Diese Männer sägen am Ruttensteiner-Stuhl

Von SPOX Österreich
Ruttensteiner muss um seinen Job beim ÖFB zittern
© GEPA

Willi Ruttensteiner muss um seinen Posten als ÖFB-Sportdirektor zittern. Wie die Kronen Zeitung und andere Medien berichten, wurde der Oberösterreicher bei der ÖFB-Präsidiumssitzung am Freitag in Frage gestellt.

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"Die Heftigkeit der Diskussion über meine Person überrascht mich", meint Ruttensteiner selbst gegenüber der Krone. ÖFB-Präsident Leo Windtner, seit jeher ein Förderer des Sportdirektors, erzählt: "Betreffend Koller hat es eine intensive, aber sachliche Diskussion gegeben, ob man ihm die sportliche Wende zutraut. Aber bei Ruttensteiner ging's in alle Richtungen. Manche Landespräsidenten fühlen sich von ihm auch verletzt!"

Unter anderem gilt der Salzburger Landesfürst Herbert Hübel als großer Gegner Ruttensteiners. Er soll Windtner gleich zu Beginn der Präsidiumssitzung heftig angegriffen haben. Schon vor Windtners Wiederwahl im Mai forderten einige Landespräsidenten, darunter auch Hübner, die Absetzung von Ruttensteiner.

Erfolgreicher Reformer

Der Sportdirektor arbeitet seit 1999 beim ÖFB. Mit seinem Nachwuchskonzept hat er den österreichischen Verband modernisiert und viele Erfolge eingefahren. Nach der EM-Qualifikation galt er bei vielen Experten als Vater des Erfolgs, zumal auch er es war, der Marcel Koller zum ÖFB holte.

Mit seiner manchmal schroffen Art kommt er bei einigen Landespräsidenten aber nicht gut an. Nun soll Ruttensteiner das Anforderungsprofil für den neuen Teamchef erstellen. Ob er über den Koller-Nachfolger mitentscheiden darf, steht in den Sternen.

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