Sturm Graz: Was die Trainer-Kandidaten sagen

Mittwoch, 08.11.2017 | 15:07 Uhr
Günter Kreissl sondiert den Markt
© GEPA
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Auf der Suche nach einem Nachfolger für Franco Foda hat Sturm-Geschäftsführer Günter Kreissl damit begonnen, potenzielle Kandidaten über das grundsätzliche Interesse der Grazer zu informieren. Einer davon war auch SC-Wiener-Neustadt-Trainer Roman Mählich.

"Günter Kreissl hat mir mitgeteilt, dass ich einer von mehreren Kandidaten bin. Das ist alles", bestätigt Mählich auf SPOX-Nachfrage. "Ich bin froh, dass das draußen ist. Denn ich wurde zuletzt oft zu Sturm befragt und wusste selbst nicht Bescheid. Jetzt hat mir Günter Kreissl die Überlegung bestätigt. Und damit will ich es ruhen lassen und warte ab", äußert sich das Sturm-Urgestein.

"Ich habe Andi Schicker (Wiener Neustadt-Sportdirektor, Anm.) darüber informiert und damit ist alles fair abgelaufen", sagt der 46-Jährige. Mählich übernahm die von vielen als Abstiegskandidat gehandelten Niederösterreicher im Sommer und führte sie auf Rang zwei der Ersten Liga - punktgleich mit Ligakrösus Ried.

Heiko Vogels Agentur hält sich bedeckt

Neben Mählich zählen noch weitere Trainer zum Kandidatenkreis für den ab Jänner vakanten Sturm-Job. Einer davon soll Heiko Vogel sein. Der 41-jährige Deutsche stieg 2011 beim FC Basel vom Co-Trainer zum Chefcoach auf, wurde Schweizer Meister und kann Champions-League-Siege gegen Manchester United und Bayern-München vorweisen. Nach seinem Abschied aus Basel betreute Vogel die zweite Mannschaft der Bayern, trat im März 2017 aber aus freien Stücken zurück.

Seine Agentur hält sich ob des kolportierten Interesses der Grazer bedeckt. "Heiko Vogel ist ein sehr talentierter, junger Trainer, der natürlich derzeit bei einigen Vereinen im Fokus steht. Bitte haben Sie Verständnis, das zu konkreten Anfragen derzeit keine Stellung bezogen werden kann", richtet Schwarzer & Rummenigge Sports Management via E-Mail aus.

Christian Ilzer: Kein Tagträumer

Von den Grazern noch nicht kontaktiert wurde Hartberg-Trainer Christian Ilzer, der zuletzt mehrfach in Zusammenhang mit den Schwarz-Weißen genannt wurde. "Ich habe mit Günter zuletzt im Oktober zu meinem Geburtstag gesprochen", sagt Ilzer im Gespräch mit SPOX. "Ich habe in Hartberg einen laufenden Vertrag und fühle mich extrem wohl. Ich glaube, dass ich am richtigen Ort bin. Ich will das Thema Sturm nicht an mich heranlassen, sondern meinen Fokus auf meine supergeile Mannschaft in Hartberg legen", sagt der 40-Jährige, der mit Hartberg nach 17 Runden als Aufsteiger mit bescheidenen Mitteln auf Rang drei liegt.

"Sturm ist die Nummer eins in meiner Heimat, ich bin ein Steirer und vergesse meine Wurzeln nicht und war auch als Kind Sturm-Fan, aber jetzt bin ich kein Kind oder Fan mehr, sondern Fußball-Trainer. Natürlich will ich irgendwann bei einem Topklub landen, wenn dieser dann auch noch die Nummer eins in meiner Heimat ist, dann ist das doppelt schön. Aber ich will nicht in Träume versinken", so Ilzer, der lieber im Hier und Jetzt bleibt: "Für mich gibt es im Prinzip keine Zukunft. Das ist mein Leitsatz. Denn wenn die Zukunft Realität ist, dann ist sie Gegenwart. Ich will in der Gegenwart präsent sein und alles rausholen. Das bringt mich an weitesten." Nachsatz: "Es ist schön und es freut mich, wenn mein Name bei großen Klubs fällt, aber ich will mich davon nicht ablenken und beeindrucken lassen."

Sturm Graz hat keine Eile

Eilig hat es Sturm jedenfalls nicht. "Diese Woche war für mich eine Recherchewoche, wo ich über die zwei, drei Namen hinaus, die mich von Anfang an interessiert haben, versucht habe, mir speziell den gesamten deutschsprachigen Markt genauer anzusehen, zu recherchieren, Gespräche zu führen, und zu versuchen, Informationen über diverse mögliche Kandidaten einzuholen", gab Kreissl am Wochenende bei Sky Einblick in das Prozedere. Präsident Christian Jauk fügte hinzu: "Wir können die Trainersuche in Ruhe vorbereiten und theoretisch haben wir bis Ende des Jahres Zeit." Nicht schnell soll sie gehen, sondern richtig.

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