Längeres Gespräch zwischen Alaba und Foda geplant

Von APA
David Alaba mit WM-Pokal, Weltmeister Christian Karembeu und Herbert Prohaska
© GEPA

Einen Tag nach dem 2:1-Heimsieg mit dem FC Bayern gegen Schalke hat Österreichs Fußball-Star David Alaba seiner Heimatstadt einen Kurzbesuch abgestattet. Der 25-Jährige ließ sich am Sonntag die Gelegenheit nicht nehmen, den anlässlich der "Coca Cola FIFA World Cup Trophy Tour" im Wiener Rathaus ausgestellten WM-Pokal aus nächster Nähe zu inspizieren.

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So schnell wird Alaba die begehrte Trophäe nicht mehr zu Gesicht bekommen, schließlich ist die ÖFB-Auswahl bei der WM in Russland nur Zuschauer. Große Wehmut verspürte der Linksverteidiger beim Betrachten des Pokals dennoch nicht. "Weh tut es nicht, wenn ich ihn anschaue. Aber es ist schon mein großer Traum, einmal bei so einem großen Turnier mitzuspielen", sagte Alaba.

Zuvor aber haben beim Wiener ganz andere Ziele Priorität. Mit den Bayern ist der neuerliche Meisterschaftsgewinn bei 18 Punkten Vorsprung auf den Zweiten Leipzig nur noch Formsache. Im DFB-Pokal stehen die Münchner in der Vorschlussrunde, in der Champions League im Achtelfinale - ein neuerliches Triple wie schon 2013 ist also möglich.

Triple noch nicht im Blick

Doch so weit denkt Alaba derzeit nicht. "Die Saison ist noch lange, es ist ein weiter Weg. In erster Linie sind wir eine hungrige und ehrgeizige Mannschaft, die Woche für Woche Spiele gewinnen will", sagte der Wiener, der am Wochenende einen Bundesliga-Rekord aufgestellt hat. Laut Statistik des Fachmagazins kicker ist Alaba nun mit 25 Jahren und 231 Tagen der jüngste Legionär mit 200 Bundesliga-Einsätzen.

Seit der Rückkehr von Coach Jupp Heynckes, der die Bayern schon vor fünf Jahren zu den Triumphen in Champions League, Bundesliga und Cup geführt hatte, läuft es beim FC Bayern wie geschmiert. Deshalb wird der Trainer-Altstar von den Bayern-Bossen bekniet, doch noch eine Saison anzuhängen.

Alaba würde sich über Heynckes-Verbleib freuen

Auch die Münchner Profis wünschen sich einen längeren Verbleib des 72-Jährigen. "Ich weiß nicht, ob er sich überreden lässt. Ich würde mich auf jeden Fall so wie die ganze Mannschaft darüber freuen", erzählte Alaba.

Unter Heynckes ist der ÖFB-Internationale wieder ganz auf die Rolle des Linksverteidigers festgelegt, während er etwa von Josep Guardiola auf mehreren Positionen eingesetzt wurde. An seiner Variabilität habe sich dennoch nichts geändert, versicherte der Linksfuß. "Es ist kein Geheimnis, dass ich auf mehreren Positionen spielen kann. Das habe ich schon oft bewiesen."

Erstes persönliches Gespräch mit Foda steht an

Über die Positionsfrage in der Nationalmannschaft kann Alaba demnächst mit Teamchef Franco Foda diskutieren - in näherer Zukunft ist ein längeres Gespräch in München geplant. Bisher gab es zwar telefonischen Kontakt, aber noch kein persönliches Treffen des Bayern-Profis mit dem Deutschen, auch weil Alaba beim ersten Lehrgang unter Foda im vergangenen November verletzungsbedingt fehlte.

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