Fussball

Jörg Siebenhandl: "Ganz Österreich weiß, der SK Sturm Graz hat die besten Fans"

Von APA
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© GEPA

Der SK Sturm Graz ist österreichischer Cup-Sieger 2018. Nach dem Triumph gab es für die Spieler der Blackies kein Halten mehr.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl, bis jetzt war ich nur Landesmeister im Stockschießen in Niederösterreich, und das war es dann schon", jubelte Lukas Spendlhofer. Er sei richtig stolz darauf, dass man die Sache gerissen habe. "Es war eine magische Nacht", sagte der Innenverteidiger.

Stefan Hierländer: "Bin nicht Mann des Abends"

Zum Matchwinner avancierte mit Stefan Hierländer ausgerechnet ein Kärntner in seinem "Wohnzimmer". "Ich bin auf die schwarz-weiße Wand zugerannt und habe geglaubt, das sind 100.000 Leute. Das werde ich nie vergessen", verlautete der Gold-Torschütze. In den Mittelpunkt wollte sich der Ex-Salzburger nicht stellen. "Mann des Abends bin ich nicht, die Mannschaft des Abends ist Sturm Graz", betonte der 27-Jährige, der 2016 nach Graz gekommen war, um Titel zu gewinnen. "Es ist eine irrsinnige Genugtuung."

Hier geht es zum ausführlichen Spielbericht

Die Grazer zogen aus der 1:4-Pleite in der Liga am Sonntag in Salzburg ihre Lehren, kamen mit einer anderen Spielweise mit hohen Bällen zum Erfolg. "Wir wollten Salzburg früh am Spielaufbau hindern, die Räume zustellen, die Schlüsselspieler aus dem Spiel nehmen, das ist uns mit Bravour gelungen", resümierte Vogel. Sein Team habe eine furiose Leistung abgeliefert. "Wir haben auch gezeigt, dass wir es ein Stück mehr wollten", ergänzte Vogel.

Siebenhandl: "Haben die besten Fans"

Die Rolle des Underdog hat Sturm in die Karten gespielt. "Nach dem Sonntag haben wahrscheinlich die meisten gesagt, dass wir keine Chance haben. Wir und die Fans haben aber an uns geglaubt", schilderte Stürmer Deni Alar. Der "zwölfte Mann" war mitausschlaggebend. "Der Anteil der Fans ist riesig", sagte Hierländer. Und Tormann Jörg Siebenhandl fügte hinzu: "Jetzt weiß ganz Österreich, dass wir die besten Fans haben."

Wie auch schon 2010 beim 1:0-Sieg gegen Wiener Neustadt vor 28.000 Zuschauern spielten diesmal 27.100 Fans, fast alle im Sturm-Lager, eine zentrale Rolle. "Die Bedeutung des Titels hat die Völkerwanderung gezeigt. Die Grazer haben das Cupfinale zum dominanten Heimspiel gemacht, insofern freue ich mich, dass wir ihnen etwas zurückgeben konnten", meinte Vogel.

Heiko Vogel muss sich Haare färben

Für ihn persönlich hat das Auswirkungen. Wie einst Franco Foda 2011 hat sich auch Vogel zu einer Wette hinreißen lassen. "Es war leichtsinnig. Ich lasse mir was einfallen, also rot bleiben sie nicht, entweder sie kommen runter oder sie werden dunkler", sagte Vogel. Das Mitspracherecht dürfte begrenzt sein. "Ich habe vorgeschlagen, ihm die Haare schwarz-weiß zu färben", gab Zulj Einblick.

Hier spricht Vogel über die Wette

Vielleicht schon am Samstag im Heimduell mit dem LASK wird man die neue Haarpracht zu Gesicht bekommen. Da will Sturm den nächsten Schritt in Richtung Rang zwei machen. Auch deshalb wurde nicht ausufernd gefeiert. "Es gibt jetzt nur eine Titelfeier in sehr verhaltenem Ausmaß, weil es geht in der Liga ja noch um meinen zweiten großen Traum", sagte Jauk.

Rang zwei bringt einen Start in der Champions-League-Qualifikation. "Wir wollen uns auch in der Meisterschaft für eine gute Saison belohnen, es jetzt nicht leichtfertig herschenken", erläuterte Hierländer. Sturm hat drei Runden vor Schluss ein Plus von fünf Punkten auf Rapid. Der LASK ist sechs Zähler entfernt.

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