Veton Berisha beim SK Rapid Wien: Das gewünschte Mentalitätsmonster

Von Lukas Zahrer
Donnerstag, 29.03.2018 | 12:21 Uhr
Veton Berisha kommt bei Rapid langsam in Schwung.
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Veton Berisha sollte dem SK Rapid Wien zu neuem Schwung in der Offensive verhelfen. Der Norweger mit kosovarischen Wurzeln war als absoluter Wunschspieler von Sportdirektor Fredy Bickel geholt worden, um der Mannschaft vor allem mental zu helfen. Berisha selbst sieht in seinem Spiel noch deutliches Entwicklungspotenzial.

"Ich bin sehr dankbar, dass uns dieser Transfer gelungen ist", sagte Bickel nach dem überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen den Wolfsberger AC über Berisha bei Sky. "Er bringt sehr viel in unsere Mannschaft, was wir nicht hatten."

Bickel spricht die richtige Einstellung an, einen Mitspieler, der seine Kollegen motiviert. Es fehlte den Grün-Weißen ein weiterer Typ wie Steffen Hofmann, der als Anpeitscher bei seinen Kollegen neue Kräfte freisetzen kann. Eine Eigenschaft, die Berisha mitbringt und bei Rapid jeden Tag auslebt.

"Für mich ist es wichtig, ein Wunschspieler zu sein", sagt Berisha im Gespräch mit SPOX. "Aber mir ist klar, dass ich als Offensivspieler mehr Tore schießen muss."

Rapids Offensivkräfte unter Kritik

Dies ist dem 23-Jährigen nämlich bislang nur sehr unregelmäßig gelungen. Nach seinem Doppelpack gegen den WAC steht Berisha in 19 Einsätzen im Rapid-Dress bei lediglich drei Treffern und einem Assist.

Wie die gesamte Offensive bekam auch Berisha in den vergangenen Monaten öfters eine Schelte von den Rapid-Anhängern, die sich vom Allrounder im Angriffsdrittel mehr erwarteten. Viele Fans wünschten sich im Wintertransferfenster eine Rückkehr von Robert Beric, der den Verein im Sommer 2015 in Richtung Saint-Etienne verließ.

Sturm-Kollege Giorgi Kvilitaia bemerkte im Gespräch mit SPOX vor wenigen Wochen, dass Berisha mit Kritik deutlich lockerer umgehen würde. Dieser kann Kvilitaias Aussagen nur teilweise bestätigen.

Veton Berisha: Kritik auf Social Media zu Herzen genommen

"Wenn ich ein schlechtes Training oder Spiel hatte, mache ich mir schon Gedanken. Das ist kein gutes Gefühl", sagt Berisha, merkt aber auch an, dass er sich nur aus seinem näheren Umfeld Feedback holen würde. "Früher las ich öfters Kommentare auf Social Media, die Kritik ist mir nahegegangen. Jetzt ist mir wichtiger, was der Trainer und die Mitspieler sagen."

Der Trainer, Goran Djuricin, ist weiterhin von seinen Spielern überzeugt, hadert aber immer wieder mit der Chancenauswertung: "Unsere Stürmer sind gut", sagte er etwa nach dem enttäuschenden 0:0 in Altach, "sie treffen halt nicht."

Auch Berisha hat schon trefffreudigere Spielzeiten absolviert: In seiner Premierensaison bei Greuther Fürth in Deutschlands 2. Liga netzte er acht Mal ein, im Jahr davor erzielte er für Viking Stavanger in Norwegen in 16 Spielen noch zwölf Tore.

"Jetzt bin ich vielleicht mehr ein Teamspieler, der viel für die Mannschaft arbeitet. Ich versuche, meine Spieler mitzureißen", argumentiert Berisha. Seine Rolle bei Rapid interpretiert er vielseitig: "Ich agiere dort, wo ich gebraucht werde."

Veton Berishas Leistungsdaten

JahreVereinSpieleToreAssists
2011-2015Viking FK1062812
2015-2017SpVgg Greuther Fürth681211
2017-SK Rapid Wien1931

Veton Berisha: Die Allzweckwaffe in Rapids Angriff

Tatsächlich wurde Berisha bislang als ultimativer Allrounder eingesetzt. In seinen 13 Bundesliga-Spielen, die er in dieser Saison von Beginn an bestritt, stand er fünf Mal auf dem linken Flügel im Aufgebot.

Allerdings spielte er auch sechs Mal im Zentrum, sei es als Mittelstürmer oder auf der Zehnerposition. Zwei Ligapartien bestritt er auf der rechten Seite, genauso wie bei seinem einzigen Cup-Auftritt im Achtelfinale gegen die Wiener Austria.

