Bundesliga: Rapid Wien gelingt gegen den WAC der Befreiungsschlag

Von APA
Samstag, 17.03.2018 | 17:59 Uhr
Giorgi Kvilitaia fiel ein Stein vom Herzen
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Rapid hat am Samstag den erwarteten klaren Heimsieg über den WAC eingefahren. Die Hütteldorfer setzten sich vor 12.700 Zuschauern im Allianz Stadion dank Treffern von Giorgi Kvilitaia (8./Elfer, 49., 89.), der auch ein Eigentor erzielte (79.), und Veton Berisha (25., 29.) gegen den Vorletzten mit 5:1 (3:0) durch und bleiben damit auch nach der 27. Fußball-Bundesliga-Runde auf Tabellenplatz drei.

Die öffentliche Kritik von Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel nach dem 0:0 vor einer Woche in Altach hatte offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Rapid agierte von Beginn an zielstrebig Richtung WAC-Tor und wurde erstmals in der 3. Minute gefährlich, als Thomas Murg nach Vorarbeit von Louis Schaub aus guter Position weit über die Latte schoss.

Fünf Minuten später schlug es schon zum ersten Mal im Tor der Gäste ein. Kvilitaia kam im Sechzehner nach einem Kontakt mit Michael Sollbauer zu Fall, den dafür verhängten, fragwürdigen Strafstoß verwertete Kvilitaia lässig und mit etwas Glück.

Schobesberger nur auf der Bank

Es folgten zwei große Auftritte von jenem Mann, der anstelle des zuletzt kritisierten und auf die Bank degradierten Philipp Schobesberger eine Chance bekam. In der 25. Minute brachte Berisha nach Galvao-Pass den Ball im langen Eck unter, vier Minuten später stellte der Offensivspieler aus ähnlicher Position nach Assist von Murg mit einem Schlenzer ins Kreuzeck auf 3:0.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es für den WAC im Westen Wiens nichts zu holen gibt. Immerhin brachten die Kärntner kurz vor und nach dem Pausenpfiff zwei ernsthafte Möglichkeiten zustande: In der 34. Minute scheiterte Florian Flecker an Richard Strebinger, in der 48. Minute war der Rapid-Goalie von Bernd Gschweidl bereits umkurvt, doch Manuel Thurnwald verhinderte den ersten Torerfolg eines WAC-Profis seit dem 1:3 gegen die Admira am 17. Februar.

Praktisch im Gegenzug erzielte Kvilitaia seinen zweiten Treffer. Die WAC-Abwehr servierte Schaub den Ball praktisch auf dem Silbertablett, der ÖFB-Teamspieler legte für Kvilitaia ab, und der Georgier bugsierte das Spielgerät aus kurzer Distanz im Fallen ins Netz. In der 60. Minute kam Kvilitaia einem Triplepack ganz nahe, sein Schuss nach optimaler Vorlage von Dejan Ljubicic flog über WAC-Keeper Alexander Kofler, aber auch neben das Tor.

Kvilitaia schnürt Dreierpack

Der nächste Treffer des Stürmers landete dann im falschen Tor. Nach einem Eckball für den WAC bezwang Kvilitaia seinen eigenen Tormann mit einem Kopfball ins kurze Eck. Dafür durfte er in der 89. Minute praktisch ohne Gegenwehr die WAC-Abwehr austanzen und mit einem Schuss ins Kreuzeck auf 5:1 erhöhen.

Möglicherweise war aber der Jubel über das fünfte Rapid-Tor gar nicht so laut wie jener in der 77. Minute bei der Einwechslung von Steffen Hofmann, der schon davor minutenlang vom "Block West" gefordert worden war. Dessen Kapitäns-Nachfolger Stefan Schwab gab nach überstandener Knieverletzung in der 86. Minute sein Comeback und sollte nach der Länderspielpause wieder zur Stammformation zählen.

Für WAC-Coach Heimo Pfeifenberger stellt sich hingegen die Frage, ob er nach der zweiwöchigen Liga-Unterbrechung überhaupt noch im Amt ist. Die Bilanz von nur einem Sieg aus den jüngsten 21 Partien spricht nicht unbedingt für eine Weiterbeschäftigung. Allerdings müsste der potenzielle Neo-WAC-Coach sein Debüt am 31. März bei Red Bull Salzburg geben.

Die Stimmen

Goran Djuricin (Rapid-Trainer): "Es freut mich für die Stürmer, Kvilitaia hat mit drei Toren die beste Antwort gegeben für die Kritik, die es an ihm gegeben hat. Berisha ist belohnt worden für seinen Fleiß in den letzten Wochen. Wir hatten viel Tiefgang von der gesamten Offensivabteilung. Wir wollten Mentalität zeigen, in der ersten Hälfte schon so Stoff geben, dass wir Tore machen. In der zweiten Hälfte ist der Schlendrian reingekommen, da hätten wir auch mehr Tore kriegen können. Wir dürfen nicht arrogant werden."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Es war zach, weil wir schon wieder sehr früh das Spiel hergegeben haben durch unnötige Situationen, die man ganz anders lösen kann. Dann ist es schwer, dass du gegen Rapid was rausholst. Die Spieler haben sich aber nie hängen lassen. Wir sind rausgekommen aus der Pause und hätten das 1:3 machen können, dann haben wir das vierte Gegentor kassiert. Wir sind zu Torabschlüssen gekommen, das ist das Positive."

Giorgi Kvilitaias Statistik

SaisonLiga-SpieleToreVorlagenMinuten pro TorEinsatzminuten
2017/201823611791079
2016/201726722221.554
2015/201629244842.020
2014/20151111385385

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