Fussball

Mobbing-Vorwürfe: Andreas Heraf vom neuseeländischen Verband suspendiert

Von SPOX Österreich
Mittwoch, 20.06.2018 | 10:46 Uhr
Heraf soll sich gegenüber den neuseeländischen Teamspielerinnen unfair verhalten haben.
© GEPA

Der neuseeländische Fußballverband (NZF) hat seinen Frauen-Nationaltrainer Andreas Heraf suspendiert. 13 Spielerinnen warfen dem ehemaligen ÖFB-Teamspieler Mobbing vor und hinterfragten die Methoden Herafs.

"Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass einige Spielerinnen sich dazu gezwungen sahen, eine formelle Beschwerde einzureichen. Wir wollen ihnen für diesen Schritt danken", sagte neuseelands Fußball-Präsident Deryck Shaw.

Und weiter: "Wir halten das Wohl der Spielerinnen für die wichtigste Komponente, weshalb wir eine ganzheitliche, unabhängige Untersuchung einleiten. Wir wollen die Geschehnisse dadurch besser verstehen. Es gibt keinen Platz für unangemessenes Verhalten jeglicher Art innerhalb des neuseeländischen Fußballs."

Gegenstand der Vorwürfe sind laut Stuff abstruse Methoden im Alltag. So sollen alle Spielerinnen stets um Erlaubnis fragen, wenn sie beim gemeinsamen Essen den Tisch verlassen wollen.

Vorwürfe gegen Andreas Heraf: "Er ist nicht mehr willkommen"

Bereits vor einer Woche trat Führungsspielerin Katie Duncan an die Öffentlichkeit und legte Heraf einen Rücktritt nahe."Er ist nicht mehr willkommen", sagte Duncan, die den defensiven Spielstil ihres Coaches scharf kritiserte. "Wenn das sein Zugang zum Fußball ist, dass wir nie gegen die Besten bestehen werden, dann kann er es bleiben lassen. Es gibt da draußen bestimmt bessere, die auch wirklich an die positive Entwicklung Neuseelands glauben."

Heraf wurde mit sofortiger Wirkung von seinen agenden als Trainer und technischer Direktor suspendiert. Von 2008 bis im Sommer vergangenen Jahres war Heraf für die Nachwuchsförderung im ÖFB verantwortlich. Im Sommer wurde er vom NZF als technischer Direktor vorgestellt, seit November ist er zusätzlich Trainer der "Football Ferns", wie die Frauen-Nationalmannschaft noch genannt wird.

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