligatorische Warnung aus. Wiener Neustadts Coach Roman Mählich sah unabhängig vom Resultat die Vorteile klar aufseiten des Gegners.

"Vom Tempo, was die Qualität in der Offensive angeht, ist es eine andere Liga. Das ist uns vor Augen geführt worden", sagte der Ex-Teamspieler. "Wir brauchen schon ein Wunder, um die Wende zu schaffen", führte Mählich gegenüber Sky weiter aus.

Er sprach von einem "hochverdienten Sieg" der St. Pöltner. Wiener Neustadt tauchte erst im Finish bei einem Schuss von Youba Diarra einmal gefährlich im SKN-Strafraum auf, Hamdi Salihi und Co. strahlten ansonsten kaum Gefahr aus.

Relegation: Kopfstoß nach Abpfiff von Wiener-Neustadt-Verteidiger

Für den Erste-Liga-Verein bleibt die Rückkehr ins Oberhaus nach dem Bundesliga-Abstieg 2015 wohl unerfüllt. Der Frust der Blauweißen entlud sich auch in einer Kurzschusshandlung von Verteidiger Christoph Kobald, der Gegenspieler David Stec unmittelbar nach Schlusspfiff einen Kopfstoß verpasste.

Die Aufregung war groß, auch Kühbauer stürmte auf das Spielfeld. Da Schiedsrichter Oliver Drachta und seine Assistenten die Szene nicht sahen, leitete die Liga tags darauf ein Verfahren ein.

Drei Spiele Sperre für Wiener-Neustadt-Verteidiger

Christoph Kobald ist am Freitag vom Strafsenat der Fußball-Bundesliga für drei Spiele, eines davon bedingt auf sechs Monate, gesperrt worden. Das teilte die Liga mit, die ein Verfahren eingeleitet hatte. Damit verpasst Kobald am Sonntag auch das Relegationsrückspiel.

Abgesehen von den Vorkommnissen nach Spielende war Kühbauer mit dem Gesehenen zufrieden. Knackpunkt aus seiner Sicht war die Führung durch den Nordkoreaner Pak Kwang-ryong (34.), nachdem Wiener Neustadts Abwehr nach einem langen Ball zu zögerlich agierte. Zuvor hätten beide Mannschaften in erster Linie versucht, keinen Fehler zu machen, analysierte der SKN-Chefcoach.

St. Pölten macht den Sack gegen Wr. Neustadt nicht zu

Eldis Bajrami legte nach einem Antritt weiter nach (70.). Hätte der eingewechselte Maximilian Entrup in der Nachspielzeit zielgenauer agiert, wäre im Relegationsduell wohl schon vor dem Rückspiel alles klar gewesen.

"Wir haben es verpasst, eine Vorentscheidung zu erzielen. Aber ich bin zufrieden. Der Druck war immens", betonte Kühbauer, der seine Mannschaft vor allem im Defensivverhalten stabilisierte. In den jüngsten fünf Spielen hat St. Pölten nur zwei Gegentore einstecken müssen, dreimal in Folge steht bereits die "Null".

Fehlen wird St. Pölten am Sonntag Daniel Luxbacher, der nach einer Stunde Spielzeit mit Adduktorenproblemen vom Rasen musste. An seiner Stelle dürfte David Atanga beginnen. Die Salzburg-Leihgabe fehlte in Wiener Neustadt noch leicht angeschlagen, soll für das Rückspiel aber fit sein.

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