"Grundsätzlich sehe ich mich als Stürmer in einem 4-4-2, aber dieses System spielen die meisten Mannschaften nicht mehr", erklärt Berisha. Liegt die maue Torausbeute also an der taktischen Aufstellung des Rekordmeisters? "Ich will mich nicht auf die Position rausreden. Ich muss meine Chancen einfach nützen."

Seine Leistungen seien im Herbst zwar "spielerisch ganz okay" gewesen, doch in den letzten Wochen konnte er eine Steigerung erkennen. "Jetzt wünsche ich mir bessere Abschlüsse und mehr Ruhe in meinem Spiel."

Ruhe ist in Berishas Leben in Wien bereits eingekehrt. Er fühle sich in der Mannschaft wohl, "die Stadt gefällt mir allgemein richtig gut".

Valon Berisha "noch ein paar Schritte weiter" als Veton

Informationen über das Leben in Österreich und die Liga im Speziellen holte er sich von seinem Bruder Valon, der seit 2012 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag steht. "Wegen ihm kannte ich Rapid schon vorher, ich habe viele Ligaspiele gesehen", sagt der um etwas mehr als ein Jahr jüngere Veton.

Die Frage, ob er denn auch heute noch seinem Bruder die Daumen drückt, beantwortet er mit einem Lächeln, aber diplomatisch: "Ich versuche jedes seiner Spiele zu sehen und das wird auch immer so sein. Nach den Matches geben wir uns immer gegenseitig Feedback und schreiben jeden Tag miteinander."

Die beiden spielten bereits bei Viking in derselben Mannschaft, im Nationalteam schlugen die Brüder unterschiedliche Wege ein. Während Valon für Kosovo aufläuft und dort zwei Mal in Folge zum Fußballer des Jahres gekürt wurde, entschied sich Veton aufgrund der Verbundenheit zu Norwegen für das skandinavische Nationalteam. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen. "Mir wäre es lieber, man hätte sie mir abgenommen."

Doch auf Vereinsbasis könnte es mit einer Wiedervereinigung der Gebrüder Berisha klappen. "Das wäre schon ein Wahnsinn, aber momentan ist er ein paar Schritte weiter als ich", sagt er über Valon, der von Newcastle United beobachtet wird: "Noch. Aber man weiß nie."

Bilanz der Norweger beim SK Rapid Wien

SpielerJahrePositionEinsätzeToreVorlagen
Jan Aage Fjörtoft1989-1993Mittelstürmer14977k.A.
Ragnvald Soma2009-2012Innenverteidiger10123
Veton Berisha2017-Angreifer1931

Veton Berisha bei SpVgg Greuther Fürth unter Stefan Ruthenbeck

Berisha ist nach Ragnvald Soma und Jan Aage Fjörtoft der dritte Norweger, der ein Rapid-Dress überstreift. Fjörtoft kennt Berisha aus der Nationalmannschaft, der ehemalige Torjäger war dort eine Zeitlang als Betreuer tätig. Sowohl Soma als auch Fjörtoft absolvierten über 100 Spiele für Rapid, eine Marke, die auch Berisha mit seinem Vertrag bis 2021 verfolgt.

Für kolportierte 1,5 Millionen verpflichtete Rapid Berisha im vergangenen Sommer von Fürth. Seine Zeit in Mittelfranken möchte Berisha nicht missen, vor allem mit seinem damaligen Trainer Stefan Ruthenbeck, der heute den 1. FC Köln im Abstiegskampf der Bundesliga trainiert, verbindet ihn nach wie vor ein gutes Verhältnis.

"Wir sind noch immer in Kontakt und haben miteinander geschrieben, als er den Job in Köln bekommen hat", sagt Berisha. Er empfand Ruthenbeck als richtig guten und sympatischen Trainer, der seinen Spielern taktisch viel mitgeben kann.

Steigerung notwendig: Veton Berisha will "in eine der besten Ligen"

Etwas verwundert zeigte sich Berisha über die Entlassung Ruthenbecks bei Fürth im Spätherbst 2016. "Warum er dann gehen musste, weiß ich nicht genau", sagt Berisha. "Da sind wohl im Hintergrund einige Dinge passiert. Es ging nicht nur um die Ergebnisse."

Der Schritt, von der 2. Liga in Deutschland nach Wien zu wechseln, war ein bewusster. "Rapid spielt normalerweise in der Europa League, das finde ich attraktiver", erklärt Berisha. "Zudem kann ich hier auch Titel gewinnen."

Und das langfristige Ziel ist klar: "In der Zukunft würde ich schon gerne in einer der besten Ligen spielen", sagte Berisha, hält aber fest: "Dafür muss ich mich steigern."

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