LASK-Heimsieg zum Auftakt verschärft Krise bei St. Pölten

Von APA
Samstag, 03.02.2018 | 20:31 Uhr
Lederer steht bei Altach hoch im Kurs
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Aufsteiger LASK ist mit einem Heimsieg in das Frühjahr der Fußball-Bundesliga gestartet. Die Oberösterreicher besiegten Schlusslicht St. Pölten in der 21. Runde mit 2:1 (0:0) und halten bei 30 Punkten. Die Linzer behaupteten damit Platz fünf. Samuel Tetteh (49.) und Felix Luckeneder (76.) trafen jeweils zum ersten Mal für den LASK. David Atanga gelang nur Ergebniskosmetik (88.).

Die Gastgeber fanden bereits in der dritten Minute die erste - und für lange Zeit einzige - Chance vor. Nach einer Hereingabe von Reinhold Ranftl schoss Joao Victor zu zentral auf das von SKN-Neuzugang Filip Dmitrovic gehütete Tor. Neben der LASK-Leihgabe vertraute Oliver Lederer auf vier weitere neue Spieler in der Startformation.

St. Pölten agierte hart

St. Pölten versuchte über Härteeinlagen ins Spiel zu kommen. Nach drei Gelben Karten in der Anfangsphase sah sich Lederer bereits nach einer halben Stunde zu einem Wechsel genötigt. Mit Eren Keles, der den akut Gelb-Rot gefährdeten Daniel Schütz ersetzte, kam auch der sechste Neue in den Reihen der Niederösterreicher zu seinem Debüteinsatz.

Erst nach einer halben Stunde übernahm der Aufsteiger gegen das neu formierte Team des Letzten das Kommando, fand jedoch beinahe ausschließlich über Standards Torchancen vor. In einer wahren Eckball-Orgie - sechs Corner innerhalb von zwei Minuten - lag die Führung der Linzer in der Luft. Zunächst köpfelte Gernot Trauner an die Latte (30.), dann versuchte es Thomas Goiginger direkt (31.).

Weitere drei Minuten später prüfte Peter Michorl Dmitrovic mit einem Freistoß aus gut 25 Metern. Der Schlussmann musste den Ball zwar nach vorne prallen lassen, besserte seinen Fehler beim Nachschuss von Joao Victor jedoch aus. Kurz vor der Pause scheiterte noch James Holland nach einem weiteren Eckball aus kürzester Distanz.

Bundesliga-Debütant Tetteh stark

Besser machte es Bundesliga-Debütant Tetteh nach Wiederbeginn. Der Leihspieler von Red Bull Salzburg schloss einen von Michorl eingeleiteten Angriff mit einem scharfen Schuss erfolgreich ab. Von der Führung beflügelt drängten die Schwarz-Weißen auf die Entscheidung. Goiginger spielte seine Hereingabe wenig später jedoch in den Rücken von Joao Victor (51.).

Nach etwas mehr als einer Stunde fing es in der TGW-Arena in Pasching teilweise heftig zu schneien an. Die 3.877 Zuseher sahen jedoch nur einen Wetterumschwung, auf dem Rasen änderte sich am Charakter des Spiels wenig. Luckeneder sorgte eine Viertelstunde vor Schluss nach einem Eckball und erneutem Michorl-Assist per Kopf für die Vorentscheidung, Atanga gelang nach einem Konter in der Schlussphase nur noch eine kleine Korrektur.

Der LASK blieb somit auch im dritten Spiel dieser Saison gegen St. Pölten siegreich. Die Gäste gingen indes zum 16. Mal als Verlierer vom Platz, auf den Neunten WAC fehlen nun bereits zehn Punkte.

Die Stimmen

Oliver Glasner (Trainer LASK): "Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Wir haben das Spiel 88 Minuten kontrolliert und dominiert. Wir haben Druckphasen gehabt, sind sehr gut aufgetreten. Wir waren sehr kompakt und haben gut in die Spitze gespielt. Wir haben in der Halbzeit gesagt, wir bleiben dran und werden unsere vier bis fünf Chancen bekommen. Mit einem Sieg in die Frühjahrs-Saison zu starten ist gut, doch jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir sind dafür gerüstet."

Zum Torschützen Samuel Tetteh: "Es hat sich abgezeichnet, dass er spielt und trifft. Er hat in den letzten Testspielen getroffen und auch in den Trainings unter der Woche keine Torchance vergeben. Wenn ein Stürmer so torgefährlich auftritt, gehört er auf den Platz."

Oliver Lederer (Trainer St. Pölten): Wir haben ein Spiel gesehen mit dem verdienten Sieger LASK. Der LASK hat viele unserer Stärken neutralisiert. Wir haben zu viele lange Bälle gespielt. Wir müssen jetzt realistisch bleiben. Die Relegation ist in dieser Saison ein Teil des Wettkampfs, doch jetzt ist es noch nicht der richtige Zeitpunkt daran zu denken. Auch wenn derzeit keiner einen Cent auf uns setzt, wollen wir den Klassenerhalt schaffen. Wir werden uns noch nicht mit der Relegation beschäftigen. Ich weiß nicht, ob die Situation am Schluss ein Handspiel war, dann klappt es noch mit einem Happy End. Ich habe heute auch einige Lichtblicke gesehen."

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