Fussball

"Die zwei haben etwas zu sagen und sonst niemand"

Von SPOX Österreich
Laut Paul Scharner haben im ÖFB-Team nur David Alaba und Marko Arnautovic etwas zu sagen
© GEPA

Das Aus von ÖFB-Temchef Marcel Koller dominiert aktuell die Debatten im heimischen Fußball. Eine klare Meinung dazu hat wie gewohnt Ex-Teamspieler Paul Scharner.

"Koller hat sich überlebt, weil er eine Abhängigkeit mit Spielern aufgebaut hat, die bei ihren Klubs nicht gespielt haben", sagte der 37-Jährige am Sonntagabend bei "Talk & Tore" auf Sky. "Dann haben sie die Qualifikation geschafft und du sollst denen dann sagen, dass sie bei der Europameisterschaft nicht spielen", erläuterte der ehemalige Premier-League-Legionär. Scharners Meinung nach hat Koller sich so schon während der EM in Frankreich Probleme eingebrockt, die er danach nicht mehr loswerden konnte.

Letztlich sei der Schweizer auch über eines der Kernthemen der letzten Monate gestolpert: Die Frage, auf welcher Position David Alaba auflaufen soll. "Die Diskussion um Alaba hat Marcel Koller das Genick gebrochen", sagte Scharner, der den Bayern-Profi gerne auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger gesehen hätte: "Stellt euch vor, was er und Marko Arnautovic auf der linken Seite aufgeführt hätten. Da hätten alle anderen nur geklatscht." Die Macht dieser beiden Superstars sieht Scharner kritisch: "Die zwei haben etwas zu sagen und sonst niemand."

Besser agiert als Rapid

Wenn es um einen geeigneten Nachfolger für Koller geht empfiehlt Scharner, nicht auf einen österreichischen Trainer zurückzugreifen, weil "ein Ausländer es meiner Meinung nach einfacher hat." Bevor es zur Neubestellung des Teamchefs kommt, muss aber ohnehin der Sportdirektorenposten geklärt werden.

"Das macht der ÖFB zumindest schon mal besser als Rapid", konnte sich Hans Krankl eine Spitze in Richtung seines Herzensklubs nicht verkneifen. Der Goleador spielte damit auf die unglückliche Entscheidung der Hütteldorfer an, die vergangene Saison zunächst Trainer Damir Canadi verpflichtet hatten und erst danach seinen Vorgesetzten, Geschäftsführer Sport Fredy Bickel, installierten.

Kontroverse um Ruttensteiner

Die Personalie Willi Ruttensteiner schied dann auch die Geister. Während Krankl den Sportdirektor im Verbund mit Koller gescheitert sieht und forderte, dass auch er die Konsequenzen zieht, sprach sich Stefan Reiter für einen Verbleib des langjährigen ÖFB-Masterminds aus. "Ich sehe das anders. Willi Ruttensteiner wegzutun, das ist sehr gefährlich. Er hat in der Basisarbeit viel aufgebaut. Ich befürchte, dass hier bei einer personellen Veränderung der ÖFB Schaden erleiden kann", so der ehemalige Ried-Manager.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung