Fussball

St.-Pölten-Präsident Tröstl tritt zurück

Von APA
Gottfried Tröstl

Fußball-Bundesliga-Schlusslicht SKN St. Pölten muss sich auf die Suche nach einem neuen Präsidenten begeben. Gottfried Tröstl trat am Montag mit sofortiger Wirkung von seiner Funktion zurück. Als Grund wurden in einer Club-Aussendung "persönliche Gründe" genannt. Der 55-Jährige war seit April 2010 als Präsident der 13 Punkte hinter dem Vorletzten WAC zurückliegenden Niederösterreicher tätig.

"Knapp acht Jahre an der Spitze des Clubs zu stehen war eine sehr arbeitsintensive, herausfordernde, aber auch sehr schöne Zeit. Nun ist für mich der Zeitpunkt gekommen, mich wieder zur Gänze meiner Familie und meiner beruflichen Tätigkeit zu widmen", verlautete Tröstl. Er habe bereits seit einiger Zeit überlegt, seine Funktion zur Verfügung zu stellen. "Nach eingehenden Gesprächen mit meiner Familie ist nun der Entschluss gefallen, dies jetzt zu tun", so der Ex-Clubchef.

Nachfolgefrage noch völlig offen

Unter Tröstl schaffte St. Pölten die Rückkehr in die Bundesliga (2016), zog ins ÖFB-Cup-Finale (2014) ein und war auch in der Europa-League-Qualifikation (2014) vertreten. Aktuell sieht es aber nicht so rosig und danach aus, dass der Verein heuer über die Relegation gegen den Tabellendritten der Erste Liga versuchen muss, den Klassenerhalt im Oberhaus zu schaffen.

Die Nachfolgefrage ist noch völlig offen. "Der Verein wird diese Situation mit Sicherheit meistern", ist Tröstl da guter Dinge. Von Vize-Präsident Helmut Schwarzl gab es für den "engagierten, redlichen und überaus gewissenhaften" Tröstl zum Abschied lobende Worte: "Unter seiner Amtsperiode wurden viele wichtige Weichen gestellt, um den Verein auch Bundesliga-tauglich zu machen. Seine Entscheidung ist zu respektieren und zu akzeptieren, so schwer es auch fällt".

Der Club werde in den kommenden Tagen Evaluierungen und Diskussionen um die zukünftige Ausrichtung des Vereins durchführen. Ergebnisse sollen bereits am Freitag (11.00 Uhr) auf einer Pressekonferenz in der NV Arena bekanntgegeben werden.

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